Wie allgemein erwartet, erwies sich Sitzung der U.S. Notenbank im Juli als Non-Event. Zu Recht, denn die Fed befindet sich in einer sehr komfortablen Position. Die Märkte haben verstanden, dass der geldpolitische Kurs akkommodierend bleiben wird, um die eben begonnene Erholung nach Kräften zu unterstützen. Auch ist es nicht an der Zeit, die Märkte mit kryptischen Hinweisen zu verwirren, wann und wie die Geldpolitik sich ändern wird. Wir haben sehr wohl verstanden, dass solide finanzielle Rahmenbedingungen von höchster Bedeutung sind und dass die Fed das Tempo ihrer Ankäufe anpassen wird, sollten sich weitere Risiken abzeichnen.

Vorsitzender Powell blieb auch während der Pressekonferenz auf Kurs. Während man erste Anzeichen steigender volkswirtschaftlicher Aktivität wahrnehme, bleibt der Ausblick „außergewöhnlich unsicher“. Der Verlauf der Pandemie bestimmt das Tempo der wirtschaftlichen Erholung. Zu guter Letzt noch der fast schon obligatorische Verweis auf die wichtige Rolle fiskalischer Maßnahmen. Wir stimmen zu, hier spielt derzeit die Musik - eine weitere Feinabstimmung der Geldpolitik kann später erfolgen, höchstwahrscheinlich dann im September.