London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Der gestern noch feste Dollar führte u. a. dazu, dass der Goldpreis auf ein neues Jahrestief bei 1.210 US-Dollar fiel. Analysten gingen davon aus, dass die Notiz nun die Marke von 1.200 Dollar/Unze testen will, doch es kam anders. Mit seinen an den Märkten als teils verwirrend aufgefassten Äußerungen hat US-Präsident Donald Trump für gehörigen Wirbel an den Märkten gesorgt.

    Gestern Abend stellte er in einem Interview heraus, dass ihm die Zinspolitik US-Notenbank Fed überhaupt nicht behagt. Er befürchte Nachteile für die US-Wirtschaft, weil die Fed im Gegensatz zu der japanischen Zentralbank und Europäschen Notenbank die Zinsen stetig erhöhe, was auch den Dollar aufwerten lasse. Die Ausführungen führten zu einem nachlassenden Greenback, weil die Investoren eine Einmischung in die unabhängige Geldpolitik befürchteten.

    Gold kann sich in diesem Zuge wieder bis auf 1.330 US-Dollar erholen. Donald Trump legte heute im Handelsstreit mit China und der EU nach, was der "Krisenanlage" Gold als Folge der neuen Unsicherheiten zusätzlichen Zulauf bescherte. Trump signalisierte seine Bereitschaft, auf sämtliche Waren aus China Zölle zu erheben. „Wir sind eine lange Zeit von China abgezockt worden", sagte er dazu im Interview des Senders CNBC und nannte dies „sehr unfair“. Außerdem warf er der Volksrepublik und der EU Währungsmanipulation vor. Mit den Drohungen verunsichert die US-Regierung die Weltwirtschaft. Aus China und Deutschland kamen bereits Forderungen, im Fall einer weiteren Eskalation dagegenzuhalten.