Am Dienstag wurden die mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten für den Monat September veröffentlicht. Die Veröffentlichung war wegen des US-Finanznotstands verschoben worden.

Im September wurden in den USA 148.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. Erwartet wurden 179.000 neue Stellen, nach revidiert 193.000 im Vormonat. Die Zahl der neuen Stellen in den beiden Vormonaten wurde um insgesamt 9.000 nach oben revidiert. Die Arbeitslosenquote ist im September auf 7,2% gesunken, von 7,3% im Vormonat. Die Volkswirte hatten damit gerechnet, dass die Quote bei 7,3% verharrt.

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Was bedeuten die Daten nun für die Aktienmärkte, für den Dollar und für Gold? Der ersten Reaktion nach zu urteilen, scheint am Markt die Ansicht vorzuherrschen, dass die Arbeitsmarktdaten noch nicht gut genug sind, um eine sofortige QE-Reduzierung zu rechtfertigen. Die US-Wirtschaft beschleunigt zwar ihr Wachstum, gleichzeitig sind die Daten nach Einschätzung vieler Beobachter aber offenbar nicht so gut, dass eine Reduzierung der Anleihekäufe durch die Fed bereits in den kommenden Monaten zwingend wäre.

Die Märkte scheinen nun auf eine gute wirtschaftliche Entwicklung bei gleichzeitiger Fortsetzung der extrem lockeren Geldpolitik zu hoffen. Sollte es tatsächlich dazu kommen, könnte dies naturgemäß für steigende Aktienkurse, einen schwächeren Dollar und eine mögliche Trendwende bei Gold sprechen.

Oliver Baron