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Energie: Die Ölpreise verteidigen zum Auftakt in die neue Handelswoche ihre am Freitag erzielten Gewinne (+3 %) weitgehend. Brent handelt am Morgen bei 65 USD je Barrel, WTI bei knapp 62 USD je Barrel. Auslöser für den Preissprung waren positive US-Arbeitsmarktdaten, wodurch sich die Aussichten für die Ölnachfrage im weltgrößten Verbrauchsland USA weiter verbessert haben. Denn der kräftige Zuwachs bei den neu geschaffenen Stellen deutet auf eine robuste Einkommensentwicklung bei den privaten Haushalten hin (siehe Edelmetalle unten). Am Abend berichtete Baker Hughes dann noch einen überraschenden Rückgang der US-Bohraktivität in der letzten Woche um vier Ölbohrungen. Dies war der erste Rückgang seit sieben Wochen. An dem Preisniveau kann dies nicht gelegen haben. Preise von mehr als 60 USD je Barrel machen das Bohren nach (Schiefer-)Öl weiterhin attraktiv, wie auch die Investitionsplänepläne der Ölunternehmen nahelegen. Laut dem Researchunternehmen Cowen & Co. planen 58 befragte Unternehmen einen Anstieg der Ausgaben um 11 % gegenüber 2017. Wir würden daher den Rückgang der Bohraktivität in der letzten Woche nicht überbewerten. In Texas, dem Bundesstaat mit dem größten und ertragreichsten Schieferölvorkommen, Permian Basin, gab es einen Anstieg der Bohraktivität. Gleiches gilt für Nord-Dakota, wo sich das Bakken-Vorkommen befindet. Die spekulativen Finanzanleger haben ihre Netto-Long-Positionen in der Woche zum 6. März nochmals leicht reduziert und damit zum zwischenzeitlichen Rückgang der Ölpreise beigetragen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8 
CE9J22  Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8 
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8 
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8 

Edelmetalle: Gold zeigt sich zum Wochenauftakt weitgehend unverändert bei 1.320 USD je Feinunze. Am Freitag ließ sich Gold nur kurzzeitig durch die Veröffentlichung des offiziellen US-Arbeitsmarktberichtes aus der Ruhe bringen. Auf den ersten Blick fielen die Daten äußerst gut aus – im Februar wurden so viele neue Stellen geschaffen wie seit Juli 2016 nicht mehr – und Gold sackte ab. Die Verluste wurden aber schnell wieder aufgeholt, da sich der Lohnanstieg beruhigt hat. Insgesamt sprechen die Daten aber für weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed. Der nächste Schritt dürfte bereits am 21. März erfolgen. Dies wird den Goldpreis bis dahin wohl in Schach halten. Die ETF-Investoren hatten letzte Woche allerdings kaum Gold verkauft und auch die spekulativen Finanzanleger haben ihre Positionen gemäß CFTC-Statistik unverändert beibehalten. Während bei Silber die Netto-Short-Positionen etwas zurückgeführt wurden, haben sich die spekulativen Finanzanleger bei Platin und Palladium merklicher zurückgezogen. Im Falle von Palladium liegen die Netto-Long-Positionen aktuell auf dem tiefsten Stand seit 14 Monaten, was den Palladiumpreis allerdings nur kurzzeitig unter Druck setzte. Auch neuerliche Abflüsse aus den Palladium-ETFs können dem Preis offenbar nichts anhaben. Seit Jahresbeginn sind mittlerweile fast 200 Tsd. Unzen aus den ETFs abgeflossen. Ignoriert wurden auch schwache chinesische Autoabsätze. Daten des Verbands der chinesischen Automobilproduzenten vom Freitag zufolge lagen die Autoabsätze im Februar 12 % unter dem Vorjahres- und 41 % unter dem Vormonatsniveau.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6 
CD5B34  Faktor Short Gold-Future Faktor: -6 

Industriemetalle: Während die Metallpreise an der SHFE in Shanghai unterstützt durch freundliche asiatische Aktienmärkte deutlich zulegen, sind sie an der LME in London allesamt im Minus. Die Metalle an der SHFE holen offenbar den starken Anstieg der Preise an der LME im späten Handel am Freitag nach. Gestern hat der Nationale Volkskongress in China auf seinem Parteitag wie erwartet die Begrenzung der Amtszeit des chinesischen Präsidenten aufgehoben. Staatspräsident Xi Jinping, der bereits mit Mao Zedong verglichen wird und seit fünf Jahren im Amt ist, kann damit auch über 2023 hinaus regieren. Diese Entscheidung wird von einigen internationalen Politikbeobachtern kritisch gesehen (siehe hierzu auch unsere TagesInfo Rohstoffe vom 28. Februar). Langfristig dürfte der Fokus der chinesischen Politik auf Stabilität und Nachhaltigkeit liegen, was aber wohl mit geringeren Wachstumsraten einhergehen wird. Einen ersten Eindruck davon, wie die chinesische Wirtschaft in das Jahr gestartet ist, geben die Daten zur Industrieproduktion und zu den Anlageinvestitionen, die am Mittwoch veröffentlicht werden. Traditionell werden die Daten für Januar und Februar zusammen bekannt gegeben. Der Markt erwartet in beiden Fällen merklich niedrigere Wachstumsraten als im Vorjahr. Auf schwächere Werte deutet bereits der verhaltene Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe hin. Dies könnte im Wochenverlauf Druck auf die Metallpreise ausüben.

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