Hannover (Godmode-Trader.de) - Volkswagen veröffentlichte heute Auslieferungszahlen der Marke VW Pkw für den Dezember und das Gesamtjahr 2018.

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    Die Marke verzeichnete im Gesamtjahr ein geringes Wachstum in Höhe von 0,2 Prozent, so dass 6,245 Mio. Fahrzeuge ausgeliefert werden konnten. Im Dezember musste Volkswagen Pkw einen starken Rückgang der Auslieferungen in Höhe von 9,0 Prozent auf 0,541 Mio. Einheiten hinnehmen, was insbesondere auf den Einbruch in China um 15,3 Prozent zurückzuführen war. Aber auch in Westeuropa (-4,5 %) und in Zentral- und Osteuropa (-4,3 %) waren die Verkäufe im Dezember rückläufig. Trotz des Rückganges der Auslieferungen in China konnten die Volkswagen Pkw ihren Marktanteil im Reich der Mitte ausbauen.

    Die Auslieferungen von Elektroautos (reine E-Autos und Plug-In- Hybride) konnte die Marke um 13 Prozent auf rund 50.000 Einheiten steigern. Die Verkäufe von SUV konnten um rund 38 Prozent ausgebaut werden.

    Die Auslieferungszahlen der Marke Volkswagen Pkw waren aus Sicht von NordLB-Analyst Frank Schwope insbesondere durch die WLTP-Umstellung und die gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten in China bzw. die weltweiten Handelskonflikte belastet. Wenngleich die Handelskonflikte auch im laufenden Jahr noch zunehmen könnten, rechne er für den chinesischen Automobil-Markt nicht mit einem zweiten Jahr mit rückläufigen Absatzzahlen, so der Autoexperte. Sollte sich in den ersten Monaten eine Fortsetzung der Kaufzurückhaltung zeigen, dürfte seines Erachtens der Staat mit einer Absenkung der Kaufsteuer den Absatz fördern.

    Trotz bisheriger Kosten aus dem Diesel-Skandal von rund 30 Milliarden Euro steht der Volkswagen-Konzern „recht solide“ da, stelle aber berechtigterweise jetzt die Weichen für die Zukunft mittels verschiedener Kostensenkungsmaßnahmen, aber auch Investitionen. So wolle der Konzern-Vorstand bis 2023 fast 44 Milliarden Euro in die Zukunftsthemen Elektromobilität, autonomes Fahren, neue Mobilitätsdienste sowie in die Digitalisierung von Fahrzeugen und Werken investieren, was rund einem Drittel der Gesamtausgaben im Planungszeitraum von 2019 bis 2023 entspreche, so Schwope.

    Die Risiken weiterer Bußgelder weltweit sowie aus dem Kapitalanleger-Musterverfahren und der Musterfeststellungsklage schätzt der Analyst für den Volkswagen-Konzern auf 10 bis 20 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr 2019 ist mit rund 11,0 Mio. Fahrzeug-Auslieferungen des Konzerns zu rechnen.

    Mit Blick auf das operative Geschäft und in Erwartung deutlicher Erfolge bei der Umstrukturierung des Konzerns bestätigt die NordLB das Anlageurteil „Kaufen“ für die Volkswagen-Vorzugsaktie.

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