Die US-Notenbank Fed hat am Donnerstag eine Ausweitung ihrer Programme zur Unterstützung der Wirtschaft angekündigt und will 2,3 Billionen Dollar über verschiedene Kreditprogramme in die Wirtschaft pumpen. Die Fed will damit vor allem mittelständische Unternehmen sowie die Gemeinden und Bundesstaaten finanziell unterstützen. "Diese Mittel werden Haushalten und Arbeitgebern aller Größenordnungen helfen und die Fähigkeit staatlicher und lokaler Regierungen stärken, während der Coronavirus-Pandemie wichtige Dienstleistungen zu erbringen", erläuterte die Notenbank.

Die Fed hatte die Maßnahmen bereits zuvor angedeutet. Konkret kündigte die Fed die folgenden Maßnahmen an:

  • Banken können ihre im Rahmen des "Small Business Administration's Paycheck Protection Program (PPP)" vergebenen Kredite an kleine Unternehmen bei der Fed als Sicherheit hinterlegen und erhalten dafür zusätzliche Liquidität.
  • Die Fed kauft Kredite an kleine und mittlere Unternehmen im Volumen von 600 Milliarden Dollar im Rahmen des "Main Street Lending Program" auf. Das Main Street Lending Program wird die Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen verbessern, die vor der Krise eine gute finanzielle Situation hatten, indem Unternehmen mit bis zu 10.000 Beschäftigten oder mit einem Umsatz von weniger als 2,5 Milliarden US-Dollar vierjährige Kredite angeboten werden. Kapital- und Zinszahlungen werden um ein Jahr zurückgestellt.
  • Drei weitere Kreditprogramme werden auf ein Volumen von 850 Milliarden Dollar ausgeweitet.
  • Über eine "Municipal Liquidity Facility" sollen den Gemeinden und Bundesstaaten insgesamt 500 Milliarden Dollar bereitgestellt werden.

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Wie ebenfalls um 14.30 Uhr veröffentlicht wurde, haben in der vergangenen Woche rund 6,6 Millionen US-Amerikaner ihre Arbeit verloren. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die eine Beobachtung des Arbeitsmarktes beinahe in Echtzeit erlauben, lagen damit ungefähr auf dem Niveau der Vorwoche. In der Vorwoche hatten die Erstanträge nach revidierten Angaben bei 6,9 Millionen gelegen. Die Folgeanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen von revidiert 3,059 Millionen in der Vorwoche auf 7,455 Millionen.

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