• EU-Kommission genehmigt Sky-Übernahme durch 21st Century Fox
  • WashTec erhöht Prognose
  • Biotest wird chinesisch
  • Deutsche Bank hat 8 Mrd. Euro mehr in der Kasse
  • Durchbruch bei den Griechenland-Verhandlungen?
  • EZB-Chefvolkswirt schließt weitere Verlangsamung der Anleihenkäufe nicht aus
  • Britische Industrieproduktion geht abermals zurück
  • US-Militärschlag in Syrien sorgt für Verunsicherung
  • Stada verhandelt über den Teilverkauf seines Vietnam-Geschäfts
  • Samsung: Gewinn soll um die Hälfte zulegen
  • Kontron beschließt Kapitalerhöhung
  • Fusion zwischen Linde und Praxair noch keine ausgemachte Sache

DAX

  • Nach dem US-Raketenangriff auf eine syrische Luftwaffenbasis und überraschend schwachen US-Arbeitsmarktzahlen für März verzeichnete der deutsche Aktienmarkt am Freitag zunächst moderate Kursverluste, konnte sich im späten Handel aber trotz eines Terrorangriffs in Stockholm wieder bis fast auf das Vortagesniveau erholen. Der DAX beendete den Handel mit einem Minus von 0,05 Prozent bei 12.225 Punkten. Auf Wochensicht hat das Börsenbarometer rund 0,7 Prozent eingebüßt. Auf dem US-Arbeitsmarkt wurden im März außerhalb der Landwirtschaft nur 98.000 neue Stellen geschaffen, während die Volkswirte mit 180.000 zusätzlichen Stellen gerechnet hatten. Der Goldpreis kann von der gestiegenen Unsicherheit profitieren und notiert aktuell rund 1,1 Prozent bei 1.265,72 Dollar. Der Euro konnte gegenüber dem Dollar nach Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktzahlen zeitweise deutlich zulegen, setzte anschließend aber wieder zurück.

Unternehmensnachrichten

  • Die EU-Kommission hat die Übernahme des britischen Pay-TV-Anbieters Sky durch den US-amerikanischen Medienkonzern 21st Century Fox genehmigt. Es seien keine Wettbewerbsprobleme zu erwarten, hieß es. Die britischen Behörden prüfen allerdings aktuell noch die Auswirkungen auf Medienvielfalt und müssen der Übernahme ebenfalls zustimmen.
  • LPKF Laser & Electronics hat seinen Umsatz im ersten Quartal um 65 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 24,5 Mio. Euro gesteigert. Der Auftragseingang konnte um 52 Prozent auf 29,2 Mio. Euro gesteigert werden.
  • Der Autowaschanlagenhersteller WashTec hat seine Prognose für das Gesamtjahr erhöht und erwartet nun ein zweistelliges Umsatzwachstum auf mindestens 410 Mio. Euro bei einer EBIT Rendite von über 12 Prozent. Im ersten Quartal konnte das Unternehmen den Umsatz um 31,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr 101,2 Mio. Euro steigern. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vervielfachte sich von 3,7 auf 12,1 Mio. Euro.
  • Die Deutsche Bank hat die Anfang März angekündigte Kapitalerhöhung im Umfang von acht Milliarden Euro nach eigenen Angaben erfolgreich abgeschlossen. 98,9 Prozent der Bezugsrechte seien ausgeübt worden, teilte das Geldhaus mit. Das bedeutet, dass fast alle Aktionäre bei der Kapitalerhöhung mitgezogen und neue Aktien gekauft haben. Die nicht bezogenen Aktien würden nun am Markt verkauft, hieß es.
  • Die chinesische Investmentgruppe Creat ist mit dem Pharma- und Biotechunternehmen Biotest einig geworden. Eine Übernahmevereinbarung ist bereits geschlossen worden. Creat bietet 28,50 Euro je Stammaktie und 19,00 Euro je Vorzugsaktie. Der Großaktionär Ogel, der knapp über 50 Prozent an dem Unternehmen hält, unterstützt die Transaktion. Auch Vorstand und Aufsichtsrat befürworten die Übernahme.
  • Der jüngere Bruder des Firmenpatriarchen Ferdinand Piëch, Hans Michel, hat den Großteil von dessen 14,7 Prozent der Anteile an der VW-Mutter Porsche SE übernommen. „Das war eine gemeinsame Entscheidung der Familien Porsche und Piëch“, sagte Hans Michel Piëch der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der 75-jährige verfügt damit künftig über die Sperrminorität von 25,1 Prozent an der Porsche SE. Diese Holding ist mit rund 52 Prozent der stimmberechtigten Stammaktien Mehrheitseigentümer des Volkswagen-Konzerns. Bisher hielten Ferdinand und Hans Michel insgesamt je zur Hälfte 29,4 Prozent. Die Aktien, die künftig nicht für die Sperrminorität von Hans Michel Piëch notwendig sind, rund 4,3 Prozent, sind innerhalb der Familie weitergereicht worden.
  • Der Pharmakonzern Stada verhandelt laut "Frankfurter Allgemeiner Zeitung“ über den Teilverkauf seines Vietnam-Geschäfts. Bei den Gesprächen gehe es um das Gemeinschaftsunternehmen Stada Vietnam, an dem der Konzern 50 Prozent halte, heißt es in dem Bericht. Der Ableger ist demnach Thema bei den laufenden Übernahmeverhandlungen mit Finanzinvestoren. Dabei gehe es um den Erlös bei einem Verkauf der Sparte. Denn der erzielbare Preis liege im Verhältnis zum Gewinn des Ablegers deutlich unter dem, was die Interessenten für den Gesamtkonzern bezahlen wollten.
  • Samsung erwartet für das erste Quartal 2017 dank der boomenden Nachfrage nach Speicherchips einen Gewinnsprung. Das Ergebnis aus den Kerngeschäften werde sich im Jahresvergleich um 48 Prozent auf 9,9 Bio. Won erhöhen, teilte das südkoreanische Unternehmen mit. Samsung Electronics ist Marktführer bei Smartphones, Speicherchips und Fernsehern.
  • Der kriselnde Technologiekonzern Kontron hat eine Kapitalerhöhung um 10 Prozent beschlossen. Die 5.568.301 neuen Aktien werden von der Deutschland-Tochter des österreichischen Großaktionärs S&T, die bereits 29,9 Prozent an Kontron hält, zu einem Stückpreis von 3,02 Euro gezeichnet. Der Gesellschaft fließen damit brutto rund 16,8 Mio. Euro zu. Mitte Februar erklärten die Österreicher ihre Absicht, Kontron mit ihrer Deutschlandtochter zu vereinen. Die Kontron-Aktionäre sollen auf der Hauptversammlung am 30. Mai darüber abstimmen.
  • Noch in diesem Monat wollen Linde und Praxair ihre Fusion zum weltgrößten Gasekonzern beschließen. Doch ist der Zusammenschluss noch keineswegs ausgemachte Sache. Auch die gestrige Sondersitzung des Linde-Aufsichtsrats hat keine Annäherung im Konzern gebracht – die Arbeitnehmervertreter sind weiterhin gegen das 60-Milliarden-Euro-Projekt. Arbeitnehmervertreter fürchten einen massiven Stellenabbau, ein Durchregieren der Amerikaner und das Ende der Mitbestimmung im Aufsichtsrat. Über den Fusionsvertrag soll spätestens bis Ende April verbindlich abgestimmt werden, heißt es im „Handelsblatt“.
  • Der Chemiekonzern BASF hat eine Vereinbarung über den Verkauf der Bleaching Clay und Mineral Adsorbents Geschäfte an EP Minerals unterzeichnet. Finanzielle Details wurden nicht genannt.

Konjunktur / Politik

  • US-Präsident Trump hat die Beziehung zum chinesischen Staatspräsidenten Xi als "hervorragend" bezeichnet. Durch das Gespräch habe man Fortschritte in den Beziehungen gemacht, sagte Trump.
  • Terroranschlag in Stockholm: In einer belebten Einkaufstraße in der Innenstadt von Stockholm ist ein Lastwagen zunächst in eine Menschenmenge und anschließend in ein Kaufhaus gerast. Mindestens drei Menschen sollen getötet worden sein. Alles deute auf eine Terrortat hin, sagte Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven. Der Hauptbahnhof wurde von der Polizei geräumt, Parlamentsgebäude und Königspalast wurden abgeriegelt.
  • Griechenland: Der Internationale Währungsfonds (IWF) beharrt weiter auf einer Sicherstellung der langfristigen Schuldentragfähigkeit Griechenlands als Bedingung für eine Beteiligung an den Finanzhilfen. Nach einer endgültigen Einigung mit Griechenland über neue Reformen müsse es deshalb Gespräche mit den europäischen Gläubigern über die Schuldentragfähigkeit des Landes geben, sagte IWF-Sprecher Gerry Rice in Washington.
  • Auf dem US-Arbeitsmarkt wurden im März deutlich weniger neue Stellen geschaffen als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft belief sich der Stellenaufbau nur auf 98.000, während die Volkswirte im Schnitt mit 180.000 neuen Stellen gerechnet hatten. Die Zahl der neugeschaffenen Stellen in den beiden Vormonaten wurde um insgesamt 38.000 Stellen nach unten revidiert. Die Arbeitslosenquote ging unterdessen deutlich von 4,7 Prozent auf 4,5 Prozent zurück. Erwartet wurde eine stabile Rate von 4,7 Prozent. Die durchschnittlichen Stundenlöhne legten wie erwartet um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat zu, nach einem Anstieg um revidiert 0,3 Prozent (zunächst 0,2 Prozent) im Februar.
  • Nach langen und schwierigen Verhandlungen über weitere Reformen und Sparmaßnahmen in Griechenland haben sich die Partner laut dpa offenbar geeinigt. Dies bestätigten Verhandlungskreise der Nachrichtenagentur. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sagte vor einem Treffen mit seinen Kollegen aus der Eurogruppe, ihm sei berichtet worden, es gebe zwischen den Institutionen einschließlich der griechischen Regierung über die politischen Maßnahmen ein Einvernehmen. „Deshalb glaube ich, der größte Teil der Wegstrecke ist zurückgelegt, und jetzt müsste es eigentlich auch gehen." Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem bestätigte, man habe „Ergebnisse erzielt“. Griechenland ist seit 2010 von Unterstützung der europäischen Partner und des Internationalen Währungsfonds (IWF) abhängig. Schäuble besteht darauf, dass sich der IWF finanziell weiter an den Griechenland-Hilfen beteiligt.
  • Die britische Industrieproduktion ist im Februar das zweite Mal in Folge gesunken. Wie das Statistikamt ONS mitteilte, lag die Gesamtproduktion 0,7 Prozent unter dem Niveau vom Januar. Analysten hatten dagegen im Mittel einen Zuwachs um 0,2 Prozent erwartet. Bereits im Vormonat wurde auf dieser Basis 0,4 Prozent weniger produziert.
  • EZB-Chefvolkswirt Peter Praet hat eine weitere Verlangsamung der Anleihenkäufe durch die Notenbank in diesem Jahr nicht ausgeschlossen. Auf die Frage, ob er einen solchen Schritt ausschließen könne, sagte Praet dem Fernsehsender CNBC: Nein, es sei zu früh, diese Frage zu stellen. Der EZB-Rat müsse sich erst noch treffen, bevor man die Lage neu bewerten könne.
  • Die USA haben als Vergeltungsmaßnahme für einen mutmaßlichen Giftgasangriff einen Luftwaffenstützpunkt in Syrien angegriffen. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums wurden 59 Raketen des Typs Tomahawk abgeschossen. US-Präsident Donald Trump sagte, er habe den Luftschlag angeordnet, in einem Akt der Verteidigung nationaler Sicherheitsinteressen. Mit dem Giftgasangriff vor wenigen Tagen, bei dem zahlreiche Menschen getötet wurden, habe Syrien seine internationalen Verpflichtungen sowie UN-Resolutionen verletzt. Die russische Regierung hat den US-Angriff scharf verurteilt. Es handle sich um einen „Angriff gegen einen souveränen Staat“ und einen Schlag gegen die Beziehungen Russland mit den USA, so ein Regierungssprecher. Den syrischen Staatsmedien zufolge wurden bei dem US-Luftangriff neun Zivilisten getötet.
  • Bundesbankvorstand Andreas Dombret hat davor gewarnt, das Problem der faulen Bankkredite in Europa mit Hilfe von Staatsgeldern anzugehen. „Bei der Lösung des Problems sollte es meiner Meinung nach weder zu einer Vergemeinschaftung des Risikos in der EU kommen noch zum Einsatz nationaler Steuergelder", sagte er dem „Focus“. „Wir brauchen eine marktorientierte Lösung.“
  • Durch Satellitenaufnahmen wurden erstmals chinesische Kampfflugzeuge auf den künstlichen Inseln im Südchinesischen Meer nachgewiesen. China hatte immer wieder beteuert, die Insel nicht für militärische Zwecke zu bauen.
  • Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe Deutschlands ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Februar preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt 2,2 Prozent höher als im Vormonat. Für Januar ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Anstieg von ebenfalls 2,2 Prozent gegenüber Dezember.

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