1. Das vom Conference Board ermittelte Verbrauchervertrauen ist im April von nach oben revidierten 103,0 Punkten auf 97,7 Punkte gefallen, den niedrigsten Wert seit November 2004. Dieser Wert fiel ein bisschen schlechter aus als von den von Bloomberg befragten Analysten erwartet. Wir waren dagegen etwas zu pessimistisch in unserer Prognose (Bloomberg-Median: 98,0 Punkte; DekaBank: 97,0 Punkte). Die Lagekomponente verringerte sich um 3,4 auf 113,6 Punkte. Etwas stärker ging die Erwartungskomponente zurück von zuvor 93,7 auf nunmehr 87,2 Punkte, den niedrigsten Wert seit Juli 2003. Faktisch war an den Märkten wohl mit einem deutlich schlechteren Wert für das Verbrauchervertrauen gerechnet worden, denn die Renditen für 10-jährige US-Anleihen stiegen innerhalb von einer Stunde um 6 Basispunkte – und dies sicherlich nicht nur, weil die Neubauverkäufe im März auf ein neues Rekordhoch stiegen (Veröffentlichung ebenfalls um 16 Uhr), sondern vielmehr aus Erleichterung über den moderaten Rückgang des Verbrauchervertrauens.

2. Während sich die Einkommenserwartungen nur geringfügig eingetrübt haben, schätzen die USVerbraucher die Zukunft bezüglich der allgemeinen Wirtschafts- und der Arbeitsmarktentwicklung deutlich schlechter ein als noch im Vormonat, wenn man den Saldo aus denjenigen, die auf Sicht von sechs Monaten eine bessere Entwicklung erwarten, und denjenigen, die die Zukunft eher schlechter einschätzen, betrachtet. Die derzeitige Situation beurteilten die Befragten sowohl hinsichtlich der Wirtschaftslage als auch hinsichtlich der Arbeitsmarktlage nur leicht schlechter als noch im März. Was die Kaufpläne für Autos oder Immobilien in den nächsten sechs Monaten anbelangt, so haben sich diese gegenüber dem Vormonat kaum geändert.

3. Die heutigen Zahlen sind ein erneuter Beweis für die Robustheit des amerikanischen Konsumenten. Angesichts der schon seit Wochen steigenden Benzinpreise, der schwachen Arbeitsmarktdaten vom März und der generell derzeit sich eintrübenden Konjunkturerwartungen für die USA hätte die Stimmung durchaus deutlich stärker einbrechen können. Doch der US-Verbraucher ist scheinbar unverwüstlich. Und so dürfte sich die Konsumdynamik zwar in den nächsten Monaten etwas abschwächen im Vergleich zu den hohen Zuwachsraten der jüngeren Vergangenheit. Der private Konsum wird dennoch Stütze des Wirtschaftswachstums bleiben.

Quelle: DekaBank

Die DekaBank ist im Jahr 1999 aus der Fusion von Deutsche Girozentrale - Deutsche Kommunalbank- und DekaBank GmbH hervorgegangen. Die Gesellschaft ist als Zentralinstitut der deutschen Sparkassenorganisation im Investmentfondsgeschäft aktiv. Mit einem Fondsvolumen von rund 130 Mrd. Euro gehört die DekaBank zu den größten Finanzdienstleistern Deutschlands. Im Publikumsfondsgeschäft hält der DekaBank-Konzern einen Marktanteil von etwa 20 Prozent.