Der erste Teil unserer politischen Prognosen für die kommenden Monate hat sich in dieser Woche erfüllt: Donald Trump hat die Wahlen in den USA klar gewonnen.

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Was in den Medien jetzt als unvorhersehbares "Jahrhundertereignis" kommentiert wird, war selbstverständlich genau so geplant:

Der verhasste Außenseiter Donald Trump bekommt von den Kartellen zielgerichtet den undankbarsten Job zugeschanzt, der in der Geschichte der Vereinigten Staaten jemals zu vergeben war: Er wird zum Konkursverwalter einer Nation "befördert", deren Abstieg und Zerfall sich systembedingt (!) deutlich beschleunigen wird.

Bei der zu erwartenden "Wiederwahl" Trumps sprechen wir hier über einen Zeitraum von acht Jahren, mit dem großen Finale um 2024. Und weil das alles einer übergeordneten Strategie folgt, werden Sie auch vergeblich auf eine Anfechtung des Wahlergebnisses durch das Clinton-Lager hoffen.

Aus deutscher Sicht viel interessanter ist jedoch die Frage, wie es hier zu Lande politisch weitergehen könnte. Und damit kommen wir zu Teil zwei unserer Prognosen:

Meiner Einschätzung nach wird Angela Merkel unter Präsident Trump nicht noch einmal für das Kanzleramt kandidieren.

Der Milliardär hatte die deutsche Flüchtlingspolitik mehrfach "irrsinnig" genannt und Merkel vorgeworfen, Deutschland zu ruinieren. Der Bundesrepublik prophezeite Trump Aufstände und "radikalislamischen Terrorismus". Die Angriffe Trumps waren nicht nur sachlich, sie waren auch persönlich.

Unter diesen Voraussetzungen wird Merkel sich jetzt feige davonmachen. Taktisch nicht ungeschickt, oder auch "rein zufällig", hatte die Kanzlerin ihre Entscheidung über eine erneute Kandidatur ja lange genug hinausgezögert. Mit der "Inthronisierung" Donald Trumps haben die Kartelle jetzt signalisiert, wie entschieden wird: Die Kanzlerin kann gehen.

Die ersten Schritte ihres Rückzuges konnten wir noch am Mittwochnachmittag bewundern: In einer ersten Stellungnahme nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses hat Angela Merkel die künftige Zusammenarbeit mit den USA an klare Bedingungen geknüpft. Will heißen: Wenn diese Bedingungen nicht erfüllt werden, wirft Merkel das Handtuch. Oder sie macht auf beleidigt und tritt zur Bundestagswahl 2017 einfach nicht mehr an. Aus heutiger Sicht ist dies die wahrscheinlichste Option.

Was grundsätzlich natürlich zu begrüßen ist, könnte in der Union zu einer echten Existenzkrise führen. Denn die Frage, wer oder was nach Merkel kommen soll, ist völlig offen:

Weit und breit ist NIEMAND in Sicht, der den Job übernehmen könnte. Das zumindest hat die Kanzlerin geschafft.

Das kommende Jahr mit den Bundestagswahlen im Herbst dürfte daher auf der politischen Bühne dieses Landes hochinteressant werden...

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Zum Autor:

Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, einem Service der BörseGo AG. Weitere Informationen finden Sie unter www.antizyklischer-boersenbrief.de


Andreas Hoose vertritt mit diesem Artikel seine eigene Meinung. Diese muss sich nicht zwangsläufig mit der Meinung von GodmodeTrader decken. Es erfolgt keine Prüfung durch eine Schlussredaktion.