• Soja - ISIN: US12492A1079
    Börse: ARIVA Indikation / Kursstand: 1.275,35 US¢/bu.
  • Mais - ISIN: XC000A0AEZE1
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  • Weizen - ISIN: US12492G1040
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Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Kurz vor dem Erntedankfest wartete das US-Landwirtschaftsministerium USDA für die US-Landwirte mit einer unangenehmen Botschaft auf. Denn es reduzierte die Prognose für die US-Agrarexporte im laufenden Fiskaljahr 2021/22 um zwei Milliarden auf 175,5 Milliarden US-Dollar, wie Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch in der aktuellen Ausgabe von „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Der Grund hierfür liege hauptsächlich in China, das der wichtigste Absatzmarkt für US-Agrarprodukte sei und 36 Milliarden US-Dollar der US-Agrarexporte auf sich ziehen solle. Das seien allerdings drei Milliarden US-Dollar weniger als bei der letzten Prognose im August, würde aber noch immer ein Rekordwert bedeuten, heißt es weiter.

„China hat in diesem Herbst deutlich weniger Sojabohnen aus den USA importiert als normalerweise für diese Jahreszeit üblich. Dies lag an schlechten Verarbeitungsmargen und der hohen preislichen Konkurrenz durch Brasilien. Die US-Getreideexporte waren im Frühherbst auch durch die Schäden an den Exportterminals an der Golfküste von Louisiana sowie weitreichende Stromausfälle infolge von Hurrikan Ida beeinträchtigt“, so Fritsch.

Die Sojabohnenexporte sollten daher um 3,9 Milliarden auf 28,4 Milliarden US-Dollar fallen, die Exporte von Getreide und Futtermitteln um 300 Millionen auf 41,5 Milliarden US-Dollar. Die Abwärtsrevision bei Getreide entfalle jeweils zu 100 Millionen US-Dollar auf Mais, Hirse und Reis. Die Weizenexporte sollten dagegen unverändert bei 7,1 Milliarden US-Dollar liegen. Die Abwärtsrevision bei Sojabohnen und Getreide werde zumindest teilweise durch höhere Exporte von Lebendvieh, Geflügel, Milchprodukten, Baumwolle und Ethanol kompensiert, heißt es abschließend.

Soja