Trotz des steigenden Drucks in der Weltöffentlichkeit hat fast die Hälfte der global führenden Unternehmen noch immer Nachholbedarf bei der Wahrung der Menschenrechte, so das Ergebnis der jüngst veröffentlichten vierten Ausgabe des Rankings der Corporate Human Rights Benchmark (CHRB).

„Die Auswertung zeigt eine allgemeine Verbesserung seit dem letzten Jahr, was ermutigend ist. Aber es liegt noch ein langer Weg vor uns, insbesondere im Bereich der Sorgfaltspflicht für die Einhaltung der Menschenrechte“, kommentiert Katarina Hammar, Head of Active Ownership bei Nordea Asset Management, das Mitglied der CHRB ist. Investoren komme eine zentrale Rolle dabei zu, die Messlatte für Unternehmen hoch anzulegen, betont Hammar. Das gelte für alle grundlegenden Kriterien, um die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UN Sustainable Development Goals, SDGs) zu erreichen.

Hier setzt Nordea Asset Management an und nimmt die Verantwortung als aktiver Aktionär wahr: So suchen Fondsmanagement- und Experten-Teams den Dialog mit Unternehmenslenkern, um positive Veränderungen für Gesellschaft und Umwelt in den Produktionsbedingungen und im Unternehmenshandeln zu erreichen. Den Erfolg belegt eine Auszeichnung als „ESG Engagement Initiative of the Year“ (ESG engl. für Umwelt, Gesellschaft und Unternehmensführung), die Nordea Asset Management von Environmental Finance 2020 für seinen Beitrag zur Reduzierung der Umweltverschmutzung durch Arzneimittel in Indien erhalten hat. Dieses positive Ergebnis konnte das Nordea Asset Management Responsible Investments Team durch Verhandlungen mit der indischen Pharmaindustrie erzielen.

Die aktuelle CHRB-Auswertung liefert für solche Firmengespräche wichtige Anhaltspunkte, sagt Hammar: „Wie bei den früheren Bewertungen auch, werden wir die 2020er-Ergebnisse in unsere interne ESG-Research-Plattform integrieren und sie für unsere Dialoge mit Unternehmen nutzen. Die CHRB-Daten sind für uns sowohl ein wichtiger Antrieb für unsere Arbeit im Bereich der Menschenrechte als auch eine Informationsquelle: Für einige Unternehmen verfügen wir jetzt über einzigartige und vergleichbare Daten über mehrere Jahre hinweg und sind in der Lage, ihre Leistungen in Menschenrechtsfragen sehr systematisch zu verfolgen.“

In der von der World Benchmarking Alliance (WBA) durchgeführten CHRB-Untersuchung werden 230 der weltweit einflussreichsten Unternehmen hinsichtlich ihrer Offenlegung von Menschenrechtsfragen bewertet. Nahezu jedes zweite davon konnte nicht nachweisen, dass es eine Due-Diligence-Prüfung durchführt, die belegt, dass es die Menschenrechte so achtet, wie es die Prinzipien der UN vorsehen. Laut einer WBA-Mitteilung gebe es eine besorgniserregend große Gruppe von Unternehmen, die in den vergangenen zwölf Monaten wenige bis gar keine Fortschritte gemacht hätten. Es sei eine kleine Gruppe von Unternehmen, die starkes Engagement und entsprechende Prozesse zeige, wobei nicht immer klar sei, ob die beabsichtigte Wirkung auch erzielt werde. Es sei Druck seitens der Investoren nötig, um Veränderungen zu erzwingen.

Nordea Asset Management bietet Anlegern seit mehr als 30 Jahren ESG-geprüfte Fonds an, seit 2008 existiert eine ausgewiesene Klima- und Umweltstrategie. Seit 2011 wächst im Rahmen der ESG STARS-Produktfamilie stetig die Auswahl an Investmentlösungen, die ESG-Kriterien in den Anlageprozess einbeziehen und somit auf die UN Sustainable Development Goals einzahlen. Die ESG STARS-Strategien ermöglichen es den Anlegern, die Welt von morgen positiv mitzugestalten.

Neben der Wahrung der Menschenrechte sind auch die Gleichstellung der Geschlechter, nachhaltige und moderne Energie sowie nachhaltige Produktion und Maßnahmen gegen den Klimawandel erklärte Ziele unter den UN SDGs. Konkrete Investmentlösungen von Nordea Asset Management in diesen Bereichen sind die Nordea Global Climate and Environment Strategie, die in Klima-Vorreiter unter den Unternehmen anlegt, sowie die Nordea Global Gender Diversity Strategie, die gezielt in Unternehmen investiert, die Vielfalt fördern und von einer daraus resultierenden Innovationskraft und Profitabilitätssteigerung profitieren können.