London (GodmodeTrader.de) - Im Jahresverlauf 2018 haben wir uns auf das Ende des Konjunkturzyklus vorbereitet, da wir überzeugt sind, dass die zweigleisige Strategie der US-Notenbank hinsichtlich ihrer geldpolitischen Straffung und Zinserhöhungen letztlich das Wachstum bremsen wird – und zwar sowohl auf globaler Ebene als auch in den USA, wie Ariel Bezalel, Head of Strategy, Fixed Income und Fondsmanager des Jupiter Dynamic Bond SICAV bei Jupiter Asset Management, in einem aktuellen Marktkommentar schreibt.

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In diesem Jahr habe es mehrere sehr volatile Phasen gegeben – vom Ausverkauf in den Schwellenländern bis hin zur jüngsten Aktienmarktkorrektur im Oktober. Der wichtigste Grund für die höhere Volatilität sei die Geldpolitik der Fed, die ihre Bilanz konsolidiere und zugleich die Zinsen straffe. Von der Europäischen Zentralbank werde ebenfalls erwartet, dass sie ihre Anleihekäufe beende, was zu einer weiteren Verknappung der Liquidität führen dürfte. Da die Zinsstraffung in den USA dem US-Dollar Auftrieb gegeben habe, sei nicht verwunderlich, dass die Emerging Markets die globale Liquiditätsverknappung als erste zu spüren bekommen hätten – schließlich hätten sie den höchsten Schuldenberg in US-Dollar angehäuft. Dennoch sei damit zu rechnen, dass der Abschwung in den Schwellenländern auch auf die Industrieländer übergreifen werde, heißt es weiter.

„Der globale Einkaufsmanagerindex für die produzierende Industrie (ein wichtiger Wachstumsindikator) ist seit mehreren Monaten rückläufig, was vor allem auf die Wachstumsabschwächung in China zurückzuführen ist. China ist ein wichtiger Motor des globalen BIP und die Schwellenmärkte sind sehr abhängig vom Wachstum in China. Diese Dynamik hat letztlich auch Auswirkungen auf die entwickelten Märkte, da die Schwellenländer rund 60 Prozent zum globalen BIP und 80 Prozent zum globalen BIP-Wachstum beitragen. Angesichts dessen ist es auch kein Wunder, dass die Wirtschaftsdaten in Europa zuletzt schwächer ausgefallen sind. Sogar Produktionsschwergewichte wie Deutschland und Schweden haben den Abschwung in China zu spüren bekommen“, so Bezalel.

Das schwächere globale Wachstum verbunden mit der rekordhohen Verschuldung der privaten Haushalte und Unternehmen in den USA sowie der abflachenden Zinsstrukturkurve sei der Grund, warum er weiter von der Werthaltigkeit von US-Staatsanleihen überzeugt sei und Risiken meide. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Fed sich gezwungen sehen werde, bei ihren Zinserhöhungen den Fuß vom Gas zu nehmen, da die Probleme anderer Volkswirtschaften früher oder später auch die USA erreichen würden, heißt es weiter.

„Wir nutzen die globale Ausrichtung unseres Fonds weiterhin, um weltweit attraktive Renditechancen zu identifizieren. In jüngster Zeit haben wir einige opportunistische Anlagen in Teilen der Emerging Markets wie kurzlaufende Anleihen in Argentinien sowie in defensiven Hochzinstiteln getätigt, beispielsweise aus dem Gesundheitsbereich in den USA. Allerdings sind wir uns auch darüber im Klaren, wie wichtig es in der aktuellen Phase des Konjunkturzyklus ist, zwischen dem sich bietenden Aufwärtspotenzial und den zunehmenden Abwärtsrisiken abzuwägen“, so Bezalel.

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