• TUI AG - Kürzel: TUI1 - ISIN: DE000TUAG000
    Börse: XETRA / Kursstand: 3,528 €

Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Die Zahlen zum dritten Quartal von TUI spiegeln zwar die Wiederaufnahme des Reisebetriebs und die Wiedereröffnung von Destinationen wider, die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus sorgt aber nach wie vor für Restriktionen, die die Erholung stärker bremsen als noch zur Veröffentlichung des Halbjahresberichts zu vermuten war.

Der Konzernumsatz lag bei 649,7 Mio. Euro (Vj.: 71,8 Mio.; Q3 19: 4,818 Mrd.), das Konzernergebnis belief sich auf -940 Mio. (Vj.: -1,5 Mrd.) im Berichtquartal bzw. -2,438 Mrd. (Vj.: -2,325 Mrd.) nach neuen Monaten. Für die Sommersaison sind insgesamt 4,2 Mio. Kunden gebucht. Der Nachfrageanstieg kam überwiegend aus den Quellmärkten Deutschland, Belgien, Niederlande und Polen. Durch den resultierenden Wiederanstieg der touristischen Anzahlungen konnte das Unternehmen im dritten Quartal erstmals seit Beginn der Krise wieder einen positiven operativen Cashflow erzielen.

Da auch in der laufenden Sommersaison ständige Anpassungen der Reisebeschränkungen erfolgen, wurde die Kapazitätsplanung für die Hochsaison Juli bis Oktober auf rund 60 Prozent des Vorkrisenniveaus 2019 gesenkt (zuvor 75 %). Da das weitere Pandemiegeschehen nur schwer prognostizierbar ist, sieht sich das Management nach wie vor nicht in der Lage, eine konkrete Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2020/21 abzugeben. Es wurde lediglich die Aussage bekräftigt, dass der Umsatz unter dem Vorjahreswert liegen wird. Infolge des Verkaufs des Anteils an RIU Hotels erwartet das Unternehmen nun zu bereinigende Nettoentlastungen.

Die Delta-Variante des Coronavirus sorgt für eine deutlich langsamere Erholung als noch zum Halbjahresbericht angenommen, schreibt Analyst Wolfgang Donie in einer Studie von Freitag. Infolge entsprechender Reiserestriktionen seien die immerhin wieder steigenden Zahlen im dritten Quartal recht dürftig ausgefallen.

Positiv hervorzuheben ist aus Sicht von Donie aber, dass im vergangenen Quartal wieder ein positiver operativer Cashflow erzielt und dass das Finanzierungsprofil verbessert werden konnten. Auch die laufende Hauptsaison dürfte enttäuschen, was die Kapazitätsreduktion bereits andeute.

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