• Dow Jones - Kürzel: DJIA - ISIN: US2605661048
    Börse: NYSE / Kursstand: 16.272,01 Punkte

Seattle (GodmodeTrader.de) - In seinem aktuellen Ausblick für das vierte Quartal fasst das globale Anlageteam von Russell Investments seine wirtschaftlichen Erkenntnisse und Marktprognosen zusammen, auf denen die Anlageentscheidungen von Russell Investments für die Multi-Asset-Portfolios und andere Anlageprodukte basieren. Demnach werde der Ausblick von Unsicherheiten rund um China und die Aussicht auf eine Kursstraffung der Fed dominiert. Dadurch schienen die Märkte Schwierigkeiten zu haben, eine eindeutige Orientierung zu finden, heißt es in dem Marktkommentar. Die Investmentstrategen von Russell betonen die Wichtigkeit, bloße Störfaktoren von richtungsweisenden Marktsignalen zu unterscheiden.

Im August habe erreichte die Volatilität das höchste Niveau seit vier Jahren erreicht: Der Volatilitätsindex (VIX) sei auf einen Wert von 40 geklettert, während die Märkte weltweit eingebrochen seien. Unter anderem habe es einen zehnprozentigen Abfall des US-Marktes und einen etwa fünfzehnprozentigen in UK, Europa, Australien und Japan gegeben, heißt es weiter. Dennoch schätzen die AnlageInvestmentstrategen die US-Wirtschaft als stark ein und glauben nicht, dass China die globale Wirtschaft entgleisen lässt.

„Die wesentliche Frage für Investoren ist nun, ob diese Marktturbulenzen einfach einen Rückgang des Überangebots an Kaufpositionen oder den Anfang eines neuen Bärenmarktes darstellen. Wir glauben Ersteres“, meint Andrew Pease, Global Head of Investment Strategy bei Russell. „Das US-Haushaltswachstum ist wieder auf dem richtigen Weg und wir erwarten in naher Zukunft keine Rezession. Das vorweg genommen, geben wir den Märkten der Eurozone, gefolgt von Japan, weiterhin den Vorzug. Bei der Einschätzung der Aktienmärkte in den USA und UK bleiben wir vorsichtig.“

Die Investmentstrategen glauben weiterhin, dass die Fed im Dezember beginnen wird, den Leitzins schrittweise zu erhöhen. Die Geschwindigkeit der Zinserhöhungen halten sie dabei für wichtiger als den genauen Zeitpunkt der erstmaligen Erhöhung. Die US-Wirtschaft ist ihrer Meinung nach ausreichend groß und stark, um von Abwärtsrisiken aus dem Ausland unbeeinflusst zu bleiben. Das Wachstum des US-Bruttoinlandsprodukts (GDP) wird sich vorrausichtlich weiterhin zwischen 2,0 Prozent und 2,5 Prozent bewegen, während für die zehnjährigen Bundesanleihen eine Rendite von 2,8 Prozent in den nächsten zwölf Monaten erwartet wird. Dennoch müssen die folgenden zwei Kernpunkte laufend beobachtet werden: Mit welchem Ausmaß sich die Volatilität der Anlagepreise auf die Realwirtschaft auswirkt und wie stabil die US-Gewinne sind.

„Angesichts des zunehmenden Lohndrucks, des anziehenden Arbeitsmarkts und Verfalls der Umsatzmargen, erwarten wir, dass die Wirtschaft der USA in den nächsten zwölf Monaten langsamer wachsen wird“, meint Investmentstratege Paul Eitelmann. „In global aufgestellten Portfolios bevorzugen wir aktuell eine Untergewichtung US-amerikanischer Titel, da diese trotz des derzeitigen Ausverkaufs noch immer überbewertet sind.“