Der US-Arbeitsmarkt hat sich im November deutlich schwächer entwickelt als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft kamen netto und saisonbereinigt nur 245.000 Stellen hinzu, wie am Freitag mitgeteilt wurde. Volkswirte der Banken hatten hingegen mit 480.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen gerechnet. Im Vormonat Oktober waren nach revidierten Angaben noch 610.000 Arbeitsplätze geschaffen worden.

Die Arbeitslosenquote ging wie erwartet von 6,9 auf 6,7 Prozent zurück. Wegen einer fehlerhaften Klassifikation mancher Arbeitssuchender fiel die offiziell gemeldete Arbeitslosenquote aber um bis zu 0,4 Prozentpunkte zu niedrig aus, wie das Bureau of Labor Statistics mitteilte. Der Fehler trat bereits seit Ausbruch der Corona-Pandemie auf und war in ähnlicher Größenordnung auch in den Vormonatszahlen enthalten.

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Die wöchentlichen Stundenlöhne stiegen im November um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat an. Erwartet wurde hingegen ein Anstieg um 0,1 Prozent, nach einem Plus von ebenfalls 0,1 Prozent im Vormonat.

Marktreaktionen: Die Aktienmärkte reagierten zunächst kaum auf die Daten. Möglicherweise spekulieren Marktteilnehmer darauf, dass die schwächere Entwicklung auf dem US-Arbeitsmarkt die Wahrscheinlichkeit für neue großangelegte Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft erhöht. Gelegenheit dazu könnte bereits in der übernächsten Woche bestehen, wenn der nächste Zinsentscheid der US-Notenbank ansteht.


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