• Deutsche Bank denkt über Umwandlung in Holding nach
  • Webadressen bei Apple verraten neue iPhone-Namen
  • T-Mobile/Sprint-Fusion verzögert sich
  • Euro-Industrie drosselt Produktion deutlich
  • US-Erzeugerpreise steigen schwächer als angenommen
  • US-Ostküste trifft Vorbereitungen für „Florence“
  • IWF-Chefin Lagarde warnt vor Brandherd
  • Frankreich erwartet höheres Defizit
  • Schwacher Börsenstart für Tesla-Rivalen NIO
  • Boeing schließt wegen Hurrikan "Florence" Werk in South Carolina
  • DE: Im ersten Halbjahr weniger Unternehmensinsolvenzen
  • Streik deutscher Ryanair-Mitarbeiter hat begonnen

DAX

  • Die Anleger am deutschen Aktienmarkt können sich weiter nicht für eine klare Richtung entscheiden. Am Mittwoch konnte der DAX im Hoch auf knapp 12.050 Zähler klettern, das Niveau aber nicht halten. Nachdem das Börsenbarometer am Nachmittag wieder ins Minus rutschte, ging es kurz vor Xetra-Schluss zusammen mit den US-Märkten wieder steil nach oben. Grund dafür war ein Bericht des "Wall Street Journals", wonach die USA im Handelsstreit mit China eine neue Gesprächsrunde anbieten. Nach dem Xetra-Handelsende rutschte der DAX allerdings in den Indikationen erneut unter 12.000 Punkte.

Chartanalysen des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Die Deutsche Bank denkt über eine Umwandlung des Konzerns in eine Holding mit drei darunter angesiedelten Säulen nach, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Die Holding würde über den drei derzeitigen Geschäftsbereichen (Firmenkunden- und Investmentbank, Privatkundenbank und Vermögensverwaltung) stehen. Das Thema soll auch beim jährlichen Strategietreffen von Vorstand und Aufsichtsrat am Freitag und Samstag eine Rolle spielen, Entscheidungen stehen aber noch nicht an. Durch die neue Holdingstruktur könnten Fusionen und Übernahmen sowie der mögliche Verkauf einzelner Geschäftsbereiche erleichtert werden.
  • Auch wenn sich Apple wie immer bedeckt hält - bei der um 19.00 Uhr (MESZ) beginnenden Show am Firmensitz in Cupertino dürfte CEO Tim Cook mindestens drei neue iPhones vorstellen. Laut Berichten von Medien und Analysten sollen die neuen Modelle das Design des iPhone X aus dem vergangenen Jahr bekommen. Das Blog "Allthings.how" entdeckte in de Codes der Apple-Website vorbereitete Adressen für Geräte mit den Namen iPhone XS und XS Max für die größere Version des Geräts. In den Webadressen fand sich auch eine Bestätigung dafür, dass die Computer-Uhr Apple Watch mit größeren Displays von 40 und 44 Millimetern ausgestattet wird - und dass das günstigere Modell als Nachfolger des iPhone 8 den Namen iPhone XR bekommen soll. Mittlerweile wurden die Code-Fragemente entfernt
  • Die geplante Übernahme von Sprint könnte sich für T-Mobile US verzögern. Die US-Telekomaufsicht FCC benötigt mehr Zeit für die Prüfung der Netzzusammenlegung, wie sie den beiden Unternehmen mitteilte. Anfang September eingereichte Unterlagen zu den Netzen seien weitaus komplexer als was die Behörde bisher dazu in den Akten habe, hieß es.
  • Wells Fargo traut den Aktien von Amazon noch einiges zu. Grund für den Optimismus sind Pläne der Online-Händlers. Nach Einschätzung der Experten wird Amazon in diesem Jahr zum weltgrößten Bekleidungshändler aufsteigen.
  • Wie "Elektrek" berichtet, soll Tesla kürzlich Vorbesteller aus den USA und Kanada per E-Mail kontaktiert haben und in dem Schreiben darauf hingewiesen worden sein, dass Tesla Model 3-Varianten mit Heckantrieb lagernd habe und ihre Vorbestellung damit deutlich früher als erwartet ausgeliefert werden könnte.
  • Nicht nur am Aktienmarkt, auch am Anleihenmarkt bekommt Tesla infolge des anhaltend negativen Newsflow Probleme. Eine Unternehmensanleihe mit Laufzeit bis 2025 ist innerhalb der letzten sechs Monate von 95 auf zwischenzeitlich 83 Cent gesunken - ein Minus von 12,6 %.
  • Die Marke VW Pkw hat im August weltweit 513.300 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert, das entspricht einer Steigerung von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und ist ein neuer Spitzenwert für den Monat August, wie das Unternehmen am Mittwoch in Wolfsburg mitteilte. Von Januar bis August wurden insgesamt 4.137.900 Fahrzeuge ausgeliefert. Dies entspricht einer Steigerung um 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. „Wir haben neue Auslieferungsrekorde für den Einzelmonat August und den Zeitraum Januar bis August erzielt“, sagte VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann. „Im September werden wir durch die WLTP-Umstellung aber deutlich weniger Fahrzeuge in Europa ausliefern können. Auch der Start in den Oktober wird noch verhalten ausfallen“.
  • VW-Konzernchef Herbert Diess befürchtet höhere Kosten für die E-Auto-Offensive. „Wir brauchen höhere Gewinne, um unsere Zukunft finanzieren zu können", sagte er in einem gemeinsamen Interview mit Betriebsratschef Bernd Osterloh. Dies geht aus dem VW-Mitarbeitermagazin "Inside" hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag. „Zumal wir gesehen haben, dass einige unserer Wettbewerber noch größere Fortschritte gemacht haben", betonte Diess.
  • Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine will seine Aktivitäten im Bereich 3D-Druck ausweiten. Gerade erst ist die Produktion eines Forschungszentrums für 3D-Druck mit Metallpulver in Düsseldorf gestartet. Gefertigt werden hier etwa spezielle Bauteile für die Luftfahrtindustrie oder für die Medizintechnik wie etwa individualisierte Hüftgelenke.
  • Der Pharmakonzern Bayer muss auf dem Beipackzettel für sein rezeptfreies Magenmittel Iberogast künftig auch vor sehr seltenen, aber schwerwiegenden Leberschäden warnen. Das Unternehmen habe zugesichert, die angeordneten Änderungen innerhalb von vier Wochen umzusetzen, teilte das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mit.
  • Der staatliche französische Bahnbetreiber SNCF will autonome Züge entwicklen. Bis 2023 sollen Prototypen für Regional- und Frachtzüge vorgestellt werden, die ohne Lokführer fahren können. Diese selbstfahrenden Züge sollen dann von 2025 an im normalen Verkehr eingesetzt werden. Für TGV-Hochgeschwindigkeitszüge sollen zunächst nur Beschleunigung und Bremsvorgang automatisiert werden, es bliebe aber ein Lokführer an Bord.
  • Arcelormittal hat das Gebot für die hoch verschuldete indische Essar auf umgerechnet 5,8 Mrd. Dollar angehoben. Das berichtete Bloomberg unter Bezug auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Zuvor habe das Gebot bei 4,7 Mrd. Dollar gelegen.
  • Die Schweizer Großbank UBS befürchtet negative Auswirkungen des Handelsstreits zwischen den USA und China auf die Finanzmärkte. Vor allem asiatische Investoren seien beunruhigt, sagte UBS-Vermögensverwaltungs-Co-Chef Martin Blessing in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Der chinesische Aktienmarkt habe dieses Jahr ziemlich verloren. Längerfristig könne der Handelsstreit zu weiteren geopolitischen Spannungen führen und die Weltwirtschaft bremsen.
  • Der IPO des chinesischen Elektroautobauers NIO wird von den Problemen des Hauptrivalen Tesla ausgebremst. Der Ausgabepreis der NIO-Aktien wurde mit 6,25 Dollar am unteren Ende der bis 8,25 Dollar reichenden Spanne festgelegt, so Reuters. Damit wird das Unternehmen, das am Mittwoch sein Debüt auf das New Yorker Börsenparket hinlegt, insgesamt mit lediglich 6,4 mrd. US-Dollar bewertet.
  • Der Flugzeugbauer Boeing schließt als Vorsichtsmaßnahme vorübergehend sein Werk im US-Bundesstaat South Carolina. Dort wird der Großraumjet 787 produziert. Laut einer Konzernsprecherin sind mehrere der Dreamliner-Maschinen aus der Fabrik in das Werk in Everett im Bundesstaat Washington geflogen worden. Dann sollten die Beschäftigten evakuiert werden.
  • Mitarbeiter der Billig-Airline Ryanair in Deutschland haben in der Nacht zum Mittwoch einen 24-stündigen Arbeitsausstand begonnen. Das Flugpersonal folgte einem Aufruf der Gewerkschaften Vereinigung Cockpit (VC) und Verdi. Der Streik soll bis Donnerstag um 02.59 Uhr dauern.
  • Der Windkraftanlagenbauer Nordex hat mehrere Großaufträge aus Südafrika mit einer Nennleistung von über 250 Megawatt und Lieferung von insgesamt 80 Turbinen der Baureihe AW125/3150 für die Projekte "Garob" und "Copperton" erhalten.
  • Der spanische Textilkonzern Inditex (Zara) hat in den ersten sechs Monaten den Gewinn erhöht und rechnet in der zweiten Jahreshälfte mit einem beschleunigten flächenbereinigten Umsatzwachstum. Der Umsatz erhöhte sich leicht auf 12,03 Milliarden Euro. Das flächenbereinigte Umsatzwachstum lag bei rund vier Prozent. Der Nettogewinn stieg um drei Prozent auf 1,41 Mrd. Euro.

Konjunktur & Politik

  • Die USA haben China im Handelsstreit eine neue Gesprächsrunde vorgeschlagen, wie das "Wall Street Journal" berichtet. Peking solle damit die Gelegenheit gegeben werden, die geplanten neuen US-Strafzölle noch abzuwenden. Hohe US-Regierungsbeamte unter Führung von Finanzminister Steve Mnuchin hätten eine entsprechende Einladung zu einem erneuten bilateralen Treffen an den chinesischen Vizepräsidenten Liu He geschickt, heißt es.
  • In den USA sind die Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche stärker als erwartet gesunken. Im Vergleich zur Vorwoche wurde ein Rückgang um 5,3 Millionen auf 396,2 Millionen Barrel verzeichnet, wie das US-Energieministerium am Mittwoch mitteilte. Erwartet wurde nur ein Rückgang um 2,0 Millionen Barrel. Die inoffiziellen API-Daten vom Vorabend hatten einen deutlich stärkeren Rückgang um 8,6 Millionen Barrel ausgewiesen. Die US-Ölproduktion ging den offiziellen Daten zufolge in der vergangenen Woche um 0,1 auf 10,9 Millionen Barrel pro Tag zurück.
  • Die US-Erzeugerpreise sind im August um 2,8 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat gestiegen, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Analysten hatten eine Rate von 3,2 Prozent erwartet. Im Vormonat waren die Preise um 3,3 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat fielen die Erzeugerpreise um 0,1 Prozent. Hier wurde ein Anstieg um 0,2 Prozent erwartet.
  • Die Industrieproduktion in der Eurozone ist im Juli überraschend deutlich um 0,8 Prozent zum Vormonat gesunken, teilte das Statistikamt Eurostat mit. Volkswirte hatten nur mit einem Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet. Besonders deutlich fiel die Produktion von Konsumgütern. Im Juni war die Produktion bereits um revidiert 0,8 Prozent tiefer ausgefallen.
  • Die italienische Industrie hat ihre Produktion im Juli nach Angaben des Statistikamts Istat vom Mittwoch deutlich heruntergefahren. Im Vergleich zum Vormonat lag das Niveau um 1,8 Prozent tiefer. Analysten hatten einen Rückgang um nur 0,3 Prozent erwartet. Der Anstieg im Vormonat wurde von 0,5 auf 0,3 Prozent korrigiert.
  • In Spanien hat sich die Inflationsrate (HVPI) auf 2,2 Prozent abgeschwächt, teilte das Statistikamt INE am Mittwoch in Madrid nach einer zweiten Schätzung mit. Die Behörde bestätigte damit wie von Analysten erwartet eine erste Erhebung.
  • IWF-Chefin Christine Lagarde hat vor den Konsequenzen des internationalen Handelskonfliktes für Schwellenländer gewarnt. Der Streit zwischen China und den USA könne einen Schock für die Wirtschaft bereits anfälliger Emerging Markets bedeuten, sagte sie. Der Handelskonflikt produziere Unsicherheit und Vertrauensverluste. Bereits jetzt seien einzelne Länder von erheblichen volkswirtschaftlichen Probleme betroffen. US-Präsident Trump hatte gedroht, China mit weiteren Sonderzöllen auf Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar zu überziehen und dann noch einmal von weiteren 267 Milliarden gesprochen.
  • Häuser werden verbarrikadiert, Notfallpläne durchgespielt, zwei Mio. Menschen an der Ostküste der USA verlassen die Küste und fliehen in Richtung Landesinnere. Wirbelsturm "Florence" soll diese Woche mehrere Küstenstaaten erreichen. Der Hurrikan war in den vergangenen Tagen zu einem Sturm der Stärke 4 angewachsen - mit Windgeschwindigkeiten bis 220 Stundenkilometer. Mit Blick auf den Hurrikan mahnte US-Präsident Donald Trump: "Geht ihm aus dem Weg. Spielt keine Spielchen mit ihm. Er ist groß." Zugleich versicherte Trump, die US-Behörden seien gerüstet für das Unwetter. "Wir werden damit fertig, wir sind bereit." Alle Vorbereitungen seien getroffen. "Aber trotzdem können schlimme Dinge passieren." Er rief dazu auf, die gefährdeten Küstengebiete zu verlassen. "Wir wollen, dass alle in Sicherheit sind."
  • Frankreich rechnet für 2019 mit einem höheren Staatsdefizit als bislang geplant. Die Regierung rechnet nun mit einem Fehlbetrag von 2,8 % der Wirtschaftsleistung, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. In einem im April veröffentlichten Finanzplan hatte Paris noch ein Minus von 2,4 % erwartet. Grund seien schwächere Wirtschaftsaussichten, hieß es.
  • In den ersten sechs Monaten ist in Deutschland die Zahl der Firmeninsolvenzen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts meldeten die deutschen Amtsgerichte im Berichtszeitraum 9.968 Unternehmensinsolvenzen. Das waren 2,5 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
  • Die Erwerbslosenquote der 25- bis 64-Jährigen insgesamt lag in Deutschland im Jahr 2017 mit 3,5 Prozent unter dem OECD-Durchschnitt von 5,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Demnach war die Erwerbslosenquote für Personen mit einem tertiären Bildungsabschluss (2,0 %) nur halb so hoch wie der OECD-Durchschnitt von 4,1 Prozent. Personen mit mittlerem Qualifikationsniveau waren in Deutschland mit einer Erwerbslosenquote von 3,3 Prozent nur in geringem Umfang von Erwerbslosigkeit betroffen. Der OECD-Durchschnitt betrug im Vergleich dazu 6,1 Prozent. Deutlich höher war dagegen die Erwerbslosenquote für Personen mit niedrigem Bildungsstand. Sowohl in Deutschland (9,2 %) als auch im OECD-Durchschnitt (10,4 %) waren 2017 rund ein Zehntel dieser Geringqualifizierten erwerbslos.
  • Die Umsätze in ausgewählten Dienstleistungsbereichen in Deutschland lagen im zweiten Quartal saisonbereinigt um 4,7 Prozent höher als im zweiten Quartal des Vorjahres, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Zahl der Beschäftigten in allen ausgewählten Dienstleistungsbereichen nahm im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,7 Prozent zu und stieg gegenüber dem Vorquartal um 0,7 Prozent. Die ausgewählten Dienstleistungsbereiche umfassen: Verkehr und Lagerei, Information und Kommunikation, Freiberufliche und technische Dienstleistungen, sowie sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (zum Beispiel Call-Center, Messe- und Kongressveranstalter).

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