Wall Street: Gute Arbeitsmarktdaten sorgen kaum für Euphorie

    Nach der Veröffentlichung überraschend starker Daten vom US-Arbeitsmarkt ist der Dow Jones Index auf ein neues Allzeithoch geklettert. Im November wurden so viele Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen wie seit Januar 2012 nicht mehr. Die Erwartungen der Volkswirte wurden um fast 100.000 Stellen übertroffen.

    An der Wall Street sind die wichtigsten Indizes nur mit einem kleinen Plus in den Handel gestartet. Der Dow Jones Industrial Average markierte bei 17.957,76 Punkten ein neues Allzeithoch und notiert aktuell 0,31% fester bei 17.956 Punkten. Der S&P 500 gewinnt 0,17%, während der Nasdaq Composite um 0,25% steigt.

    Die überraschend guten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt beflügeln die Stimmung an der Wall Street kaum, weil sie die US-Notenbank zu einer früheren Leitzinserhöhung bewegen könnten. Ein deutliches Kursplus gibt es allerdings bei Bankaktien, da Geldinstitute von steigenden Zinsen profitieren könnten.

    US-Arbeitsmarkt: Neugeschaffene Stellen deutlich über den Erwartungen

    Am US-Arbeitsmarkt wurden im November 2014 so viele neue Stellen geschaffen wie seit Januar 2012 nicht mehr. Der Stellenzuwachs belief sich außerhalb der Landwirtschaft auf 321.000 Jobs. Die Volkswirte hatten nur mit 225.000 neuen Arbeitsplätzen gerechnet. Der Stellenzuwachs in den beiden Vormonaten wurde um insgesamt 44.0000 Stellen nach oben revidiert.

    US-Arbeitslosenquote bleibt auf Sechsjahrestief

    Die US-Arbeitslosenquote hat sich im November stabil entwickelt. Mit 5,8% lag sie wie im Vormonat auf dem tiefsten seit sechs Jahren. Die Volkswirte hatten ebenfalls mit keiner Veränderung gegenüber Oktober gerechnet.

    US-Industrieaufträge sinken stärker als erwartet

    Der Auftragseingang in der US-Industrie ist im Oktober stärker gesunken als erwartet. Gegenüber dem Vormonat wurde ein saisonbereinigter Rückgang um 0,7% verzeichnet, während die Volkswirte nur mit einem Minus von 0,2% gerechnet hatten. Die Veränderung im September wurde von -0,6% auf -0,5% leicht nach oben revidiert.

    Defizit in der US-Handelsbilanz höher als erwartet

    Das Defizit in der US-Handelsbilanz hat im Oktober 43,3 Milliarden US-Dollar erreicht und lag damit über den Erwartungen eines Fehlbetrags von 41,2 Milliarden Dollar. Das Minus im Vormonat wurde von 43,0 auf 43,6 Milliarden Dollar revidiert.

    Öl- und Gasexploration könnte dramatisch sinken

    Weltweit könnten die Projekte zur Öl- und Gasexploration im kommenden Jahr dramatisch einbrechen, wie Rystad Energy aus Norwegen in einer Studie schreibt. Projekte im Volumen von 150 Milliarden Dollar könnten wegen des Ölpreisrückgangs verschoben oder gestrichen werden.

    Burger King darf Tim Hortons übernehmen

    Die Fast-Food-Kette Burger King hat in Kanada die Genehmigung der Wettbewerbsbe­hörde zur Übernahme der Kaffee- und Doughnut-Kette Tim Hortons erhalten.