Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Die Bank of America hat das vom 01. Juli 2017 bis 30. Juni 2018 laufende Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 12,9 Mrd. US-Dollar um weitere 5 Mrd. erhöht. Die zusätzlichen Aktienrückkäufe sollen laut Unternehmensangaben die Ausweitung der Aktienanzahl durch die Ausübung der Optionsscheine von Berkshire Hathaway ausgleichen. Zudem werden dadurch Mittel aus dem Verkauf von Teilen des Kreditkartengeschäfts außerhalb der USA ausgeschüttet.

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    Ferner deutete CEO Moynihan auf einer Investorenkonferenz am 05. Dezember für das Schlussquartal ein ähnlich schwaches Handelsgeschäft wie im dritten Quartal an. Das vierte Quartal 2016 war unter anderem durch einen regen Handel auf Grund der Unsicherheit rund um die US-Präsidentschaftswahl geprägt. Demnach sind die Handelserlöse im bisherigen Quartalsverlauf um 15 Prozent gefallen. Demgegenüber erlebt das Investmentbanking ein starkes Quartal.

    Bei angehobenen Gewinnprognosen und einem neuen Kursziel von 29,00 (alt: 26,00) US-Dollar bestätigen die Analysten von Independent Research das „Halten“-Votum für die Bank of America-Aktie. Die überdurchschnittliche Kursentwicklung der vergangenen Handelswochen sei auch auf die geplante US-Steuerreform zurückzuführen, schrieb Analyst Markus Rießelmann in einer Studie von Montag. Je nachdem ob US-Präsident Trump das Gesetz noch in 2017 unterschreibe, würden laut Moynihan aber im vierten Quartal 2017 zunächst Abschreibungen auf latente Steueransprüche belasten. Da US-Banken aber über vergleichsweise nur wenige Möglichkeiten zur Senkung der Steuerquote verfügten, könnten sie mittel- bis langfristig überproportional von der geplanten Senkung der Unternehmenssteuern profitieren, so Rießelmann.