Nach den heftigen Kursverlusten vom Vorabend ist der US-Aktienmarkt am Donnerstag erholt in den Handel gestartet. Der Einzelhandelsumsatz für November fiel besser aus als erwartet, womit sich die US-Konjunktur einmal mehr von ihrer robusten Seite zeigt.

    An der Wall Street können die wichtigsten Indizes deutlich zulegen. Der Dow Jones Industrial Average notiert aktuell 1,00% fester als am Vorabend bei 17.708 Punkten. Der S&P 500 gewinnt 1,18%, während der Nasdaq Composite um 1,07% steigt. Nach dem gestrigen Ausverkauf infolge einer gesenkten OPEC-Prognose präsentiert sich der Ölpreis heute nur etwas schwächer.

    US-Einzelhandelsumsatz steigt stärker als erwartet

    Die US-Einzelhändler haben im November erneut von der Kauflaune der Konsumenten profitiert. Der Einzelhandelsumsatz legte im Vergleich zum Vormonat um 0,7% zu, während die Volkswirte nur mit einem Plus von 0,3% gerechnet hatten. Im Oktober war der Einzelhandelsumsatz um revidiert 0,5% (zunächst 0,3%) gestiegen. Der sogenannte Kern-Einzelhandelsumsatz, bei dem die schwankungsanfälligen Autokäufe nicht berücksichtigt werden, legte im November um 0,5% zu, während die Volkswirte nur mit einem Anstieg von 0,1% gerechnet hatten.

    US-Importpreise sinken um 1,5%

    Der starke Dollar sorgt weiter für sinkende Einfuhrpreise in den Vereinigten Staaten. Die US-Importpreise gingen im November um 1,5% gegenüber dem Vormonat zurück. Erwartet wurde nur ein Rückgang um 1,7%, nach einem Minus von revidiert 1,2% (zunächst: -1,3%) im Vormonat.

    US-Lagerbestände steigen wie erwartet

    Die Lagerbestände der US-Unternehmen sind im Oktober wie erwartet um 0,2% gegenüber dem Vormonat gestiegen, nach einem Plus von 0,3% im September.

    Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken leicht

    In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche um 3.000 auf 294.000 gesunken. Die Volkswirte hatten im Schnitt mit 299.000 Erstanträgen gerechnet. Die Zahl der fortgesetzten Anträge auf Arbeitslosenhilfe stieg in der Vorwoche um 142.000 auf 2,514 Millionen.

    TLTRO-Volumen geringer als erwartet

    Die Nachfrage der Geschäftsbanken in der Eurozone nach längerfristigem Notenbankgeld ist auch bei der zweiten sogenannten TLTRO-Auktion der Europäischen Zentralbank (EZB) schwächer als erwartet ausgefallen. Insgesamt wurden 129,8 Milliarden Euro im Rahmen des zielgerichteten langfristigen Refinanzierungsgeschäfts (TLTRO) an insgesamt 306 Banken zugeteilt, wie die EZB am Donnerstag mitteilte. Die Volkswirte hatten einen Betrag von rund 148 Milliarden Euro erwartet. Mit dem TLTRO-Programm will die EZB die seit Langem schwächelnde Kreditvergabe in der Eurozone an Unternehmen und private Haushalte wieder ankurbeln.

    Russische Zentralbank erhöht Leitzins auf 10,5%

    Die russische Zentralbank hat die Leitzinsen wie erwartet von 9,5% auf 10,5% erhöht. Damit soll eine weitere Abwertung des Rubels verlangsamt werden.

    JPMorgan sieht rückläufige Handelselöse

    JPMorgan befürchtet für das kommende Quartal einen deutlichen Rückgang der Handelseinnahmen. Die Erlöse im Handelsgeschäft dürften im Schlussquartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum im „hohen Zehner-Prozentbereich“ sinken, sagte CFO Marianne Lake am Mitt­woch.

    Ebay könnte 3.000 Arbeitsplätze streichen

    Ebay erwägt laut „Wall Street Journal“ den Abbau von 3000 Arbeitsplätzen, was rund 10% des Gesamtbelegschaft entspricht. Damit solle eine PayPal-Abspaltung vorbereitet werden, heißt es.