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Wangen im Allgäu (GodmodeTrader.de) - Die Weltwirtschaft wird im nächsten Jahr durchaus robust, wenn nicht sogar stärker wachsen als in diesem Jahr. China steuert kräftig gegen eine größere konjunkturelle Abschwächung, Europa wächst überraschend stabil, wenn auch nicht dynamisch und die USA bleiben die Wachstumslokomotive, wie Daniel Zindstein, Leiter Portfoliomanagement des Vermögensverwalters GECAM AG, in einem aktuellen Marktkommentar schreiben.

Selbst die Schwellenländer könnten ihre Talfahrt im nächsten Jahr beenden, mit Rückenwind sich stabilisierender Rohstoffpreise. Würden dann noch, die vor allem deutsche Unternehmen belastenden Wirtschaftssanktionen mit Russland wegfallen, da dieses Land für die Lösung der Krisen im Nahen Osten gebraucht werde, wäre das ein willkommener, zusätzlicher Wachstumsimpuls, heißt es.

„Eine Weltwirtschaft, die in einem moderat inflationären Umfeld bei nach wie vor sehr expansiver Geldpolitik (niedrige Zinsen) weiter wächst, ist ein ideales Umfeld für Aktien und vergleichsweise hoch verzinste Unternehmensanleihen aus der zweiten Reihe (High Yields)“, so Zindstein.

„Wir sehen im Vergleich zu Staatsanleihen bei europäischen Aktien keine Blase, obwohl natürlich auch diese Anlageklasse von der Geldschwemme der EZB profitiert. Zum einen ist ein KGV von 13,5 nicht teuer, vor dem Hintergrund der Rentenmarktblase sogar extrem billig. Zum anderen sind wir weit von einer euphorischen Betrachtung der Aktienmärkte durch die Marktteilnehmer entfernt. Erfahrungsgemäß billigen Investoren Aktien erst bei einem KGV zwischen 15 und 20 positive bis großartige Zukunftsperspektiven zu, sind also euphorisch und somit etwas blauäugig. Aktuell herrscht eher Angst und Skepsis vor, obwohl die Indizes steigen. Aus unserer Sicht besteht somit weiter Aufwertungspotenzial für Aktien bis in die oben genannten Bereiche. Davor besteht kein Verkaufsgrund“, so der GECAM-Experte weiter.

Anleger sollten sich jedoch nicht täuschen lassen. Es seien weiter starke Nerven gefragt, damit mit der heftigen Volatilität, die uns auch 2016 ganz sicher erhalten bleiben werde, umgegangen werden könne. Wilde und widersprüchliche Zentralbankäußerungen, die Eurokrise, Flüchtlingsströme, Kriegstreiberei im Nahen Osten und viele Dinge, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen könnten, würden die Gründe sein. Vor diesem Hintergrund seien Krisen jedoch Kaufgelegenheiten, eine Lernkurve, die hoffentlich viele bereits verinnerlicht hätten, heißt es weiter.