Die US-Notenbank belässt den Leitzins wie erwartet weiter auf dem Rekordtief von null bis 0,25 Prozent. Dies teilte der Offenmarktausschuss der Federal Reserve im Anschluss an seine zweitägige Sitzung am Mittwoch mit. Die Entscheidung zur Beibehaltung der lockeren Geldpolitik wurde einstimmig getroffen. Seit Ende 2008 liegt der Leitzins in den USA auf dem historischen Rekordtief.

    Das Statement der US-Notenbank enthält keinen konkreten Hinweis auf eine baldige Zinserhöhung. Es werde angemessen sein, den Leitzins zu erhöhen, wenn es eine "gewisse weitere Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt" gegeben habe und der Offenmarktausschuss "recht sicher" sein könne, dass sich die Inflationsrate mittelfristig wieder in Richtung des Ziels von zwei Prozent bewege, erläutert die Fed in ihrem Statement. Damit wurden bisherige Aussagen weitgehend wiederholt. Allerdings wurde die Bedingung einer "weiteren Verbesserung" auf dem Arbeitsmarkt durch die neue Formulierung einer "gewissen weiteren Verbesserung" leicht abgeschwächt.

    Die Wirtschaft erholt sich nach Einschätzung der Fed weiter moderat, während sich die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt weiter verbessern. Im Detail wird die wirtschaftliche Lage etwas besser beurteilt als zuvor. So heißt es nun, dass der Leerlauf am Arbeitsmarkt zurückgegangen sei. Bisher hatte es geheißen, der Leerlauf sei "etwas zurückgegangen". Der Stellenaufbau wird erstmals als "solide" beurteilt. Auch auf dem Immobilienmarkt sieht die Fed Verbesserungen.

    Im Anschluss an den heutigen Zinsentscheid findet keine Pressekonferenz statt.

    Bisher war im Konsens erwartet worden, dass die US-Notenbank im September zum ersten Mal seit der Finanzkrise den Leitzins wieder anhebt. Die Wahrscheinlichkeit für eine Erhöhung im September hat sich zuletzt aber verringert. Fed-Präsidentin Janet Yellen hat bereits betont, dass der Leitzins voraussichtlich im laufenden Jahr angehoben wird, wenn sich die Wirtschaft wie erwartet weiter erholt.