Ankara/ New York (Godmode-Trader.de) - Die türkische Wirtschaft schrumpfte im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um satte 2,6 Prozent. In Wahlkampfzeiten sind das ungünstige Zahlen. Das Statistikamt in Ankara betont in seiner Mitteilung von Ende vergangener Woche daher das Wachstum der türkischen Wirtschaft im Vergleich zum (sehr schwachen) Vorquartal. Hier stellte sich ein Plus von 1,3 Prozent ein. Als ein Grund für die steigende Wirtschaftsleistung gilt die Kreditvergabe durch staatliche Banken, die zuletzt gestiegen war. Das preisbereinigte BIP der Türkei belief sich von Januar bis März auf 914,7 Mrd. Lira (rund 170,4 Mrd. Euro).

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    Die Türkei war 2018 in eine Rezession gefallen. Im Schlussquartal war die Wirtschaftsleistung um 2,4 Prozent zum Vorquartal geschrumpft. Der Rückgang folgt auf ein Minus im dritten Quartal von 1,5 Prozent. Bereits im zweiten Quartal war die Wirtschaft geschrumpft.

    Die Weltbank erwartet laut ihrem Bericht „Global Economic Prospects“ eine perspektivische Erholung für das Schwellenland. Die türkische Wirtschaft soll demnach im nächsten Jahr um 3,0 Prozent wachsen, nachdem sie in diesem Jahr nochmals um 1,9 Prozent schrumpft. Nach den weiteren Angaben der Weltbank wird das Wachstum der Türkei im Jahr 2021 weiter an Dynamik gewinnen und die Wirtschaft wird mit rund 4,0 Prozent zulegen. „Es wird davon ausgegangen, dass sich die Erholung im Jahr 2020 durch eine allmähliche Verbesserung der Inlandsnachfrage und eine anhaltende Stärke des Nettoexports beschleunigen wird, vorausgesetzt, die Fiskal- und Geldpolitik verhindert weitere starke Abwertungen der türkischen Lira und verhilft zu einer Entlastung der hoch verschuldeten Unternehmen“, urteilten die Ökonomen der Weltbank.