• CureVac legt Phase-I-Daten zu möglichem Onkologie-Wirkstoff vor
    • Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken auf Nach-Corona-Tief
    • Weidmann: Digitaler Euro wird Bargeld nicht ersetzen
    • Stiko: Für unter 30-Jährige nur noch BioNtech
    • Inflation in Deutschland: Rate im Oktober bei 4,5 Prozent
    • 'Wirtschaftsweise' sehen große Risiken für Konjunktur
    • COP26: 24 Staaten für Verbrenner-Enddatum
    • Moderna beantragt EU-Zulassung für Kinder-Impfstoff
    • VW will in Wolfsburg neue Autofabrik hochziehen
    • Siemens Energy schreibt Verluste. Dividende steht
    • Adidas wird vorsichtiger
    • Infineon erwartet höhere Marge

    Markt

    • Der deutsche Aktienmarkt hat sich auch am Mittwoch unter dem Strich kaum von der Stelle bewegt. Der DAX beendete den Xetra-Handel mit einem Plus von 0,17 Prozent bei 16.067,83 Punkten. Eine noch etwas höher als erwartet ausgefallene US-Inflationsrate von 6,2 Prozent im Oktober führte an den Aktienmärkten zu keinen größeren Bewegungen, beflügelte allerdings den Goldpreis und Bitcoin. „Es drängt sich der Eindruck auf, dass bereits sehr viel positive Erwartung eingepreist wurde“, kommentierte die Helaba das aktuelle Marktgeschehen. „Hinzu kommt, dass immer wieder Lieferkettenprobleme zu Tage treten, die Inflationsdiskussion anhält und die Wirtschaftsweisen im Vergleich zu ihrer vorherigen Prognose nur noch mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr in Höhe von 2,7 Prozent rechnen. Die Probleme auf dem chinesischen Immobilienmarkt halten zudem an“. Am Nachmittag stehen die mit Spannung erwarteten Inflationszahlen aus den USA auf dem Terminplan. Laut dem Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners ist ein weiterer Anstieg der Teuerung bereits Konsens. „Entscheidend könnte für die Börsen sein, welche Ziffer vor dem Komma steht. An die 5 haben sich die Börsianer bereits gewöhnt", sagte der Experte.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Das IT-Unternehmen Nagarro hat seine Prognose für das Geschäftsjahr 2021 angehoben und erwartet nun einen Umsatz von 525 Millionen Euro (bislang 515 Mio. Euro). Die Bruttomarge wird weiter bei 28 Prozent, die EBITDA-Marge weiter bei 14 Prozent erwartet.
    • Das unterzeichnete Transaktionsvolumen von Patrizia Immobilien ist in den ersten neun Monaten des Jahres um 40 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro gestiegen. Das operative Ergebnis sank von 100,2 auf 90,8 Millionen Euro. Patrizia grenzt die Spanne für das operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2021 von 100 bis 145 Millionen Euro auf 115 bis 135 Millionen ein.
    • Der Immobilienfinanzierer Aareal Bank hat die vom Aktionär Petrus Advisers in einem Ergänzungsverlangen zur Tagesordnung der außerordentlichen (virtuellen) Hauptversammlung am 9. Dezember erhobene Forderung nach einer teilweisen Neubesetzung des Aufsichtsrates als unbegründet zurückgewiesen. Die Aareal Bank empfiehlt den Aktionären, auf der Hauptversammlung gegen die Petrus-Forderungen zu stimmen. Unterdessen könnten Finanzinvestoren Centerbridge und Advent bereits in der kommenden Woche ein Angebot für die Aareal Bank vorlegen, heißt es einer Kreise-Meldung zufolge.
    • Der Elektroautobauer Rivian feiert heute sein US-Börsendebüt. Im Rahmen des Börsengangs wurden 153 Millionen Aktien platziert. Vorläufigen Indikationen zufolge dürften die Aktien mit einem deutlichen Aufschlag gegenüber dem Platzierungspreis von 78 Dollar je Aktie in den Handel starten. Die Marktkapitalisierung könnte sich demnach auf mehr als 100 Milliarden Dollar belaufen. Rivian-CEO Scaringe kündigte an, noch vor dem Ende der Dekade mindestens eine Million Fahrzeuge jährlich zu produzieren. Rivian plant einen SUV und hat seit einigen Wochen einen Pick-Up-Truck mit Elektroantrieb im Programm.
    • Das Biotechunternehmen CureVac hat frühe klinische Daten aus einer Phase-I-Studie zu seinem Onkologie-Wirkstoffkandidaten CV8102 veröffentlicht. "Die Daten stützen die Hypothese, dass die lokale Injektion des RNA-Immunmodulators in einen einzelnen Tumor eine systemische Reaktion auslösen kann, die zu einem Immunangriff sowohl gegen den injizierten Tumor als auch gegen nicht-injizierte Tumore führt", teilte das Unternehmen mit. "Umfassende Analysen dieser systemischen Reaktion zeigen eine effiziente Stimulierung des Immunsystems."
    • Der Online-Broker flatexDEGIRO würde nach eigener Einschätzung vermutlich von einem EU-Verbot des sogenannten Payment for Order Flow (PFOF) profitieren. In den ersten neun Monaten 2021 machten die von verschiedenen Handelsplätzen erhaltenen Rückvergütungen nur 3,2 Prozent der Gesamteinnahmen von flatexDEGIRO aus, teilte das Unternehmen mit. "flatexDEGIRO erwartet daher nicht, dass ein mögliches Verbot von PFOF durch die EU, wie es in jüngsten Medienartikeln vermutet wurde, negative Auswirkungen auf die operative oder finanzielle Entwicklung der Gruppe haben würde", erläuterte das Unternehmen. "Vielmehr erwartet flatexDEGIRO, dass sich eine solche Entscheidung deutlich positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken würde, getrieben durch vermutlich notwendige Preisanpassungen von Vergleichsunternehmen, die hauptsächlich oder ausschließlich auf derartige Zuwendungen für Kundenflow angewiesen sind."
    • Der Softwarekonzern Microsoft will seine Anwendung Teams in die Workplace-Plattform von Facebook integrieren. Dies berichtet die in der Regel gut unterrichtete Branchenplattform The Verge am Mittwoch.
    • Der Kupferkonzern Aurubis will ein neues Multimetall-Recyclingwerk in Augusta (Richmond County) im US-Bundesstaat Georgia errichten. Der Aufsichtsrat des Unternehmen stimmte dem Vorhaben am Mittwoch zu. Aurubis soll in den Genuss umfangreicher Wirtschaftsförderungen kommen, heißt es. Die Inbetriebnahme des Recyclingwerks "Aurubis Richmond, USA" ist für das erste Halbjahr 2024 geplant. Verarbeitet werden rund 90.000 t komplexe, metallhaltige Recyclingmaterialien. Der Konzern erwartet, dass Aurubis Richmond bei voller Produktionsleistung ab dem Geschäftsjahr 2025/26 einen EBITDA-Ergebnisbeitrag von rund 80 Millionen Euro pro Jahr erbringt. Die Investitionen belaufen sich auf rund 300 Millionen Euro.
    • Der Baustoffkonzern HeidelbergCement verkauft weitere Werke in Spanien. Votorantim Cimentos übernimmt ein Zementwerk, drei Zuschlagstoffwerke und 11 Transportbetonwerke, wie das Unternehmen mitteilte. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
    • Die hohe Nachfrage nach Halbleitern hat dem Chipkonzern Infineon ein Rekordquartal beschert. Im Zeitraum Juli bis Ende September erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 3 Mrd. Euro - 21 Prozent mehr als im Vorjahresquartal und zehn Prozent mehr als im Führjahr. Angesichts des anhaltend hohen Bedarfs an Halbleitern rechnet der Vorstand mit einem starken Geschäftsjahr 2022. Bei der Profitabilität im Kerngeschäft erwartet das Management jetzt einen etwas besseren Wert als noch Anfang Oktober. Die Marge gemessen am operativen Gewinn, dem Segmentergebnis, soll bei etwa 21 Prozent und damit deutlich über dem Vorjahreswert liegen liegen. Anfang Oktober hatte das Unternehmen noch einen Wert von rund 20 Prozent in Aussicht gestellt. Außerdem wurden Investitionen angekündigt. Die Fertigungskapazitäten sollen ausgebaut werden.
    • Globale Lieferschwierigkeiten und eine Nachfragedelle in China haben den Sportartikelhersteller Adidas im dritten Quartal beschäftigt. Der Umsatz im Quartal stieg um 3,4 Prozent auf 5,75 Mrd. Euro. Das Ergebnis liegt knapp unter den Erwartungen von Analysten. CEO Kasper Rorsted bestätigte die Umsatz- und Gewinnprognose für 2021, schlug aber etwas vorsichtigere Töne an. Die Bruttomarge soll zwischen 50,5 und 51 Prozent liegen. Das liegt unter der bisher kommunizierten Prognose von etwa 52 Prozent. Der Umsatz soll weiterhin währungsbereinigt um bis zu 20 Prozent zulegen. Adidas rechnet noch bis ins erste Quartal mit Lieferkettenproblemen und hat Gegenmaßnahmen angekündigt, wodurch sich allerdings die Belastungen erhöhen. So sollen etwa teurere Produkte stärker per Luftfracht verschickt werden, was allerdings die Kosten erhöht. Insgesamt rechnet Adidas mit negativen Effekten von rund einer Milliarde Euro bis zum Ende des ersten Quartals 2022. Im August waren die Belastungen noch auf 350 Millionen Euro beziffert worden. In China will Adidas mit einem umfangfreichen Action Plan seinen Umsatzrückgang stoppen.
    • Der Versicherungskonzern Allianz wird etwas zuversichtlicher für die Gewinnentwicklung 2021. Der operative Gewinn dürfte im Gesamtjahr das obere Ende der Spanne von 11 bis 13 Mrd. Euro erreichen, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Bisher war ein Ergebnis in der oberen Hälfte der Spanne in Aussicht gestellt worden. Im dritten Quartal steigerte die Allianz ihren operativen Gewinn im Jahresvergleich um elf Prozent auf gut 3,2 Mrd. Euro. Die Hochwasserkatastrophe in Europa schlug mit rund 400 Mio. Euro negativ zu Buche. Allerdings konnte die Fondssparte mit ihr Ergebnis deutlich steigern.
    • Der Energiekonzern E.ON konnte sein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit)im Zeitraum Juli bis September um 52 Prozent auf 765 Mio. Euro steigern. Der Umsatz erhöhte sich von 12,8 auf 15,1 Mrd. Euro, auch dank eines Zukaufs. Das bereinigte Konzernergebnis stieg von 139 auf 424 Mio. Euro. E.ON bestätigte die im August angehobene Prognose.
    • Volkswagen will für sein neues E-Auto-Projekt "Trinity" am Stammsitz in Wolfsburg „auf der grünen Wiese“ eine neue Autofabrik hochziehen. Dessen Aufbau könnte nach Schätzungen aus Konzernkreisen einige hundert Mio. Euro kosten. Das Vorhaben gilt als einer der entscheidenden Punkte in der Investitionsstrategie für die kommenden fünf Jahre.
    • Die Probleme der Windkraft-Tochter Siemens Gamesa belasten auch die Mutter: Siemens Energy hat sowohl im vierten Quartal als auch im gesamten vergangenen Geschäftsjahr (per Ende September) Verluste geschrieben. Dennoch will Siemens Energy im ersten vollständigen Jahr seines Bestehens den Aktionären eine Dividende zahlen, wie es bei der Veröffentlichung der Zahlen am Mittwoch hieß. 2020/21 fiel ein Fehlbetrag von 560 Mio. Euro an, der allerdings deutlich unter dem Vorjahresverlust von knapp 1,9 Mrd. Euro lag. Der überwiegende Teil des Verlustes fiel mit 383 Mio. Euro im Schlussquartal an. Der Umsatz stieg 2020/21 um 3,7 Prozent auf rund 28,5 Mrd. Euro. Die um Sondereffekte bereinigte Marge gemessen am Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) verbesserte sich um 2,4 auf 2,3 Prozent und traf damit das Unternehmensziel. Den Anteilseignern will Siemens Energy eine Ausschüttung von 0,10 Euro je Aktie vorschlagen.
    • Der Windkraftanlagenhersteller Nordex hat einen Auftrag über 22 Anlagen der Delta4000-Baureihe aus Irland erhalten. Für den Windpark "Ardderroo" liefert Nordex 15 Turbinen des Typs N149/4.X sowie weitere sieben Anlagen des Typs N149/5.X. Der Auftrag umfasst zudem einen Premium-Service-Vertrag der Turbinen über 20 Jahre.
    • Der Motorenbauer Deutz verzeichnet kräftiges Wachstum. Der Umsatz legte im dritten Quartal um 30,8 Prozent auf gut 403 Mio. Euro zu, der Auftragseingang stieg über die Hälfte auf rund 485 Mio. Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag bei 14 Mio. Euro, nachdem Deutz vor einem Jahr einen operativen Verlust von 15,7 Mio. Euro erwirtschaftet hatte.
    • Der Möbelversandhändler Home24 hat im dritten Quartal seinen Umsatz um 17 Prozent auf 138,6 Mio. Euro gesteigert. Allerdings stiegen die Ausgaben für Werbung, sodass der Konzern eine negative Marge gemessen am Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von minus 2 Prozent auswies.
    • Der Gabelstapler-Hersteller Jungheinrich wird dank guter Geschäfte optimistischer. Die Zielgrößen der Mittelfrist-Strategie 2025+ wurden angehoben, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Das Unternehmen bestätigte Zahlen für die Monate Juli bis September. Der Konzernüberschuss konnte im dritten Quartal um rund 70 Prozent auf 62,5 Mio. Euro gesteigert werden.
    • Der Immobilienkonzern LEG hat im dritten Quartal deutlich mehr verdient. Der operative Gewinn aus dem laufenden Geschäft (FFO 1) stieg um 13,6 Prozent auf 116 Mio. Euro. Die Miete auf vergleichbarer Fläche erhöhte sich zugleich um 3,3 Prozent auf durchschnittlich 6,11 Euro pro Quadratmeter. „Die LEG blickt positiv auf die Geschäftsentwicklung im weiteren Jahresverlauf und im kommenden Jahr", sagte Unternehmenschef Lars von Lackum. Für 2021 zeigte er sich weiter zuversichtlich, dass das Unternehmen das operative Ergebnis auf das obere Ende von 410 bis 420 Mio. Euro steigern wird.
    • Beim Technologiekonzern Jenoptik läuft es weiter rund: Im dritten Quartal blieb nach Steuern ein Gewinn von 28,5 Mio. Euro hängen, wie das Unternehmen am Mittwoch bei der Vorlage von Quartalszahlen mitteilte. Im Vorjahr hatte Jenoptik hier etwas weniger als die Hälfte erwirtschaftet. Der Umsatz legte um rund ein Viertel auf 220 Mio. Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um zwei Drittel auf 47,5 Mio. Euro. Die Jahresziele bestätigte das Unternehmen.
    • Der Wirkstoffforscher Evotec kann im Zuge der Kooperation mit dem US-Pharmakonzern Bristol Myers Squibb eine Zahlung erwarten. Es gebe Fortschritte in der Neurologie-Zusammenarbeit und Bristol Myers Squibb habe zusätzliche Programme ausgewählt, teilte Evotec am Mittwoch mit. In diesem Zusammenhang erhält der MDax-Konzern 40 Mio. US-Dollar.
    • Der US-Hersteller Moderna hat bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA die Zulassung seines Corona-Vakzins auch für Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren beantragt. Noch gibt es in Europa keinen zugelassenen Impfstoff für Unter-Zwölfjährige.

    Konjunktur & Politik

    • Die Rohöllagerbestände in den USA sind in der vergangenen Woche um 1,0 Millionen Barrel auf 435,1 Millionen Barrel gestiegen. Erwartet wurde ein Anstieg um 1,3 Millionen Barrel, die inoffiziellen Daten des American Petroleum Institute (API) vom Vorabend hatten einen Rückgang um 2,3 Millionen Barrel gezeigt.
    • Die Lagerbestände im US-Großhandel sind im September nach endgültigen Angaben um 1,4 Prozent gestiegen. Erwartet wurde ein Plus von 1,1 Prozent, nach einem Anstieg um 1,1 Prozent im Vormonat.
    • Die Teuerung in den Vereinigten Staaten hat im Oktober weiter deutlich zugelegt. Die Inflationsrate stieg von 5,4 Prozent im September auf 6,2 Prozent im Oktober. Erwartet wurde nur ein Anstieg auf 5,8 Prozent. Die Kernrate, bei der schwankungsanfällige Komponenten nicht berücksichtigt werden, legte von 4,0 auf 4,6 Prozent zu, erwartet wurden 4,3 Prozent. Gegenüber dem Vormonat September erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,9 Prozent, nach einem Plus von 0,4 Prozent im Vormonat. In der Kernrate legten die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat im Oktober um 0,6 Prozent zu. Die US-Realeinkommen sind im Oktober um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat gesunken, nach einem Anstieg um 0,8 Prozent im September.
    • Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist in der vergangenen Woche auf 267.000 und damit auf den niedrigsten Stand seit Ausbruch der Corona-Pandemie gefallen. Erwartet wurden 265.000 Erstanträge, nach revidiert 271.000 (ursprünglich 269.000) in der Vorwoche. Die fortgesetzten Anträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen von revidiert 2,101 Millionen auf 2,160 Millionen, erwartet wurde hingegen ein Rückgang auf 2,095 Millionen.
    • Nach Einschätzung des scheidenden Bundesbankchefs Jens Weidmann wird Bargeld auch perspektivisch trotz zunehmender Digitalisierung wichtig bleiben. Zu Recht schätzten viele Menschen diese Form des Geldes. „Und kein anderes Zahlungsmittel wird alle seine Eigenschaften nachbilden können. Auch nicht der digitale Euro", sagte Weidmann am Mittwoch. Bargeld sei selbst unter Corona-Bedingungen das am häufigsten verwendete Zahlungsmittel für alltägliche Ausgaben gewesen. Allerdings sei das kontaktlose Bezahlen mit der Karte oder dem Smartphone populärer geworden, fügte er hinzu.
    • Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, hat in ihrer Eröffnungsrede zu einer Konferenz der EZB-Bankenaufsicht die Banken zu mehr Vorsicht im Umgang mit Kreditrisiken ermahnt. Die vollen Auswirkungen der Pandemie würden erst schrittweise sichtbar werden und könnten das Management von Kreditrisiken herausfordern.
    • Menschen unter 30 Jahren sollen ab sofort nur noch mit dem Vakzine von Biontech geimpft werden. Das hat die Ständige Impfkommission (Stiko) empfohlen. Aktuelle Daten zeigten, dass Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen bei jungen Menschen unter 30 Jahren nach der Impfung mit dem Impfstoff von Moderna häufiger beobachtet wurden als nach der Impfung mit dem Biontech/Pfizer-Mittel. Für über 30-Jährige bestehe nach der Impfung mit Moderna hingegen kein erhöhtes Risiko. Auch Schwangeren solle unabhängig vom Alter bei einer Impfung Biontech angeboten werden, so die Kommission.
    • Die "Wirtschaftsweisen" stellten heute Mittag in Berlin ihr Jahresgutachten vor. Demnach hat der Sachverständigenrat seine Wachstumsprognose für dieses Jahr gesenkt. Die Wirtschaftsleistung werde 2021 um 2,7 Prozent zulegen, wie aus dem Gutachten hervorgeht. Im März hatten die Ökonomen noch mit einem Wachstum um 3,1 Prozent gerechnet. Die Bundesregierung erwartet für 2021 ein Wachstum um 2,6 Prozent. Im vergangenen Jahr war die Wirtschaftsleistung in Deutschland infolge der Pandemie um 4,9 Prozent eingebrochen. Die Ökonomen sehen bedeutende Risiken für die Entwicklung der Konjunktur in Deutschland. Dazu gehören länger andauernde Lieferengpässe sowie ein erneutes Pandemiegeschehen im Winter.
    • Die Inflationsrate in Deutschland lag im Oktober bei 4,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in einer zweiten Schätzung mitteilte. Eine höhere Inflationsrate gab es zuletzt im August 1993 mit 4,6 Prozent. Die Behörde bestätigte damit vorläufige Zahlen. Im September hatte die Inflation hierzulande mit 4,1 Prozent erstmals seit Ende 1993 wieder die Vier-Prozent-Marke überschritten. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Oktober den weiteren Angaben zufolge um 0,5 Prozent. Vor allem die rasant steigenden Energiepreise heizen die Inflation an. Zudem schlägt die Rücknahme der temporären Mehrwertsteuersenkung in Deutschland inzwischen voll durch. Hinzu kommt die seit Jahresbeginn fällige CO2-Abgabe.
    • Bei der Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow tun sich zwei Dutzend Staaten mit einer konkreten Absage an den Verbrennungsmotor hervor. 24 Staaten, sechs Autohersteller sowie einige Städte und Investoren wollen sich auf ein Enddatum für den Verkauf von Autos mit Verbrennermotor festlegen.
    • Der Umsatz im deutschen Bauhauptgewerbe ist im August um 8,5 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres gestiegen, wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte. Die Zahl der Beschäftigten stieg im gleichen Zeitraum um 1,3 Prozent. In den ersten acht Monaten dieses Jahres lag der Umsatz im Bauhauptgewerbe um 0,2 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, die Zahl der Beschäftigten stieg um 1,7 Prozent.
    • Im September haben die Beherbergungsbetriebe in Deutschland 45,3 Mio. Übernachtungen in- und ausländischer Gäste gezählt wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte. Das waren 10,1 Prozent mehr Übernachtungen als im September des Vorjahres. Allerdings lagen die Übernachtungszahlen noch 5,0 Prozent unter dem Niveau vom September des Vorkrisenjahres 2019. „Die Trends zum Urlaub im eigenen Land und zum Camping hielten im Vergleich zum Vorkrisenzeitraum an“, resümierte die Behörde.
    • Der Virologe Christian Drosten erwartet in der Pandemie „einen sehr anstrengenden Winter" und fordert auch neue Kontaktbeschränkungen. „Wir haben jetzt im Moment eine echte Notfallsituation", sagte Droste angesichts der Lage auf den Intensivstationen im NDR-Podcast „Das Coronavirus-Update". „Wir müssen jetzt sofort etwas machen."

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