Chicago/ Paris/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Gegenüber dem Stand von Jahresanfang sind die Notierungen von US-Weizen um fast 30 Prozent gestiegen. Weizen in Paris hat sich seit Mitte April um knapp 10 Prozent verteuert. Der europäische Weizen ist derzeit so teuer wie zuletzt vor zweieinhalb Jahren.

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    Die weltweite Nachfrage nach Weizen soll weiter steigen, während die globale Produktion sinkt. Ungünstige Wetterverhältnisse haben die Ernteaussichten vor allem in den USA eingetrübt. Auch in anderen Ländern, wie Kanada, Australien, Russland, die zu den weltgrößten Weizenexporteuren zählen, ist es zu trocken. Die Wettervorhersagen lassen auch in nächster Zeit keine wesentliche Änderung erwarten.

    Das weltweite Angebots- und Nachfrageverhältnis für diese Saison könnte sich somit verschlechtern, nachdem zuletzt bei den Lagerbeständen noch ein neuer Rekord vorhergesagt worden war. „Sollte es aufgrund rückläufiger Produktion zu spürbarem Lagerabbau kommen, könnte erstmals seit 2012 die Basis für eine durchgreifende Preiserholung gelegt werden“, erwarten die Analysten der Helaba. Die Alternative wäre ein Zwischenhoch wie zuletzt in 2017.