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Ankara (Godmode-Trader.de) - Das war ein Entscheid mit Ansage: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte noch am Mittwoch deutlich niedrigere Zinsen angemahnt und mit seinen Worten entsprechenden Druck auf die Währungshüter aufgebaut. Man werde die „Zins-Plage" von den Schultern des Volkes nehmen, sagte Erdogan. Heute tat die türkische Notenbank ihm den Gefallen.

Bereits in der Vergangenheit hatte sich Erdogan immer wieder in die Geldpolitik der Notenbank eingemischt. Die türkische Währung Lira sank nach den Aussagen am Mittwoch auf neue Rekordtiefs gegenüber Dollar und Euro. Doch das Ende der Fahnenstange wurde damit noch nicht erreicht. Neuerlichen Druck auf die Währung erzeugte die türkische Zentralbank mit ihren heutigen Entscheid.

Trotz hoher Inflation senkt die CBRT den Leitzins erneut. Der Zinssatz werde von 16 auf 15 Prozent zurückgenommen, gab die Notenbank bekannt. Für Dezember wurde eine weitere Lockerung der Geldpolitik nicht ausgeschlossen. Erst im Oktober und September hatten die Währungshüter den Schlüsselsatz gesenkt. „Das ist ein buchstäblich verrückter Schritt, der die Lira in Gefahr bringt", sagte Analyst Tim Ash vom Vermögensverwalter BlueBay Asset Management der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Landeswährung Lira rutschte nach Bekanntgabe der Entscheidung um drei Prozent zum Dollar auf 10,98 ab. So entstehe kein Vertrauen, ergänzte der Chefökonom der VP Bank, Thomas Gitzel.

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