• Volkswagen AG Vz. - Kürzel: VOW3 - ISIN: DE0007664039
    Börse: XETRA / Kursstand: 154,820 €

Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Der VW-Konzern meistert die derzeit sehr anspruchsvollen Marktbedingungen in der globalen Automobilindustrie aus Sicht von Warburg Research-Analyst Marc-Renne Tonn vergleichsweise gut.

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In den ersten drei Monaten des Jahres erhöhte VW das bereinigte EBIT trotz des geringeren Absatzes um 15,1 Prozent auf 4,85 Mrd. Euro. Auch ohne Berücksichtigung von 0,4 Mrd. Rückenwind aus der Marktbewertung von Derivaten war das Ergebnis stärker als vor Jahresfrist. Für das zweite Quartal erwartet Tonn eine ähnlich solide Entwicklung. Mit 5,16 Mrd. Euro geht er von einer sequenziellen Verbesserung des EBIT aus, obwohl es unter dem außergewöhnlich hohen Niveau des Vorjahres liegen dürfte. Seinerzeit habe VW massiv Fahrzeuge im Vorfeld der Umstellung des Fahrzeugzertifizierungssystems auf den WLTP-Standard vorproduziert und verkauft, was die Ergebnisse des zweiten Quartals 2018 beflügelte.

Warburg Research erwartet ein EBIT (bereinigt) von 10,0 Mrd. Euro nach sechs Monaten (+2,2 %), was einer EBIT-Marge von 8,1 Prozent entspricht. Damit sollte VW auf gutem Weg sein, sein Margenziel für das Gesamtjahr von 6,5 bis 7,5 Prozent und die Konsensprognose für das bereinigte EBIT von 17,7 Mrd. Euro zu erreichen. Die Analysten gehen von einem Anstieg des EBIT im zweiten Halbjahr um 8,2 Prozent aus, da die Probleme im Zusammenhang mit der WLTP-Einführung das Ergebnis im vergangenen Jahr um mehr als eine Mrd. Euro belastet haben.

Die sehr positive Ergebnisentwicklung in einem schwierigen Branchenumfeld sollte einen weiteren Beweis für den Erfolg der SUV-Offensive des Unternehmens für alle Marken, die starke Profitabilität des europäischen Geschäfts, die Verbesserung der Performance von Trucks (Traton) und den Erfolg von Porsche liefern, Schreitb Tonn in seiner Analyse. Darüber hinaus dürften die Bemühungen des Unternehmens zur Eindämmung von Kostensteigerungen und die positiven Effekte aus der weiteren Einführung des modularen Querbaukasten einen Teil der Belastungen durch höhere Ausgaben für zukünftige Produkte, insbesondere im Bereich Elektroautos, ausgleichen.

Warburg Research bestätigte die Kaufempfehlung für die VW-Vorzugsaktien sowie das Kursziel von 210 Euro. Auf dem aktuellen Kursniveau notiere VW für 2020 und 2021 bei KGVs von unter 5. Mit einem prognostizierten Niveau von 9 Mrd. Euro für den Free Cashflow (FCF) im Jahr 2019 (bereinigt um dieselbedingte Auszahlungen) beträgt die FCF zu Eigenkapitalrendite über 11,5 Prozent, was auch deutlich zeige, dass die Bewertung sehr attraktiv sei, so das Fazit.

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Volkswagen AG Vz.