• TUI AG - Kürzel: TUI1 - ISIN: DE000TUAG000
    Börse: XETRA / Kursstand: 4,510 £

Hannover (Godmode-Trader.de) - Der Reisekonzern TUI hat mitgeteilt, sich mit der Uniform Ltd. (über diese hält die Familie des russischen Milliardärs Alexej Mordaschow eine 24,9 prozentige Beteiligung an TUI), einem Bankenkonsortium, der KfW sowie dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) über ein zusätzliches Finanzierungspaket von 1,8 Mrd. Euro geeinigt zu haben.

Das Paket besteht aus einer Bezugsrechts-Kapitalerhöhung über rund 500 Mio Euro, einer in TUI-Aktien wandelbaren stillen Einlage des WSF über 420 Mio. Euro (ohne Verlustbeteiligung), einer zusätzlichen, nicht wandelbaren stillen Einlage des WSF über 280 Mio. Euro (mit Verlustbeteiligung), einer Staatsgarantie über 400 Mio. sowie einer zusätzlichen Kreditlinie der KfW über 200 Mio. und der Prolongation der bestehenden Kreditlinie der KfW bis Juli 2022.

Das zuletzt dramatische Infektionsgeschehen habe dafür gesorgt, dass das im Sommer mit großer Hoffnung wieder aufgenommene Reisegeschäft in großen Teilen wieder zum Erliegen gekommen sei, so NordLB-Analyst Wolfgang Donie. „Insofern wurde das dritte Finanzierungspaket notwendig“.

Die TUI müsse damit aber auch gegen eine immer schwerer werdende Last ansparen, und die Zustimmung der EU-Kommission dürfe auch nicht als selbstverständlich erwartet werden. Zudem sei eine zunehmende politische Einflussnahme auf Unternehmensentscheidungen zu befürchten, mahnt Donie.

„Zwar dürfte das Reisegeschäft sich relativ schnell erholen, sobald die Pandemie im Griff ist, denn die Reisesehnsucht ist groß. Wann das aber sein wird, bleibt ungewiss“. Die sich im Aktienkurs widerspiegelnde Impfstoffeuphorie hält der Analyst für verfrüht. Der kommende Reisesommer werde aller Voraussicht nach noch nicht ohne Einschränkungen verlaufen.

TUI-Impfstoffeuphorie-ist-verfrüht-Bernd-Lammert-GodmodeTrader.de-1
TUI AG