• Brent Crude Öl - Kürzel: BCOEL - ISIN: XC0009677409
    Börse: Forex Capital Markets / Kursstand: 34,80200 $/bbl.

New York/ London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Am Ölmarkt hat sich abermals Druck aufgebaut, nachdem die Spannungen zwischen den beiden weltgrößten Ölverbrauchsländern USA und China weiter zugenommen haben. Die Referenzsorte Brent verlor gestern über vier Prozent, im Zuge steigender Aktienmärkte können sich die Ölnotierungen heute aber wieder fangen.

Der überraschende Aufbau der Rohölbestände in den USA, den das American Petroleum Institute am Vorabend bekannt gegeben hatte, erhöhte den Druck auf die Preise zwischenzeitlich. Demnach stiegen die US-Vorräte in der vergangenen Woche überraschend um 8,7 Mio. Barrel, während der Markt einen Rückgang um 1,9 Mio. Barrel erwartet hatte. Sollte die US-Energiebehörde EIA am heutigen Nachmittag einen Vorratsanstieg in ähnlicher Größenordnung bestätigen, wäre dies der stärkste wöchentliche Lagerzuwachs im auslaufenden Monat.

Die Ankündigungen des russischen Präsidenten Putin und des saudischen Kronprinz bin Salman nach ihrem Telefonat am Mittwoch prallten am Ölmarkt ab. Beide waren sich einig, dass eine „enge Koordinierung“ erforderlich sein wird und dass gemeinsame Anstrengungen wichtig sind, um das OPEC+-Abkommen zu erreichen. Konkrete Schlüsse lassen sich aus den Aussagen zwar nicht ziehen, allerdings können sie mit Blick auf das anstehende OPEC+-Treffen am 9. und 10. Juni zumindest als konstruktiv gewertet werden.

Die Regierung der kanadischen Ölprovinz Alberta teilte derweil mit, dass die Produzenten in der Region aufgrund des schwierigen Marktumfelds ihre Förderung um etwa 1 Mio. Barrel/Tag reduziert haben, was etwa 25 Prozent der Gesamtproduktion der Provinz entspricht. Angesichts dieser marktbedingten Rückgänge ist das dortige Energieministerium nicht der Ansicht, dass weitere Produktionskürzungen in der Provinz vorgenommen werden müssen. Die Kürzungen in Alberta haben sich im Spread zwischen den Sorten West Canada Select und WTI niedergeschlagen, wobei sich der Rabatt für WTI von 20 US-Dollar/Barrel Anfang April auf zwischenzeitlich nur noch 3 Dollar eingeengt hatte. Zuletzt wurde die Kanada-Sorte mit einem Abschlag von 8 Dollar/Barrel zu WTI gehandelt.

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