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London (GodmodeTrader.de) - Angesichts der jüngsten Umfrageergebnisse sieht das wahrscheinlichste Szenario der US-Zwischenwahlen so aus, als würden die Demokraten die Kontrolle über den Kongress erlangen und der Senat bei den Republikanern bleiben. Die Märkte sind infolge der letzten Ereignisse skeptisch gegenüber Umfragen geworden, aber die Zahlen scheinen in diesem Fall eindeutig zu sein, wie Talib Sheikh, Fondsmanager des Jupiter Flexible Income SICAV bei Jupiter Asset Management, in einem aktuellen Kommentar zu den US-Zwischenwahlen am 6. November 2018 schreibt.

Entsprechend des oben beschriebenen sehr wahrscheinlichen Szenarios sei die Aussicht auf weitere Steuersenkungen gesunken, während die laufenden Steuerermäßigungen vorübergehend beibehalten würden. Es werde jedoch erwartet, dass die Infrastrukturausgaben parteiübergreifend unterstützt würden. Das BIP in den USA könnte so um 0,2 Prozent steigen, was vermutlich durch ein erhöhtes Staatsdefizit finanziert werde, heißt es weiter.

„Wenn es den Republikanern gelingen würde, die Kontrolle über beide Häuser zu behalten, wäre dies angesichts der Aussichten auf weitere Lockerungsmaßnahmen und Infrastrukturausgaben sehr positiv für Risikoaktiva. Auf der anderen Seite würde es jedoch das Risiko steigender US-Renditen angesichts der Höhe des Defizits und der aktuellen Inflationsdynamik erhöhen“, so Sheikh.

Hinsichtlich der Positionierung im Fonds präferiere man weiterhin gewisse in den USA ansässige Vermögenswerte, wie Hochzinsanleihen, da man wenig Gelegenheit für ein kurzfristiges Rezessionsszenario sehe. Die Aktiengewichtung sei moderat und man bleibe in diesem Teil des Portfolios taktisch, strebe aber eine Wiederaufnahme der Aktienpositionen insbesondere in den USA an, heißt es weiter.

„In Bezug auf die europäische Region sind wir auch weiterhin vorsichtig und überzeugt, dass die US-Wirtschaft und der US-Dollar in den meisten mittelfristigen Szenarien immer noch besser abschneiden dürften als der Rest der Welt. Die derzeitigen Liquiditätsengpässe dürften weiterhin die europäischen Vermögenswerte belasten. Aktien aus Schwellenländern haben stärker abgewertet. Doch angesichts der oben genannten Dynamik halten wir es für das Beste, auf einen günstigeren Zeitpunkt für einen dortigen Einstieg zu warten", so Sheikh.