Handelsverlauf und Sektorenentwicklung

    Trotz dem drohenden Zinsschritt Nummer 2, der wie ein Damoklesschwert über den Märkten hängt, gingen die US-Indizes mit einer erfreulichen Note in das Wochenende (Dow Jones +0,38 %, S&P 500  +0,6 %, NASDAQ 100  +1,10 %).

    Angeführt wurde der Markt vom Technologiesektor (XLK +1,11 %), der die erfreulichen Quartalszahlen von Applied Materials (+13,8 %) als Aufhänger für ein Aufwärtsgap zum Handelsbeginn nutzte. Basiskonsumgüter (XLP -0,47 %) auf der anderen Seite underperformten als einziger Teilbereich den Gesamtmarkt.

    Anleihenhändler gingen aufgrund der geballten Ladung an Fed-Speak (7 Redner, inklusive Yellen), der nächste Woche auf die Märkte eintrommeln wird, auf die Nummer sicher ins Wochenende und sorgten dafür, dass sich Treasuries kaum veränderten.

    Der Ölpreis stieg im Tagesverlauf auf ein neues 7-Monatshoch, bevor er mit einem Minus von 0,5 % vom Parkett ging, weil mittlerweile viele Anzeichen für ein Abflauen der „supply disruptions“ sprechen und eine koordinierte Aktion der Ölförderer zur Begrenzung des Outputs nach negativen Kommentaren des russischen Energieministers unwahrscheinlicher wirken.

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    Der Tag an der Wall Street

    Datentechnisch standen heute lediglich die „Existing Home Sales“ im Mittelpunkt. Im April wechselten 1,7 % mehr an Immobilien den Besitzer als im Vormonat. Erwartet wurde lediglich ein Plus von 1,3 % nach zuletzt 5,7 %.

    Laut der „Nikkei“ bereitet sich die BoJ auf einen Ausstieg aus QE vor und hat dafür schätzungsweise $4,07 Mrd an Rücklagen gebildet, um Verluste auffangen zu können. Nächste Woche liefern die offiziellen Zahlen dazu mehr Klarheit.

    Nach Informationen von Baker Hughes ist die Zahl der Bohranlagen für Öl in den USA zum ersten Mal seit 9 Wochen nicht gefallen und blieb konstant bei 318.

    Ausblick

    Am Montag werden Bullard, Williams und Harker die Märkte auf eine Woche voller Fed-Reden einstimmen. In Deutschland werden die PMI-Zahlen Beachtung finden.