• Lindner wirbt wegen Inflation für Kurs der FDP
    • US-Wirtschaft wächst noch kräftiger
    • Inflationsrate erstmals seit 1993 über Vier-Prozent-Marke
    • DE: Lage auf dem Arbeitsmarkt entspannt sich weiter
    • USA: Kongress will Regierungsstillstand abwenden
    • Chinas Industrie schrumpft
    • US-Luftfahrtbehörde erlaubt wieder Starts ins All
    • Verbände warnen vor Zusammenbruch der Lieferketten
    • ifo: Materialmangel auf dem Bau entspannt sich

    Markt

    • Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners macht im DAX derzeit einen „erbitterten Kampf zwischen Bullen und Bären" aus. Noch sei vollkommen offen, wer sich am Ende durchsetzen werde. Heute haben jedenfalls die Bären das Zepter in die Hand genommen. Zunächst sah es im frühen Handel nach weiteren Kursgewinnen aus, dann aber drehte der Index ins Minus, am Nachmittag ließen die Kräfte weiter nach. In den Feierabend verabschiedete sich der Leitindex um 0,68 Prozent tiefer bei 15.260 Zählern. Sorgen um eine anziehende Inflation bei gleichzeitig nachlassendem Konjunkturaufschwung lassen die Anleger Vorsicht walten. In Deutschland hatte die Teuerung im September erstmals seit knapp 28 Jahren wieder die Vier-Prozent-Marke überschritten. Damit gewinnen die Spekulationen neue Nahrung, dass nach der Fed nun auch die EZB eine baldige Wende in der lockeren Geldpolitik einläuten könnte.
    • Der Euro hat am Mittwoch weiter nachgegeben und ist auf den tiefsten Stand seit fast einem Jahr gefallen. Im Tief kostete die Gemeinschaftswährung 1,1655 Dollar und damit so wenig wie letztmalig im November 2020. Die Unterschiede in der geldpolitischen Ausrichtung der EZB und der US-Notenbank Fed schwächen den Euro und stärken im Gegenzug den Greenback. Während die Fed eine geldpolitische Wende signalisiert, zeigt die EZB bisher keine solche Vorgehensweise.
    • Aus Furcht vor Angebotsengpässen decken sich Anleger mit Baumwolle ein. Der US-Terminkontrakt ist mit rund 105 US-Cent je Pfund so teuer wie zuletzt vor zehn Jahren. „Die Preisrally wird unterstützt durch Wetterkapriolen in den US-Anbaugebieten und eine robuste Nachfrage aus China", sagt Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Auf dem Büromietmarkt spüren Anbieter von Co-Working-Räumen die Pandemie noch immer deutlich. In der Kategorie „Flexible Office Space brach die Flächennachfrage während Corona massiv ein, wie laut Reuters aus einer aktuellen Statistik der Beratungsfirma JLL hervorgeht. Das Minus betrug demnach in den Monaten vom zweiten Quartal 2020 bis einschließlich zweites Quartal 2021 aufs Jahr hochgerechnet 83 Prozent verglichen mit dem Mittel der Jahre 2017 bis 2019. Auf dem deutschen Büromietmarkt insgesamt wurde ein Rückgang von etwa 36 Prozent verzeichnet.
    • Der US-Pharmakonzern Merck & Co will sich den Arzneimittelhersteller Acceleron für rund 11,5 Mrd. Dollar einverleiben. Je Acceleron-Aktie bietet Merck & Co 180 Dollar an, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Mit dem Zukauf würde sich der Konzern den Zugriff auf ein vielversprechendes neuartiges Medikament gegen Lungenhochdruck (PAH) sichern. Der Abschluss des Deals wird für das vierte Quartal erwartet.
    • Die schwedische Cloud-Kommunikationsfirma Sinch übernimmt den US-Email-Plattform-Anbieter Pathwire für 1,9 Mrd. Dollar. Der Kaufpreis werde in bar und Aktien bezahlt, teilte Sinch mit.
    • Der Haarshampoo-Hersteller Olaplex aus Santa Barbara, Kalifornien, wird bei seinem IPO an der Nasdaq mit 13,6 Mrd. Dollar bewertet. Das Unternehmen, das dem Finanzinvestor Advent gehört, gibt seine Aktien zum Preis von 21 Dollar aus - oberhalb der von 17 bis 19 Dollar reichenden Spanne. Die Emission wurde wegen der hohen Nachfrage noch aufgestockt.
    • Facebook droht einem Medienbericht zufolge in Russland eine Geldstrafe. Weil das Netzwerk wiederholt Inhalte nicht gelöscht habe, die Moskau für illegal hält, könnte Russland versuchen, eine Geldstrafe von bis zu zehn Prozent des lokal erzielten Jahresumsatzes zu verhängen, berichtete die Wedomosti.
    • Der US-Einzelhändler für alles rund ums Eigenheim, Bed Bath & Beyond, meldete schlechtere Zahlen als erwartet und hat im zweiten Quartal einen Verlust von 0,72 Dollar je Aktie eingefahren. Der Umsatz fiel um 26,2 Prozent auf 1,99 Mrd. Dollar. Auch für das dritte Quartal gibt das Unternehmen einen schwachen Ausblick aus, der unter dem Wall Street-Konsens liegt.
    • In dem Eisenacher Opel-Werk stehen ab kommender Woche die Bänder still. Die globale Automobilindustrie befinde sich aufgrund der anhaltenden Pandemie und dem weltweiten Mangel an Halbleitern in einer Ausnahmesituation, sagte ein Sprecher des Mutterkonzerns Stellantis. Das führe zu Anpassungen in der Produktion. In Eisenach, wo der Grandland gebaut werden, werden die rund 1.300 Mitarbeiter bis Jahresende in Kurzarbeit geschickt.
    • Bei der VW-Lastwagentochter Traton scheidet der bisherige Chef Matthias Gründler noch in dieser Woche vorzeitig aus und wird durch den bisherigen Lenker des schwedischen Lkw-Bauers Scania, Christian Levin, ersetzt. Traton-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch erklärte, Levin sei eine starke Führungskraft. „Er hat meine volle Unterstützung, den Weg zu stärkerer Rentabilität und Wachstum zu gestalten."
    • Die französische Supermarktkette Carrefour führt einem Bericht von "Le Monde" Gespräche mit der Eignerfamilie des Konkurrenten Auchan über mögliche Konsolidierungen. Beide Unternehmen wie auch das Finanzministerium lehnten eine Stellungnahme auf Nachfrage von Reuters ab. Im Juni hatte Carrefour angekündigt, Konsolidierungen oder Verkäufe ausländischer Töchter zu prüfen.
    • Der Schweizer Industriekonzern ABB hat laut Reuters eine Schnellladestation für Elektrofahrzeuge namens "Terra 360" vorgestellt. Diese ermöglicht dem Unternehmen zufolge eine Ladung für 100 Kilometern Reichweite in weniger als drei Minuten und das gleichzeitige Laden von bis zu vier Fahrzeugen. Die Ladestation eigne sich ideal für Tankstellen, städtische Gebiete, Parkplätze bei Geschäften und Flottenanwendungen. ABB will das Geschäft mit Ladetechnik für Elektroautos 2022 an die Börse bringen.
    • Die Bekleidungskette H&M will wieder eine Dividende zahlen. Im November solle eine Bardividende von 6,50 Kronen (0,64 Euro) je Anteil ausgezahlt werden, teilte der schwedische Konzern am Donnerstag mit. Seit dem Frühjahr 2019 hatte der Konzern keine Dividende mehr ausgeschüttet. Der jetzige Vorschlag sei wegen einer deutlich gestiegenen Profitabilität, guten Marktbedingungen und einem positiven Ausblick möglich, hieß es zur Begründung.
    • Der Baumarktbetreiber Hornbach geht nun davon aus, beim Umsatzwachstum und bereinigtem operativem Ergebnis im Gesamtjahr das obere Drittel seiner Prognose zu treffen. Mit dem Erlös- und Ergebnisplus im zweiten Geschäftsquartal habe Hornbach besser als erwartet abgeschnitten, hieß es. Die Entwicklung fiele zwar etwas geringer aus als in den Vorkrisenjahren, aber: „Durch die großen Umsatzsteigerungen im vergangenen Jahr sind wir auf der Leiter fünf Stufen nach oben gekommen. Da kann man dann nicht erwarten, dass man auf dem Niveau dann gleich wieder zwei Stufen nimmt", sagte der Vorstandsvorsitzende Albrecht Hornbach zu dpa-AFX.
    • Der Windkraftanlagenhersteller Nordex hat von dem britisch-niederländischen Ölkonzern Royal Dutch Shell einen Auftrag über die Lieferung und Errichtung von 14 Anlagen des Typs N131/3600 in den Niederlanden erhalten. Der Auftrag umfasst auch einen Service zur Wartung von 15 Jahren. Der 50,4-MW-Windpark entsteht als Teil des Energieparks "Pottendijk" in der Provinz Drenthe. "Pottendijk" ist der erste Onshore-Windpark der Royal Dutch Shell in Europa.
    • Der Wohnmobilbauer Knaus Tabbert hat wegen Materialknappheit seine Jahresprognose aufgegeben. Wegen Lieferproblemen bei Fahrgestellen müsse die Wohnmobilproduktion an den Standorten im niederbayerischen Jandelsbrunn und Nagyoroszi (Ungarn) im vierten Quartal voraussichtlich für mindestens zwei Wochen gestoppt und die Arbeitszeit deutlich reduziert werden, hieß es. Bisher war das Unternehmen von einem starken Umsatzwachstum „im unteren Bereich von 20 bis 22 Prozent" ausgegangen. Eine neue Prognose für das laufende Geschäftsjahr gab Knaus Tabbert noch nicht ab.
    • Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat nach einer wochenlangen Untersuchung dem Unternehmen Virgin Galactic von Richard Branson wieder Raumschiff-Starts ins Weltall erlaubt. Das Unternehmen teilte mit, man habe zugesagt, die Flugsicherung in Echtzeit über den Verlauf der Flüge zu informieren. Bei einem Flug im Juli war das Raumschiff „Spaceship Two“ zeitweise außerhalb des zugewiesenen Luftraum-Korridors geflogen.
    • Internationale Transportverbände befürchten ein Zusammenbrechen der weltweiten Lieferketten. Die Pandemie habe sich negativ auf die Beschäftigten ausgewirkt, hieß es laut Deutschlandfunk in einem anlässlich der UN-Vollversammlung in New York veröffentlichten Brief. So hätten hunderttausende Besatzungsmitglieder von Handelsschiffen in der Krise die Schiffe nicht verlassen können. Auch die Angestellten der Luftfahrtbranche und Lkw-Fahrer hätten sich etwa mit Formalitäten und Wartezeiten an den Grenzen auseinandersetzen müssen. In der Folge rechnet die Transportbranche damit, dass viele Beschäftigte den Beruf aufgeben werden, weil sie während der Pandemie so schlecht behandelt worden seien.

    Konjunktur & Politik

    • FDP-Chef Christian Lindner hat die hohe Inflation zum Anlass genommen, für das Wahlprogramm seiner Partei zu werben. „Die höchste #Teuerungsrate seit 1993 ist ein weiterer Anlass, die Entlastung der Mitte der Gesellschaft und die Rückkehr zu soliden Staatsfinanzen im Blick zu behalten", schrieb er auf Twitter.
    • In Deutschland wird es bis zum Jahr 2035 deutlich mehr Menschen im Rentenalter geben. Die Zahl der Personen im Alter ab 67 Jahren werde zwischen 2020 und 2035 um 22 Prozent steigen - von 16 auf voraussichtlich 20 Mio., wie das Statistische Bundesamt zu den Ergebnissen der ersten mittelfristigen Bevölkerungsvorausberechnung mitteilte. In den westlichen Flächenländern dürfte der Anstieg mit 25 Prozent besonders stark ausfallen. In den ostdeutschen Flächenländern wird lediglich eine Zunahme um 13 bis 14 Prozent erwartet. In den Stadtstaaten wie Berlin dürfte es demnach einen Anstieg von zwölf bis 13 Prozent geben.
    • Die US-Wirtschaft hat sich im zweiten Quartal stärker erholt als zunächst gedacht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von April bis Juni aufs Jahr hochgerechnet um 6,7 Prozent, wie das Handelsministerium am Donnerstag auf Basis endgültiger Daten mitteilte. In einer früheren Berechnung war von 6,6 Prozent Plus die Rede. Zu Jahresbeginn hatte die Wirtschaft um 6,3 Prozent zugelegt.
    • Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sind im Wochenvergleich um 11.000 auf 362.000 gestiegen, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 333.000 Anträgen gerechnet.
    • Sowohl der Präsident der Fed, Jerome Powell, als auch die Präsidentin der EZB, Christine Lagarde, sehen zunächst kein Ende bei dem Thema Materialengpässe. Powell konstatierte auf dem EZB-Forum am Mittwoch, dass von daher die Inflation weiter auf dem Vormarsch sei. Lagarde betonte, dass der daraus resultierende Preisdruck dennoch vorübergehend sei.
    • Mit dem Startschuss zur Gründung eines neuen Handels- und Technologie-Rats (TTC) haben sich die USA und die EU auf eine enge Zusammenarbeit beim Handel mit China, bei der Halbleiter-Produktion und bei der Regulierung globaler Technologieunternehmen verständigt. In einer Erklärung hieß es, man stünde zusammen, um Unternehmen, Verbraucher und Arbeitnehmer vor unfairen Handelspraktiken zu schützen, insbesondere vor solchen, die von Nicht-Marktwirtschaften ausgehen und das Welthandelssystem untergraben würden.
    • Der US-Haushaltsstreit geht in die erste entscheidende Phase. Bis zum Ablauf der Frist für eine Einigung um Mitternacht soll der Kongress am Donnerstag den Weg frei machen für einen Übergangsetat, um einen Government Shutdown zu verhindern. Der demokratische Senats-Mehrheitsführer Juck Schumer sagte, die Kongresskammer könne lediglich für einen Übergangshaushalt stimmen. Man könne diese Maßnahme schnell beschließen und an das Repräsentantenhaus schicken.
    • Die Inflation in Deutschland hat die Vier-Prozent-Marke überschritten - erstmals seit Dezember 1993. Die Verbraucherpreise stiegen im September gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag anhand einer ersten Berechnung mitteilte. Gegenüber dem Vormonat August blieben die Verbraucherpreise im September den vorläufigen Daten zufolge unverändert. Vor allem die Energiepreise heizen die Inflation an. Im September mussten die Verbraucher für Haushaltsenergie und Kraftstoffe nach den vorläufigen Daten 14,3 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor. „Die heutigen Daten dürften die Inflationsdebatte weiter anfachen“, kommentierte der Vermögensverwalter Eyb & Wallwitz. „An unserem Bild einer vor allem temporär deutlich erhöhten Teuerungsrate ändert dies aber nichts. Wir gehen davon aus, dass die Inflationsrate noch bis ins erste Quartal 2022 auf einem hohen Niveau bleiben und sich dann wieder in Richtung des Zielwertes der EZB von zwei Prozent abschwächen wird“. Auch die EZB dürfte an diesem Narrativ festhalten und sich mit dem Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik deutlich länger Zeit nehmen als die Fed, so Eyb & Wallwitz. Allerdings ist das Risiko einer länger anhaltenden Inflationswelle nun als höher einzuschätzen als noch vor einigen Monaten.
    • Im Zuge der Herbstbelebung hat sich die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im September gegenüber dem Vormonat verringert, und zwar um 114.000 auf 2,465 Mio., wie die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Saisonbereinigt habe die Zahl um 30.000 abgenommen. Gegenüber dem September des vorigen Jahres gibt es 382.000 weniger Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent - 0,8 Prozentpunkte niedriger als im September 2020. Aufgrund der Corona-Krise dürfte das Niveau der Arbeitslosigkeit laut Bundesagentur noch um 232.000 Arbeitslose bzw. 0,5 Prozentpunkte bei der Arbeitslosenquote höher liegen. Die Unterbeschäftigung, die auch Veränderungen in der Arbeitsmarktpolitik und kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, lag im September bei 3,233 Mio. Personen. Das waren 393.000 weniger als vor einem Jahr. „Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin positiv. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung nehmen kräftig ab. Die Beschäftigung und der Stellenbestand wachsen und liegen wieder über ihrem jeweiligen Vorkrisenniveau, gleichzeitig sinkt die Zahl der Kurzarbeiter deutlich“, sagte der Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit, Daniel Terzenbach, in Nürnberg.
    • In der Eurozone hat sich der Arbeitsmarkt im August erneut entspannt. Die Arbeitslosenquote fiel im Vergleich zum Vormonat um 0,1 auf 7,5 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten mit dieser Entwicklung gerechnet. Im Monatsvergleich ging die Zahl um 261.000 zurück, im Jahresvergleich um 1,86 Mio. In den 19 Ländern der Eurozone sind derzeit 12,16 Mio. Menschen arbeitslos.
    • Im September stiegen die nach europäischer Methode (HVPI) ermittelten Verbraucherpreise in Frankreich gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,7 Prozent, wie das Statistikamt Insee am Donnerstag mitteilte. Das ist die höchste Rate seit dem Jahr 2011. Im Vormonat hatte die Rate 2,4 Prozent betragen.
    • Die britische Wirtschaft hat sich im Frühjahr stärker von den Corona-Pandemie erholt als bisher angenommen. Im zweiten Quartal stieg die Wirtschaftsleistung (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 5,5 Prozent, wie das Statistikamt ONS am Donnerstag in einer zweiten Schätzung mitteilte. Eine vorherige Erhebung hatte einen Zuwachs um 4,8 Prozent erbracht.
    • Der US-Kongress will einen drohenden Teil-Shutdown der Regierungsgeschäfte vermeiden. An diesem Donnerstag soll zunächst im Senat über eine Übergangsfinanzierung für die Regierung bis Anfang Dezember abgestimmt werden, wie die Kongresskammer am Mittwochabend ankündigte.
    • Die Geschäftsstimmung chinesischer Industriebetriebe hat sich im September verschlechtert. Wie das Pekinger Statistikamt mitteilte, fiel der offizielle Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe von zuvor 50,1 auf auf 49,6 Punkte. Ein Wert unter 50 zeigt eine Schrumpfung der Industrie an. Die Abschwächung sei auf eine geringere Aktivität in energieintensiven Sektoren zurückzuführen, teilte die Statistikbehörde mit.
    • Japans Industrie hat im August wegen des anhaltenden Chipmangels den zweiten Monat in Folge weniger produziert. Die Industrieerzeugung ging um 3,2 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück, wie die Regierung mitteilte. Im Juli hatte es ein Minus von 1,5 Prozent gegeben.
    • Auf den deutschen Baustellen hat sich die Versorgungslage im September verbessert. Im Hochbau berichteten 36,3 Prozent der Betriebe von Materialknappheit, nach 42,2 Prozent im Vormonat. Im Tiefbau waren es 27,6 Prozent. Das sind 3,8 Prozentpunkte weniger als im August. „Der Wohnungsbau zeigt sich dabei am stärksten betroffen, hier meldeten immer noch 40,0 Prozent der Unternehmen eine Behinderung ihrer Bautätigkeit durch Lieferprobleme“, sagt ifo-Forscher Felix Leiss. „Die langen Lieferzeiten und der starke Preisanstieg beim Material sind ein zentrales Thema in der Bauwirtschaft. Es fehlt insbesondere an Dämmstoffen, Stahl, Holz und Kunststoffrohren. Zumindest der Großhandel für Holzprodukte rechnet nun wieder mit sinkenden Preisen. Bei vielen anderen Baustoffen werden hingegen weitere Preissteigerungen erwartet.“
    • Im August waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes rund 44,9 Mio. Personen mit Wohnort in Deutschland (Inländerkonzept) erwerbstätig. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl der Erwerbstätigen damit saisonbereinigt um 65.000 Personen (+0,1 %), nachdem sie bereits in den Monaten März bis Juli 2021 monatsdurchschnittlich um knapp 60.000 Personen zugenommen hatte. Die Zahl der Erwerbstätigen liegt jedoch weiter erheblich unter dem Vorkrisenniveau: So waren im August saisonbereinigt noch immer 383.000 Personen weniger erwerbstätig als im Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

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