Frankfurt (GodmodeTrader.de) – Nach Erreichen eines Tiefs bei knapp 403 US-Cents je Scheffel zu Wochenbeginn erholt sich der Preis für US-Weizen wieder leicht und notiert am Mittwochmorgen bei rund 408 US-Cents je Scheffel. Dennoch sind die Notierungen weiterhin weit von dem im Juni erreichten Jahreshoch im Bereich von 550 US-Cents je Scheffel entfernt.

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    In den letzten Monaten hatten die Exporteure von US-Weizen von der in Menge und Qualität schwachen EU-Ernte profitiert. Das US-Landwirtschaftsministerium schätzt, dass die US-Weizenexporte 2016/17 gegenüber dem – allerdings sehr schwachen – Vorjahr um ein Viertel zulegen, wie die Analysten der Commerzbank im „TagesInfo Rohstoffe“ vom Dienstag schreiben.

    Zuletzt hätten die Exportdaten allerdings enttäuscht und die Dollar-Stärke habe den weiteren Ausblick verdunkelt. In der letzten Berichtswoche sei nur rund halb so viel Weizen aus den USA exportiert worden wie zuvor in Umfragen geschätzt worden sei, heißt es weiter.

    Die Prognoseeinheit der EU-Kommission MARS bestätigte gestern ihre Einschätzung, dass die EU-Getreideerträge 2016 unterdurchschnittlich sind. Nochmals gesenkt hat sie dabei den Weichweizenertrag, der zehn Prozent unter Vorjahr und 3,6 Prozent unter dem Fünfjahresdurchschnitt liegt“, so die Commerzbank-Analysten.