Paris (GodmodeTrader.de) - Der Beschäftigungsaufbau in den USA war im Februar mit einem Plus von 20.000 Stellen der schwächste seit dem September 2017, als tropische Stürme die wirtschaftliche Aktivität bremsten, und blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Die Aufwärtsrevision der Januarzahl von 304.000 auf 311.000 konnte dies bei weitem nicht ausgleichen. Dies sorgte an den Kapitalmärkten für Verunsicherung bezüglich der US-Konjunktur und stoppte den Höhenflug des US-Dollars, wie Aline Goupil-Raguénès, Volkswirtin bei Ostrum Asset Management, in einem aktuellen Marktkommentar schreibt.

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    Gleichwohl warnt Goupil-Raguénès davor, die Daten vom Februar überzubewerten und verweist auf die positiven Seiten des jüngsten Berichts. Die Dynamik des US-Arbeitsmarkts bleibe solide, wie ein Blick auf den Durchschnitt der neu geschaffenen Arbeitsplätze in den letzten drei Monaten zeige (186.000 pro Monat). Damit sei die Arbeitslosenquote im Februar von 4,0 Prozent auf 3,8 Prozent zurückgegangen und bewege sich weiterhin auf historischen Tiefstständen, heißt es.

    Gleichzeitig seien aber die Löhne etwas schneller gestiegen und hätten von 3,1 Prozent auf 3,4 Prozent in der Jahresbetrachtung angezogen, der stärkste Zuwachs der Jahresveränderung seit April 2009. Dennoch bleibe die Inflation in der Nähe des Zwei-Prozent-Ziels der Fed und eine Verlangsamung der US-Wirtschaft zeichne sich ab. Dies gelte insbesondere für den Wohnimmobilienmarkt, der im gesamten Jahr 2018 rückläufig und insbesondere von höheren Hypothekenzinsen betroffen gewesen sei, heißt es weiter.

    „In dem Maße, in dem die Effekte der stark expansiven Fiskalpolitik des Weißen Hauses nachlassen, wird auch das amerikanische Wachstum stärker von der Verlangsamung des Welthandels und des globalen Wachstums beeinflusst. Dies rechtfertigt das Ende der Normalisierung der Geldpolitik der Fed seit der Januarsitzung“, so Goupil-Raguénès.