Die drei großen Indizes beendeten den Freitag - wer will es ihnen verübeln - geschlossen im Plus (Dow Jones +0,90%, S&P 500 +1,10%, Nasdaq 100 +2,68%). Katalysatoren für die positive Entwicklung waren die gestrigen Hinweise der EZB, die heutigen Benchmark-Senkungen der PBOC und die spektakulären Gewinne von Alphabet (+8,5%), Amazon.com (+5,7%) und Microsoft (+10,9%) nach ihren beeindruckenden Quartalsergebnissen.

    Technologiewerte gehörten daher auch wenig überraschend zum Tagesgewinner und konnten einen mit einem Saldo von +2,79% für sich verbuchen. Wenig attraktiv waren auf der anderen Seite die Versorger, die mit -1,76% ins Wochenende schlichen.

    Der Dollar konnte von den Zentralbankaktionen in China und Frankfurt profitieren, und beförderte das EUR/USD-Paar konsequenterweise auf einen Wert von zuletzt 1,1012, während sich auch die 10-jährigen US-Zinsen schulbuchmäßig auf ein neues Oktoberhoch steigern konnten.

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    Der Tag an der Wall Street

    Der Markit Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in den USA liegt im Oktober bei 54,0. Erwartet wurde ein Wert von 53,0 nach 53,1 Zählern zuvor.

    nach Ansicht der HSBC setzen die Maßnahmen der PBoC Liquidität im Volumen von CNY 700 Mrd frei. Arthveda hält die Schritte für einen Akt der schieren Verzweiflung.

    Laut Fed Fund Future-Implikation veranschlagen die Märkte seit heute eine leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Zinswende im Dezember (39% nach 32% am Donnerstag), aber vor März 2016 (Wahrscheinlichkeit 59%) scheint niemand mit einem entsprechenden Schritt der Federal Reserve zu rechnen.

    Russland und der Iran planen laut iranischen Angaben in Bälde ein umfangreiches Flottenmanöver im Kaspischen Meer abzuhalten und brüskieren damit ein weiteres Mal die amerikanische Administration. Das Weiße Haus präsentierte derweil seine etwas eigenwillige Version ihrer außenpolitischen Debakeln und hält die russischen Aktionen in Nahen Osten für einen verzweifelten Versuch die eigene Schwäche und den drohenden Bedeutungsverlust zu kaschieren.

    Barclays senkt seine Q3-Prognose für die US-Wirtschaft von 2,6% auf 2,4%.

    Fitch bestätigt das „BBB+“-Rating von Spanien und Italien (Ausblick jeweils stabil).

    Laut Alberto Gallo von der RBS könnte die EZB durchaus zu bisher unerhörten Maßnahmen greifen und Aktien einsammeln, sollte der Pool für Kreditpapiere sich als zu knapp erweisen. Auch der direkte Aufkauf von Privatkrediten wäre eine Option.

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    Ausblick

    Nächste Woche stehen die Zinsentscheidung der Federal Reserve, sowie die Earnings der weltgrößten Firma – Apple – auf dem Menü. WeitereHighlights dürften von der BoJ kommen, die ihr QQE-Programm trotz gegenteiliger Einlassungen von offizieller Seite (Honda) ausbauen könnte.

    Mexiko wird in Kürze vom möglicherweise schwersten Wirbelsturm aller Zeiten heimgesucht.