1. Die Auftragseingänge für langlebige Güter haben im November lediglich um 0,1 % gegenüber dem Vormonat zugelegt. Sowohl die von Blomberg befragten Analysten als auch wir hatten mit einem deutlich stärkeren Anstieg gerechnet (Bloomberg-Median: 2,0 %; DekaBank: 2,5 %). Insbesondere der Bereich Verteidigung verzeichnete einen starken Rückgang um 24,3 % gegenüber dem Vormonat. In der Abgrenzung ohne Verteidigung führte dies zu einem Plus von immerhin 1,2 %. Rechnet man den Bereich Transport aus der Statistik heraus, errechnet sich mit -0,7 % mom ein monatlicher Rückgang (Bloomberg-Median: 0,5 %).

2. Die einzelnen Teilbereiche entwickelten sich recht uneinheitlich. Der Bereich Transport verzeichnete ein Plus von 1,9 % gegenüber dem Vormonat. Zwar hatte Boeing hohe Auftragseingänge für zivile Flugzeuge gemeldet, doch dem standen spürbare Rückgänge bei militärisch genutzten Flugzeugen und bei Schiffen entgegen, sodass insgesamt nur das schwache Plus resultierte. Bei den elektrischen Ausrüstungen war eben falls ein Zuwachs von 1,7 % zu verbuchen. Dagegen waren die Neuaufträge für Maschinen sowie für Computer und Elektronik mit -2,0 % bzw. -1,2 % rückläufig.

3. In der Tat signalisieren die heutigen Daten zu den Auftragseingängen wie auch zu den Auslieferungen, dass die Investitionstätigkeit im vierten Quartal nicht mehr ganz so dynamisch war wie zuvor. Die Monate Oktober und November brachten für die Auftragseingänge für Investitionsgüter (ohne Verteidigung und Flugzeugbau) einen Rückgang um 2,2 % im Vergleich zum Durchschnitt des dritten Quartals. Die Auslieferungen für diese Teilabgrenzung, die für die Investitionstätigkeit sehr aussagekräftig ist, stiegen in diesem Zeitraum immerhin noch um 0,7 %. Damit ist weiterhin zu konstatieren, dass die US-Unternehmen angesichts der Kreditkrise und der damit einhergehenden Verteuerung von Krediten ein bemerkenswert robustes Investitionsverhalten an den Tag legen.

4. Das vom Conference Board ermittelte Verbrauchervertrauen ist im Dezember überraschend von nach oben revidierten 87,8 auf 88,6 Punkte gestiegen (Bloomberg-Median: 86,5 Punkte; DekaBank: 86,0 Punkte). Die Erwartungskomponente stieg um 6,4 Punkte, während die Lagekomponente um 7,4 Punkte zurückging.

5. Es scheint, als ob sich die Angst der US-Verbraucher vor einer stärkeren wirtschaftlichen Abschwächung derzeit wieder verflüchtigt. Denn dass die Erwartungskomponente angestiegen ist, liegt daran, dass sowohl die Erwartungen bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung als auch der Arbeitsmarktentwicklung spürbar optimistischer sind. Zugleich äußerten in den zusätzlichen Teilfragen deutlich mehr Haushalte als im Vormonat den Wunsch, sich ein Auto anzuschaffen. Lediglich die Anschaffungsneigung für Häuser ist weiterhin auf einem sehr niedrigen Stand.

6. Die letzten beiden wichtigen Indikatoren, die in diesem Jahr veröffentlicht wurden, bestätigen uns in der Erwartung, dass die US-Wirtschaft die Kreditkrise mit einem blauen Auge überstehen wird, ohne in eine Rezession abzugleiten.

Quelle: DekaBank

Die DekaBank ist im Jahr 1999 aus der Fusion von Deutsche Girozentrale - Deutsche Kommunalbank- und DekaBank GmbH hervorgegangen. Die Gesellschaft ist als Zentralinstitut der deutschen Sparkassenorganisation im Investmentfondsgeschäft aktiv. Mit einem Fondsvolumen von mehr als 135 Mrd. Euro und über fünf Millionen betreuten Depots gehört die DekaBank zu den größten Finanzdienstleistern Deutschlands. Im Publikumsfondsgeschäft hält der DekaBank-Konzern einen Marktanteil von etwa 20 Prozent.