Washington/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Manche Entwicklungen sind so vorhersehbar wie das Amen in der Kirche. Die mittlerweile wieder höheren Ölpreise-Notierungen heizen die US-Schieferölindustrie so richtig an. Viele Bohranlagen sind angesichts eines WTI-Preises von rund 54 US-Dollar je Bartel wieder profitabel zu betreibe, so dass suksessive neue (und alte) Anlagen (wieder) in Betrieb genommen werden.

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    Laut dem Ölfeldausrüster Baker Hughes ist die Zahl der aktiven Ölbohrungen in den USA in der letzten Woche um 9 auf 738 Rigs gestiegen. Das war laut den Rohstoffexperten der Commerzbank der stärkste Wochenanstieg seit Ende Juni. Damit wurde auch der zwischenzeitlich Rückgang der Bohraktivität in der Vorwoche wieder komplett kompensiert.

    Nach einer Formel der US-Energiebehörde EIA folgt die Bohraktivität den Ölpreisen mit einer zeitlichen Verzögerung von rund vier Monaten. „Vieles spricht somit dafür, dass der Anstieg der Bohraktivität in der letzten Woche der Beginn eines Trends war“, schreibt die Commerzbank. Die US-Schieferölproduktion soll laut EIA im November ein Rekordniveau von gut 6 Mio. Barrel pro Tag erreichen.