Der US-Aktienmarkt ist am Donnerstag wenig verändert in den Handel gestartet. Am Mittwochabend waren die Kurse nach dem Fed-Zinsentscheid deutlich ins Rutschen geraten. Die US-Notenbank hatte zwar bekräftigt, vor einer möglichen Leitzinsanhebung "geduldig" sein zu wollen, gleichzeitig die Verfassung der US-Wirtschaft aber deutlich optimistischer eingeschätzt als noch im Dezember. Damit scheint die Fed weiter auf Kurs zu sein, um die Leitzinsen noch im laufenden Jahr zum ersten Mal seit der Finanzkrise wieder anzuheben.

    Der Dow Jones Industrial Average notiert aktuell 0,15% fester als am Vorabend bei 17.217 Punkten. Der marktbreitere S&P 500 sinkt um 0,11%, während der Composite-Index an der Technologiebörse Nasdaq um 0,2% abgibt.

    Der Goldpreis ist nach dem Fed-Zinsentscheid unter Druck geraten. Das Edelmetall kostet aktuell nur noch 1.268 Dollar je Feinunze.

    Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken auf 15-Jahres-Tief

    Der US-Arbeitsmarkt hat sich in der Woche bis zum 24. Januar in einer sehr robusten Verfassung gezeigt. Die Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sank gegenüber der Vorwoche um 43.000 auf 265.000. Damit wurde der tiefste Stand seit April 2000 erreicht. Volkswirte hatten 301.000 Erstanträge erwartet.

    Schwebende Hausverkäufe sinken überraschend

    Die schwebenden Hausverkäufe in den USA sind im Dezember überraschend um 3,7% gegenüber dem Vormonat eingebrochen. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,6%, nach einem Plus von revidiert 0,6% (zunächst 0,8%) im Vormonat.

    Inflationsrate in Deutschland rutscht in den negativen Bereich

    Die Inflationsrate in Deutschland ist im Januar 2015 offenbar in den negativen Bereich gerutscht. Die Inflationsrate verringerte sich von plus 0,2 Prozent im Dezember auf minus 0,3 Prozent im Januar, wie das Statistische Bundesamt auf vorläufiger Basis mitteilte. Es handelte sich um den ersten Monat mit einer negativen Inflationsrate in Deutschland seit September 2009. Verantwortlich für den Rückgang der Verbraucherpreise war vor allem der rückläufige Ölpreis.

    Dow Chemical legen nach Zahlen zu

    Die Aktien des Chemiekonzerns Dow Chemical können nach guten Quartalszahlen um 2,86% zulegen. Dow Chemical profitierte im vierten Quartal vor allem vom gesunkenen Ölpreis. Der bereinigte Gewinn je Aktie konnte von 0,65 auf 0,85 Dollar zulegen, womit die Analystenschätzungen von 0,70 Dollar deutlich übertroffen wurden. Der Umsatz blieb mit 14,4 Milliarden Dollar stabil und lag im Rahmen der Erwartungen.

    Colgate-Palmolive leidet unter starkem Dollar

    Der Konsumgüterkonzern Colgate-Palmolive hat im vierten Quartal wegen des starken Dollars einen Umsatzrückgang um 3% verbucht. Die Erlöse lagen mit 4,22 Milliarden Dollar unter den Erwartungen von 4,25 Milliarden. Der bereinigte Gewinn je Aktie konnte um ein Prozent auf 0,76 Dollar zulegen, womit die Erwartungen der Analysten erreicht wurden. Die Aktien von Colgate-Palmolive legen um 5,73% zu.

    Facebook übertrifft Erwartungen

    Facebook hat im vierten Quartal mit einem angepassten Gewinn je Aktie von 0,54 Dollar die Analystenschätzungen von 0,48 Dollar übertroffen. Der Umsatz lag mit 3,85 Milliarden ebenfalls über den Erwartungen von 3,78 Milliarden Dollar. Das Unternehmen wuchs weiter kräftig. Der Umsatz konnte um 49% zulegen, während der Nettogewinn um 34% auf 701 Millionen US-Dollar stieg. Die Zahl der monatlichen Nutzer lag im Dezember bei 1,39 Milliarden und damit 13% höher als ein Jahr zuvor.

    Ford nach Zahlen wenig verändert

    Der Autobauer Ford Motor hat im abgelaufenen Geschäftsquartal mit einem Gewinn von 0,26 Dollar je Aktie die Analystenschätzungen von 0,22 Dollar. Der Umsatz lag mit 35,9 Milliarden Dollar über den Erwartungen von 34,2 Milliarden Dollar. Die Aktien notieren im frühen Handel wenig verändert.

    Alibaba nach Zahlen 10% schwächer

    Die Aktien des chinesischen Onlinehändlers Alibaba sind nach überraschend schwachen Quartalszahlen deutlich eingebrochen. Aktuell notieren die Papiere rund 10% schwächer. Auch die Aktien des Alibaba-Großaktionärs Yahoo werden dadurch nach unten gezogen. Alibaba erzielte im zurückliegenden Quartal einen Umsatz von 4,22 Milliarden Dollar, womit die Erwartungen von 4,45 Milliarden deutlich verfehlt wurden. Der Gewinn je Aktie lag mit 0,81 Dollar allerdings über den Erwartungen von 0,75 Dollar.

    Philips verlängert Angebotsfrist für Volcano-Übernahme

    Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat seine Angebotsfrist für die Übernahme der Volcano Corporation um eine Woche bis zum 5. Februar verlängert. Bislang seien 92,1% der Volcano-Aktien angeboten worden, teilte Philips mit.