Fed-Chef Powell will immer noch nicht mit Überlegungen über das Nachdenken über den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik beginnen. Einige seiner Kollegen sehen das anders. Der Präsident der regionalen Notenbank von St. Louis James Bullard sagte bereits vor einem Monat, dass das Erreichen von Herdenimmunität eine Verringerung der Wertpapierkäufe erlauben würde. Die USA dürften Herdenimmunität innerhalb der nächsten zwei Monate erreichen. Der Präsident der Notenbank von Dallas, Robert Kaplan, wagt sich ebenfalls aus der Deckung und meint, dass man nun über eine Reduktion der Käufe reden sollte. Es deutet sich an, dass Powell zunehmend Rückendeckung verliert. Marktteilnehmer haben der Notenbank bisher nicht geglaubt, dass sie ihre Politik tatsächlich für lange Zeit nicht verändern wird. Wenn nun mehr und mehr Notenbanker über den Ausstieg nachdenken, wird sich das kaum ändern.

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