Die Erholung auf dem US-Arbeitsmarkt hat sich im November fortgesetzt. Außerhalb der Landwirtschaft wurden 211.000 neue Stellen geschaffen, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Die Volkswirte hatten nur mit 201.000 neuen Stellen in der größten Volkswirtschaft der Welt gerechnet.

    An die außergewöhnlich starken Zahlen des Vormonats konnte der US-Arbeitsmarkt allerdings im November nicht ganz anknüpfen. Nach revidierten Angaben wurden im Oktober 298.000 Stellen (zunächst: 271.000 Stellen) geschaffen, nach revidiert 145.000 (zunächst: 137.000) Stellen im September. Insgesamt wurde die Zahl der in den beiden Vormonaten neugeschaffenen Stellen nun um 35.000 nach oben revidiert.

    Die Arbeitslosenquote blieb im November wie erwartet konstant bei 5,0 Prozent und damit auf dem tiefsten Stand seit der Finanzkrise 2008.

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    Die Stundenlöhne legten im November wie erwartet um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat zu. Im Oktober waren die Stundenlöhne überraschend stark um 0,4 Prozent gestiegen.

    Nach den erneut relativ starken Zahlen vom US-Arbeitsmarkt dürfte einer Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank bei der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses am 15. und 16. Dezember nichts mehr im Weg stehen. Die Fed hatte bereits bei der letzten Zinssitzung im Oktober auf eine mögliche Leitzinserhöhung im Dezember hingewiesen. Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Dezember wird nach den jüngsten Arbeitsmarktdaten nun auf 79 Prozent taxiert.