• USD/CNY - ISIN: XC000A0AENR9
    Börse: FOREX / Kursstand: 6,3932 €
  • EUR/CNY - Kürzel: EURCNY - ISIN: EU0001458304
    Börse: FOREX / Kursstand: 7,1188

Peking (Godmode-Trader.de) - Aus Peking kamen heute eher beruhigende Aussagen. Zwar wurde auch an diesem Donnerstag das offizielle US-Dollar per Yuan-Fixing mit 6,4010 erneut schwächer gesetzt. In der anberaumten Pressekonferenz wurden jedoch versöhnliche Töne angeschlagen. Die Anpassung des Referenzkurses an den Handelskurs sei im Wesentlichen beendet, teilte die Notenbank in Peking mit. Die wirtschaftlichen Fundamentaldaten seien gut. Als Ziel gab PBoC-Vize-Gouverneur Yi Gang an, die Notenbank wolle dafür sorgen, eine normale Fluktuation des Wechselkurses sicherzustellen. Yi Gang verwies auch darauf, dass man im Ernstfall einschreiten würde, sollte der Markt das erfordern. Dieser Hinweis auf staatliche Stützungskäufe sorgte im heutigen Kassahandel für eine spürbare Erholung beim Renminbi.

Auch wenn der Yuan insgesamt auf dem Abwärtstrend bleibe, sei eine weitere böse Überraschung heute zunächst ausgeblieben, kommentierten die Experten der NordLB. Chinas Währungshüter signalisierten damit, dass ein weiterer Absturz des Renminbi nicht toleriert werde. Vielmehr sehe man die eigene Währung langfristig im Aufwertungsmodus. Die gestrigen Aktivitäten am Devisenmarkt implizierten, dass Peking zu Stützungskäufen bereit sei.

An den beiden Tagen zuvor war der Wert des Yuan schon um 3,5 Prozent tiefer festgelegt worden, nachdem die Zentralbank die tägliche Bestimmung des Referenzkurses geändert hatte. Der offizielle Kurs habe sich zu lange und zu weit vom schwächeren Marktwert entfernt, was die Glaubwürdigkeit des Referenzwertes untergraben habe, erläuterte der Vize-Gouverneur . Er beziffert die Kluft auf drei Prozent. Mit der jetzigen Abwertung sei der Yuan „schrittweise zu seinem Marktwert zurückgekehrt“. Damit entspreche der Wechselkurs eher den ökonomischen Realitäten, meinten auch chinesische Ökonomen.

Yi Gang wies auch Medienberichte zurück, dass es in der chinesischen Regierung die Forderung nach einer zehnprozentigen Abwertung bis Jahresende gebe, um die rückläufigen Exporte wieder in Schwung zu bringen. Solche Berichte seien völlig ohne Grundlage, sagte Yi Gang laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua.