Der US-Dollar hat die Auflösung eines symmetrischen Dreiecks nach oben wie erwartet genutzt und ist zum japanischen Yen wieder auf dreistellige Notierungen gestiegen. Aktuell nähert sich der Greenback dem Fünfjahreshoch vom Mai bei 103,75 JPY und strebt im Anschluss nach Höherem, wie HSBC-Analyst Thomas Amend in „Der Markt heute“ schreibt. Gelinge der Sprung über die angeführte Hürde, ließen sich bis zum Hoch vom August 2008 bei 110,71 JPY kaum mehr nennenswerte Widerstände ausmachen. Allerdings hätten die technischen Indikatoren nicht vollständig überzeugen können. So habe der Stochastik im überkauften Bereich ein Verkaufssignal generiert, und auch der MACD habe sich seiner Triggerlinie von oben angenähert. Solange sich etwaige Korrekturen oberhalb der Marke von 100 JPY abspielten, bleibe der für die US-Valuta grundsätzlich konstruktive Ausblick aber intakt, heißt es weiter. „Wirklich warm anziehen müssen sich USD-Bullen erst, wenn die Kombination aus der 200-Tages-Linie (aktuell bei 98,60 JPY) und dem Haussetrend seit dem Verlaufs-tief vom Februar (aktuell bei 98,21 JPY) unterschritten wird. In diesem Szenario wäre ein Wiedersehen mit dem Tief vom Juni bei 93,79 JPY einzukalkulieren. Per Saldo hat sich der US-Dollar zum Yen indes auf erhöhtem Niveau etabliert und dürfte die gute Ausgangslage bis zum Jahresende nicht mehr verspielen“, so Amend.