• Silber - Kürzel: XAG/USD - ISIN: XC0009653103
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 16,973 $/oz.
  • Gold - Kürzel: XAU/USD - ISIN: XC0009655157
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 1.500,750 $/oz.

New York (Godmode-Trader.de) - Eine Rally bei Silber könnte der nächste Katalysator sein, der die Goldpreise in die Höhe treibt. Dieser Ansicht ist Mike McGlone, Bloomberg Intelligence Senior Commodity Strategist, der in einer aktuellen Research-Note einen optimistischen Ausblick für Silber gab. McGlone sieht aktuell ein Potenzial für das weißgraue Metall bis 22 US-Dollar je Unze. In dieser Preisregion hielt sich Silber zuletzt im Jahr 2012 auf. „Die hohe Gold-Silber-Ratio und das Potenzial für eine Umkehr des Verhältnisses begünstigt Silber“, sagte er. „Bei einer unverändertem Goldnotiz von fast 1.500 Dollar je Unze würde ein erneuter Besuch des Durchschnittswerts einen Silberpreis von etwa 22 US-Dollar je Unze bedeuten."

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Allerdings werde es kein leichtes Unterfangen sein. McGlone stellte fest, dass Silber, das derzeit bei rund 17 US-Dollar je Unze notiert, auf einem wichtigen Pivot-Level gehandelt wird. Wenn die Preise nicht nachhaltig über 17 Dollar kletterten, liefe die Indikation ins Leere.

McGlone zufolge könnte es angesichts der kurzfristig überzogenen Goldrally nun an der Zeit sein, dass Silber glänzt und den Edelmetall-Komplex anführt. Er beobachte die Nachfrage der Anleger nach Silber- und Gold-besicherten börsengehandelten Fonds sehr sorgfältig, so der Rohstoffanalyst. Die Nachfrage nach börsengehandelten Silberfonds habe demnach zuletzt ein Rekordhoch erreicht hat. „Die 10-wöchige Veränderungsrate der Silberbestände bei etwa 20 Prozent bis zum 15. August ist der stärkste Anstieg seit dem Höhepunkt der Finanzkrise im ersten Quartal 2009", so McGlone. „Diese hohe Dynamik an Zuflüssen von börsengehandelten Silberfonds ging der Preisrally bis zum Höchstkurs im Jahr 2011 von 48,44 US-Dollar je Unze voraus."

Während Silber wahrscheinlich nicht seine Bestmarken von 2011 wiederholen wird, könnte Gold in seine Rekordregionen vorstoßen. Die Zuflüsse der börsengehandelten Goldfonds lägen immer noch etwa sechs Prozent von ihren Allzeithöchstständen entfernt, betont McGlone. „Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis dieser Scheitelpunkt durchbrochen wird“. Das gelbe Metall liege nur etwa 20 Prozent unter seinem Allzeithoch. „Wenn sich der Trend bei den Zuflüssen von börsengehandelten Fonds nicht umkehrt, sollte es an der Zeit sein, neue Höchststände beim Goldpreis zu erreichen."

Darüber hinaus bleibt McGlone auch deshalb für Gold und Silber optimistisch eingestellt, weil die US-Notenbank einen neuen geldpolitischen Lockerungszyklus starten dürfte, um die Wirtschaft zu stützen. Er fügte hinzu, dass dieses Umfeld den US-Dollar, einen bullishen Faktor für Gold und Silber, weiter schwächen sollte.

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