Die US-Notenbank bekräftigt ihr Niedrigzinsversprechen und reduziert ihre Anleihekäufe im Rahmen der quantitativen Lockerung ("Quantitative Easing", QE) weiter. Das monatliche Gesamtvolumen der Wertpapierkäufe werde um 10 Milliarden auf 15 Milliarden Dollar reduziert, teilte die Federal Reserve nach der Sitzung des Offenmarktausschusses am Abend mit. Künftig werden Staatsanleihen im Volumen von 10 Milliarden Dollar pro Monat und Hypothekenanleihen im Volumen von 5 Milliarden Dollar pro Monat erworben. Der Leitzins bleibt in einer Spanne von null bis 0,25%.

    Das Quantitative-Easing-Programm dürfte bereits bei der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses Ende Oktober komplett eingestellt werden, wie die Fed nun erneut erläuterte. Die Mittel aus auslaufenden Wertpapieren sollen aber weiterhin reinvestiert werden.

    Die US-Notenbank bekräftigt ihr Niedrigzinsversprechen. Die niedrigen Leitzinsen bleiben voraussichtlich für einen erheblichen Zeitraum nach dem Ende der Anleihekäufe angemessen, erläuterte die Fed. Vor dem Zinsentscheid war spekuliert worden, dass die Fed ihre Formulierung des "erheblichen Zeitraums" streichen könnte. Auch nachdem bei der Inflationsrate und der Arbeitslosenquote Niveaus erreicht sind, die mit den längerfristigen Fed-Zielen in Übereinstimmung stehen, könnte es laut Fed angemessen sein, die Leitzinsen unter dem längerfristig üblichen Niveau zu belassen. Die Märkte erwarten die erste Leitzinserhöhung für die Mitte des kommenden Jahres. Bei ihrer ersten Pressekonferenz als Fed-Präsidentin hatte Janet Yellen angedeutet, dass mit dem "erheblichen Zeitraum" ungefähr sechs Monate gemeint sein könnten.

    Die Federal Reserve sieht weiterhin eine moderate wirtschaftliche Erholung und eine Unterauslastung der Ressourcen auf dem Arbeitsmarkt.

    Die Federal Reserve einigte sich auch auf generelle Prinzipien einer Normalisierung der Geldpolitik. So soll die Bilanzsumme der Fed in einer schrittweisen und vorhersehbaren Art und Weise reduziert werden. Dies soll insbesondere durch die Reinvestition der Mittel aus auslaufenden Wertpapieren in der Fed-Bilanz erreicht werden. Ein Verkauf der im Rahmen von QE erworbenen Hypothekenpapiere sei aktuell nicht geplant, könnte in begrenztem Umfang aber längerfristig angemessen sein, wobei die Fed vorzeitig über entsprechende Schritte informieren will. Während der Normalisierung der Geldpolitik sollen die Leitzinsen, die von der Fed nur indirekt kontrolliert werden, vor allem durch die Zinsen beeinflusst werden, die die Fed für die Überschussreserven der Banken bezahlt. Andere Instrumente wie umgekehrte Repo-Geschäfte sollen unterstützend eingesetzt werden. Längerfristig will die Fed nur noch so viele Wertpapiere in ihrer Bilanz belassen, wie es für ein normales Funktionieren der Geldpolitik notwendig sei.

    Die geldpolitischen Entscheidungen wurden mit zwei Gegenstimmen getroffen.

    Die folgende Grafik aus den offiziellen Fed-Prognosen zeigt, welchen Leitzins die einzelnen FOMC-Mitgliedern jeweils zum Ende der angegebenen Jahre für angemessen halten.

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    Die Pressekonferenz mit Fed-Präsidentin Janet Yellen beginnt um 20.30 Uhr MESZ. Klicken Sie hier, um die Aussagen live auf der Echtzeitnachrichtenplattform Jandaya zu verfolgen.