• US-Arbeitsmarkt entspannt sich weiter
    • Bundestag beschließt Erleichterungen für Geimpfte
    • China stoppt Wirtschaftsabkommen mit Australien
    • Deutsche Industrie verzeichnet Auftragsboom
    • Schicksalswahl in Schottland
    • Facebook will Fall ‚Trump‘ erneut prüfen
    • BMW verkauft zu Jahresbeginn mehr Autos
    • Munich Re steigert Gewinn deutlich
    • Conti setzt sich nach Vitesco-Abspaltung neue Ziele
    • Volkswagen vervielfacht seinen Gewinn
    • Linde erhöht Jahresprognose
    • Infineon sichert sich Halbleiter-Rohstoffe

    DAX

    • Nach der starken Erholung am Mittwoch zeigen sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt am heutigen Donnerstag vorsichtiger. Im Handel am Mittag notierte der Leitindex DAX leicht im Minus bei 15.150 Punkten. Die Vorgaben für den Start des DAX sind so schlecht nicht. An der Börse in Tokio wurde heute nach den Feiertagen erstmals diese Woche wieder gehandelt. Und die Anleger präsentierten sich in Kauflaune. Der japanische Leitindex Nikkei verbuchte ein Plus von rund 1,8 Prozent. An den US-Börsen zeigte sich gestern ein gemischtes Bild. Der Nasdaq sank leicht um 0,4 Prozent, der Dow Jones legte um 0,3 Prozent zu.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Die Knappheit bei Elektronik-Chips mit wichtigen Halbleitern dürften sich in der Autoindustrie noch hinziehen. Dieser Ansicht ist VW-Chef Herbert Diess. Für bestimmte Rohstoffe sei die Lage wegen erhöhter Preise ebenfalls angespannt, sagte der Manager zu dpa-AFX. „Die größten Risiken sehen wir bei den Halbleitern", erklärte Diess. „Es gibt eine grundsätzliche Knappheit bei Chips, die wir wegen der vielen vernetzten Geräte in den Fahrzeugen brauchen. Das wird unsere Werke auch in den nächsten Monaten, wenn nicht Jahren, weiter beschäftigen." Zuletzt seien Probleme durch das Feuer beim japanischen Produzenten Renesas und den Schneesturm in Texas hinzugekommen. „Da sind mehrere Halbleiterfabriken für mehrere Wochen ausgefallen", sagte der VW-Konzernchef. „Das werden wir spüren."
    • Die Großbank ING hat im ersten Quartal einen überraschend starken Gewinnanstieg verzeichnet. Unter dem Strich stand ein Überschuss von gut einer Milliarde Euro und damit anderthalb Mal so viel wie ein Jahr zuvor, wie Konzern mitteilte. Das war rund 200 Mio. mehr als von Analysten erwartet.
    • Der Impfstoffentwickler Moderna verdiente in den ersten drei Monaten unterm Strich 1,2 Mrd. Dollar, nach einem Vorjahresverlust von 124 Mio. Dollar. Der Umsatz erhöhte sich massiv von acht Mio. auf 1,9 Mrd. Dollar. Zudem wurde das Umsatzziel für das Gesamtjahr 2021 auf 19,2 Mrd. Dollar deutlich angehoben. Während der Gewinn die Erwartungen übertraf, hatten Analysten beim Umsatz mit etwas mehr gerechnet.
    • Der Online-Bezahldienst Paypal profitiert weiter vom Online-Shoppingboom. Im ersten Quartal stieg der Betriebsgewinn um 162 Prozent und der Umsatz um 29 Prozent. Die zunehmende Verlagerung des Konsums ins Internet habe im ersten Quartal weiter für Schwung gesorgt und Paypal zu seinem bislang stärksten Jahresauftakt verholfen, sagte CEO Dan Schulman. Für das laufende Geschäftsjahr hob er die Ziele an.
    • Die Produktionskapazitäten des Elektroauto-Herstellers Tesla für das zweite Quartal sind bereits jetzt ausgelastet. Darüber habe Tesla seine Mitarbeiter informiert, meldete der Blog "Electrek" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen.
    • Die Raumfahrtfirma von Amazon-Gründer Jeff Bezos will im Juli erstmals Touristen ins All bringen. Der Start sei für den 20. Juli geplant, teilte die Firma Blue Origin am Mittwoch mit.
    • Der Taxi-Konkurrent Uber verringerte seinen Verlust zu Jahresbeginn deutlich. Allerdings profitierte das Ergebnis von einem hohen Sondererlös durch den Verkauf von Ubers Roboterauto-Sparte. Das Hauptgeschäft mit Fahrdienstvermittlungen verlor 65 Prozent an Umsatz. Eine wichtige Stütze bleibt in der Krise die Liefersparte um den Essensbringdienst Uber Eats, die ein Wachstum von 230 Prozent erreichte. Uber will seinen Fahrern mehr Geld zahlen, um wieder mehr Fahrdienstautos auf die Straßen zu bekommen. Uber teilte mit, der Anteil des Unternehmens an den Einnahmen der Fahrer werde von 25 auf rund 20 Prozent reduziert.
    • Nach einem starken Jahresauftakt hob Linde seine Prognose für das Gesamtjahr an. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 7 Prozent auf 7,2 Mrd. US-Dollar. Der bereinigte operative Gewinn legte um 25 Prozent auf 1,7 Mrd. Dollar zu. Der Nettogewinn kletterte auf 980 von 573 Mio. Dollar. Im Gesamtjahr soll das bereinigte Ergebnis je Aktie nun um 17 bis 19 Prozent auf 9,60 bis 9,80 Dollar steigen. Bisher hatte Linde 9,10 bis 9,30 Dollar angepeilt.
    • Der Konsumgüterkonzern Henkel hat nach starkem Wachstum im ersten Quartal die Ziele erhöht. „Nach dem starken Start in das Jahr haben wir die Prognose angehoben und erwarten für das Gesamtjahr einen stärkeren Zuwachs, sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis", sagte Vorstandschef Carsten Knobel. Der Konzern will im Gesamtjahr nun den Umsatz organisch um 4 bis 6 (anstatt 2 bis 5) Prozent steigern, den Anstieg beim bereinigten Gewinn je Vorzugsaktie sieht er im hohen einstelligen bis mittleren Zehnprozentbereich (anstatt bei 5 bis 15 Prozent).
    • Inmitten der globalen Chip-Knappheit hat sich der Halbleiter-Konzern Infineon über einen japanischen Wafer-Produzenten Rohstoffe für die Herstellung bestimmter Chips gesichert. Der Vertrag mit Showa Denko laufe über mindestens zwei Jahre, teilten die Münchner mit. Damit will das Unternehmen seine Lieferfähigkeit absichern, wie es in der Mitteilung heißt. Die Japaner liefern Siliziumkarbid-Material, das z.B. zur Produktion von Leistungshalbleitern gebraucht wird. Darüber hinaus plant Infineon, mit Showa Denko bei der strategischen Entwicklung des Materials zusammenzuarbeiten, um die Qualität zu verbessern und gleichzeitig die Kosten zu senken.
    • Die Deutsche Börse hat am Mittwoch eine außerplanmäßige Änderung des SDAX bekannt gegeben. Aufgrund der Verletzung von Basiskriterien wird die Grenke AG aus dem Index genommen. Ersetzt werden die Aktien durch die Auto1 Group. Grenke habe die Vorgaben zur Veröffentlichung von testierten Geschäftsberichten nicht erfüllt, hieß es. Die Änderungen werden zum Handelsbeginn am 10. Mai 2021 wirksam.
    • Der Volkswagen-Konzern hat im ersten Quartal seinen Gewinn massiv gesteigert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern mit 4,81 Mrd. Euro auf mehr als das Fünffache, wie VW am Donnerstag mitteilte. Das Ergebnis nach Steuern konnte von 517 Mio. Euro vor einem Jahr nun auf 3,41 Mrd. Euro hochgeschraubt werden. Der Konzernumsatz wuchs um 13,3 Prozent auf 62,4 Mrd. Euro. Vorstandschef Herbert Diess erhöht die Gewinnprognose für 2021. „Wir sind mit viel Momentum ins Jahr gestartet und operativ stark unterwegs", sagte der Manager.
    • Der Autobauer BMW hat im vergangenen Monat weltweit rund 220.000 Autos verkauft und damit gut 10 Prozent mehr als im April des Vorkrisen-Jahres 2019. In allen Weltregionen seien die damaligen Absatzzahlen übertroffen worden, teilte der Konzern mit. Damit habe BMW den Absatzerfolg des ersten Quartals fortgeführt, so Vertriebsvorstand Pieter Nota. Im ersten Quartal hatte BMW dank der hohen Nachfrage in Asien fünf Prozent mehr Autos verkauft als im gleichen Zeitraum vor der Corona-Krise. Besonders erfreulich sei das Interesse an Elektroautos, sagte Nota. BMW sei gut unterwegs, den Absatz an vollelektrischen Fahrzeugen in diesem Jahr wie geplant zu verdoppeln.
    • Der Rückversicherer Munich Re hat im ersten Quartal seinen Konzerngewinn von 221 Mio. im Vorjahr auf 589 Mio. Euro gesteigert, wie der DAX-Konzern am Donnerstag mitteilte. Damit fiel das Ergebnis etwas niedriger aus, als der Konzern im April angekündigt hatte. Für das laufende Jahr erwartet der Vorstand weiterhin einen Überschuss von 2,8 Mrd. Euro. Dazu sollen auch höhere Beitragseinnahmen beitragen.
    • Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental setzt nach der Zustimmung der Aktionäre zur Abspaltung der Antriebstechnik neue Ziele für den Restkonzern. Ohne die Vitesco-Sparte will Conti in diesem Jahr im fortgeführten Geschäft einen Umsatz von 32,5 bis 34,5 Mrd. Euro erwirtschaften. Die um Sondereffekte bereinigte Marge vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll rund 6 bis 7 Prozent betragen.
    • Der Gesundheitskonzern Fresenius SE hat zum Jahresstart Umsatz- und Ergebniseinbußen verzeichnet. Bereinigt um Wechselkurseffekte legten die Erlöse um 3 Prozent zu, sanken jedoch nominal um 2 Prozent auf rund 9 Mrd. Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) ging um elf Prozent auf eine Mrd. Euro zurück. Der bereinigte Gewinn sank um 6 Prozent auf 435 Mio. Euro. „Wir haben es geschafft, aus eigener Kraft zu wachsen, obwohl das erste Quartal des Vorjahres weniger stark von der Pandemie beeinträchtigt war", sagte Konzernchef Stephan Sturm. “Das stimmt mich optimistisch, dass wir unsere gesteckten Ziele erreichen können."
    • Der Dialysekonzern Fresenius Medical Care (FMC) hat zu Jahresbeginn beim Umsatz einen Rückgang um nominal 6 Prozent auf 4,2 Mrd. Euro verbucht, das Konzernergebnis brach um 12 Prozent auf 249 Mio. Euro ein. FMC bestätigte die Prognose und rechnet unverändert in diesem Jahr mit einem erheblich geringeren Ergebnis.
    • Der Online-Modehändler Zalando hat im ersten Quartal seine Umsätze um fast 47 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro gesteigert, wie das Unternehmen bei der Vorlage endgültiger Zahlen am Donnerstag mitteilte. Netto verdiente Zalando 34,5 Mio. Euro. Im Vorjahr war noch ein Verlust von 86,4 Mio. Euro angehäuft worden. Zalando gehört zu den Profiteuren der Corona-Pandemie. Erst am Vorabend hat das Unternehmen seine Jahresprognose erhöht. Um die Nachfrage zu bedienen und weiter wachsen zu können, will Zalando sein Logistiknetzwerk bis 2023 von aktuell zehn auf 15 Logistikzentren erweitern.
    • Der Versicherungskonzern Talanx erwartet angesichts des guten ersten Quartals beim Konzernergebnis nun im Gesamtjahr einen Wert am oberen Ende der Spanne zwischen 800 bis 900 Mio. Euro. In den ersten drei Monaten zog der Überschuss um rund ein Viertel auf 277 Mio. Euro an, und damit etwas mehr als von Experten erwartet.
    • Der Energiekonzern Uniper hat zu Jahresbeginn deutlich mehr verdient. Ausschlaggebend war ein stark laufender Energiehandel. So stieg das bereinigte Nettoergebnis im ersten Quartal auf 594 Mio. Euro. Im vergangenen Jahr waren es noch 499 Mio. Euro. Ende April hatte der Konzern bereits vorläufige Zahlen veröffentlicht und gleichzeitig seine Prognose für 2021 angehoben.
    • Der Spezialchemiekonzern Evonik wird etwas zuversichtlicher für 2021. Evonik-Chef Christian Kullmann erwartet im laufenden Jahr ein um Sondereffekte bereinigtes operatives Ergebnis (Ebitda) zwischen 2,1 und 2,3 Mrd. Euro, was am unteren Ende 100 Mio. Euro mehr sind als bislang. Den Umsatz erwartet Kullmann weiterhin zwischen 12 und 14 Mrd. Euro.
    • Bei Facebook bleibt der frühere US-Präsident Donald Trump vorerst weiter gesperrt. Er könnte aber nach einer weiteren Prüfung möglicherweise auf die Plattformen zurückkehren. Facebooks unabhängiges Aufsichtsgremium hat den Fall am Mittwoch zu diesem Zweck an das Online-Netzwerk zurückverwiesen.
    • Beim Autozulieferer ElringKlinger hat sich nach eigenen Angaben die „positive Entwicklung der vergangenen Quartale auch zum Jahresauftakt 2021 fortgesetzt“. Vorstandschef Stefan Wolf: „Wir haben unseren Umsatz im ersten Quartal gesteigert und das Ergebnis deutlich verbessert. Dass unser Effizienzsteigerungsprogramm weiter greift, zeigt auch die deutliche Reduzierung der Nettoverschuldung. Insgesamt haben wir dadurch eine sehr gute Ausgangsposition für das restliche Jahr geschaffen, das angesichts des hohen Rohstoffpreisniveaus und anhaltender Anspannungen der Lieferketten herausfordernd bleibt."
    • Der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall hat im ersten Quartal deutlich mehr verdient. Das Ergebnis nach Steuern wurde im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdreifacht und stieg auf 58 Mio. Euro. Konzernchef Armin Papperger zeigte sich zufrieden. „Wir profitieren von der deutlichen Erholung in der Automobilbranche, vom anhaltenden Beschaffungsbedarf der Streitkräfte und von unserer hohen Kostendisziplin“.
    • Der Software-Anbieter Compugroup profitierte zum Jahresstart von einer hohen Nachfrage nach IT-Lösungen für das Gesundheitswesen. Zudem hat der Konzern im vergangenen Jahr Teile des Europa-Geschäfts für Krankenhaus-Informationssysteme von Cerner sowie den texanischen Anbieter von Arztinformationssystemen eMDs gekauft. Der Umsatz stieg daher deutlich um ein Viertel auf 229 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebitda) legte mit plus sieben Prozent auf 46,5 Mio. Euro nicht ganz so deutlich zu, übertraf aber die mittlere Analystenschätzung.
    • Kräftige Zuwächse in den Buch- und Musikmärkten haben den Umsatz von Bertelsmann in den ersten drei Monaten auf mehr als 4,2 Mrd. Euro getrieben. Aus eigener Kraft erreichte der Konzern ein Plus von rund zehn Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2020 und sieben Prozent im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019.
    • Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen BDO - auf dem deutschen Markt das nächstgrößere hinter den vier Großen in der Prüfung und Beratung, PWC, KPMG, EY und Deloitte - ist trotz Corona stark gewachsen. Der Umsatz für das Geschäftsjahr 2019/2020 sei um 8,6 Prozent auf 285 Mio. Euro gestiegen, teilte BDO mit. Der Vorstandsvorsitzende Holger Otte bezeichnete das zurückliegende Jahr als sehr zufriedenstellend und das Wachstum als beachtlich.

    Konjunktur & Politik

    • Durch die schrumpfende Produktion von Verbrennungsmotoren werden in der deutschen Autobranche mehr Arbeitsplätze wegfallen als Beschäftigte in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen. Das ist das Ergebnis einer Studie des ifo Instituts im Auftrag des Automobilverbandes VDA. „Wir sehen schon an der Entwicklung der Produktionswerte, dass für Elektroautos ganz andere Teile benötigt werden als für Verbrenner. Die Transformation ist noch nicht im gleichen Umfang bei der Beschäftigung angekommen“, sagt Oliver Falck, Leiter des ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien. „Vor allem für die mittelständisch geprägte Zuliefererbranche ist der Übergang zur Elektromobilität eine große Herausforderung. Es ist wichtig, in der verbleibenden Verbrennerproduktion und bei Elektrofahrzeugen hoch qualifizierte Jobs zu erhalten, ohne den Strukturwandel aufzuhalten“, sagt ifo-Präsident Clemens Fuest. Mit dem Hochlauf der Elektromobilität stünden 2025 „zwischen 29 Prozent und 36 Prozent der betroffenen Beschäftigten zur Disposition", also bis zu 22. 000 Beschäftigte, heißt es in der Studie.
    • Die Ukraine hat den Abzug russischer Truppen unweit ihres Territoriums als unzureichend kritisiert. Nur 3.500 Soldaten hätten bislang die 2014 von Russland annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim verlassen, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Treffen mit US-Außenminister Antony Blinken in Kiew. An anderen Orten sei keine Verringerung der Truppenstärke zu beobachten. Daher bleibe die Gefahr bestehen, sagte Selenskyj. Russland hatte die Zahl der abgezogenen Soldaten zuvor als deutlich höher angegeben.
    • Für den Kampf zur Eindämmung der Corona-Pandemie unterstützt die US-Regierung die Aussetzung von Patenten für die Impfstoffe. Die USA stünden hinter dem Schutz geistigen Eigentums, die Pandemie sei aber eine globale Krise, die außerordentliche Schritte erfordere, erklärte die US-Handelsbeauftragte Katherine Tai. Das Ziel sei, „so viele sichere und wirksame Impfungen so schnell wie möglich zu so vielen Menschen wie möglich zu bringen“.
    • In der Woche zum 30. April ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA um 92.000 auf 498.000 gefallen, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Analysten hatten einen Rückgang auf 538.000 erwartet. Der Wert aus der Vorwoche wurde aber von 553.000 auf 590.000 nach oben revidiert.
    • Die Produktivität (Verhältnis von Produktion und Arbeitszeit) der US-Wirtschaft ist im ersten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 5,4 Prozent gestiegen, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Analysten hatten einen geringeren Anstieg erwartet. Die Lohnstückkosten fielen dagegen auf das Jahr hochgerechnet um 0,3 Prozent.
    • Für vollständig Geimpfte und genesene Menschen sollen fortan zahlreiche Erleichterungen gelten. Der Bundestag billigte am Vormittag eine entsprechende Verordnung der Bundesregierung. Dafür stimmten die Schwarz-Rote Koalition, Grüne und Linke. Die FDP enthielt sich, die AfD stimmte dagegen. Erleichterungen, die bisher Menschen mit negativen Coronatests vorbehalten sind, sollen dann auch vollständig geimpfte oder genesene Personen unbeschränkt genießen dürfen. Bei Treffen mit anderen Personen sollen sie nicht mitgezählt werden. Also könnten sich zum Beispiel auch in Regionen mit hohen Infektionszahlen zwei nicht geimpfte Menschen mit einer unbegrenzten Zahl geimpften treffen. Stimmt der Bundesrat dem Gesetz zu, könnten die Erleichterungen am Wochenende in Kraft treten.
    • Die Europäische Union kann sich eine vorübergehende Aussetzung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe vorstellen. Sie reagiert damit auf den neuen Kurs der US-Regierung, die gestern ihre Unterstützung für eine Freigabe der Patente erklärt hatte. Das Thema wird nun offenbar auch kurzfristig auf die Agenda des EU-Gipfels gesetzt, der morgen beginnt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teilte mit, man sei bereit, über einen entsprechenden Vorschlag der USA zu diskutieren. Sie appellierte zugleich an alle Länder, die Impfstoffe produzieren, kurzfristig Exporte zuzulassen.
    • Im Deutschland sind inzwischen über 30 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts hervor. Den vollen Impfschutz haben demnach nun 8,6 Prozent der Bevölkerung. Gestern wurden den Angaben zufolge knapp 1,1 Mio. Impfdosen verabreicht. Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut per Donnerstagmorgen fast 22.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind rund 2.700 weniger als am Donnerstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt im Vergleich zum Vortag von 132,8 auf 129,1. 250 weitere Todesfälle wurden registriert.
    • Die Bank of England (BoE) hat am Donnerstag ihren Leitzins auf dem historischen Tiefstand von 0,1 Prozent und den Umfang ihres Anleihekaufprogramms unverändert bei 895 Mrd. Pfund belassen. Das wöchentliche Kauftempo soll jedoch um eine Milliarde auf 3,4 Mrd. Pfund reduziert werden.
    • Der Einkaufsmanagerindex von IHS Markit für den britischen Dienstleistungssektor stieg im April gegenüber März um 4,7 auf 61,0 Zähler, wie Markit am Donnerstag mitteilte. Das ist der höchste Stand seit Herbst 2013. Eine erste Schätzung wurde um 0,9 Punkte nach oben korrigiert.
    • China hat ein Wirtschaftsabkommen mit Australien ausgesetzt. Peking habe den „Strategic Economic Dialogue Deal" wegen der "derzeitigen Haltung" der australischen Regierung suspendiert, teilte Chinas Nationale Kommission für Entwicklung und Reform am Donnerstag mit.
    • Die deutsche Industrie hat im März deutlich mehr neue Aufträge eingesammelt als im Vormonat und auch im Zeitraum vor Ausbruch der Corona-Pandemie im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lag der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe saison- und kalenderbereinigt um 3,0 Prozent höher als im Februar. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen ergab sich ein Anstieg um 1,6 Prozent. Im Vergleich zu Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, war der Auftragseingang im März 2021 saison- und kalenderbereinigt um 9,1 Prozent höher.
    • Bei der heutigen Parlamentswahl in Schottland hofft die Schottische Nationalpartei (SNP) auf eine absolute Mehrheit, und damit auf ein Mandat für ein Unabhängigkeitsreferendum. In aktuellen Umfragen führt die Partei deutlich. Die SNP verspricht, ein unabhängiges Schottland wieder in die EU zu führen

    Dividendenabschläge

    • Allianz (€9,60 je Aktie)
    • Hannover Rück (€4,50 je Aktie)
    • Symrise (€0,97 je Aktie)
    • Puma (€0,16 je Aktie)

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