Eine wichtige Rolle spielen bei dem Gold-Crash die mit Barren besicherten Gold-Fonds. Sie haben den Vorteil, dass sie von einer auf die nächste Sekunde verkauft werden können.

    In diesen Produkten liegt weltweit eine ganze Jahresminenproduktion. Also rund 2400 Tonnen Gold.

    Ich kann die Leute verstehen, die jetzt schnell verkaufen, wenn die Preise so stark fallen.

    Viele haben ohnehin eine Stopp-Loss-Order bei 1535 oder darunter gehabt, um mögliche Verluste zu begrenzen.

    Wer das nicht tat, ist jetzt vielleicht von der Heftigkeit des Rutschs überrascht und verkauft jetzt noch.

    Auf dem ganzen Weg von 1580 bis 1425 gibt es zahlreiche andere Long-Positionen, die zwangsliquidieren müssen, etwa gehebelte Positionen in Hedgefonds-Portfolios.

    Spannend wird es heute um 12:30 Uhr. Dann wird veröffentlicht, wie viel Gold im weltgrößten barrenbesicherten Gold-Fonds, dem GLD in New York, noch vorhanden ist.

    Im amerikanischen SPDR Gold Trust lagen am Freitag um 12:30 Uhr noch 1158,56 Tonnen Gold. Danach ereignete sich der Hammerschlag. In einer Stunde kommen die neuen Daten für den Zeitraum von Freitag 12:30 bis 12:30 heute.

    Ich nehme an, dass die Bestände deutlich abgenommen haben.

    Ein Update erfolgt in diesem Artikel, sobald ich die Daten habe.

    16:46 Uhr: Die Daten sind noch nicht da. Ich beobachte weiter...

    16.04.2013: 8:33 Uhr: Es liegen noch 1154.34 Tonnen Gold im Tresor, nach 1158,56 Tonnen zuvor. Es gab also kaum Verkäufe. Ich warte die Daten der nächsten Tage ab. Ich finde das ungewöhnlich. Woher sind die Verkäufe sonst gekommen?

    Bitte beachten Sie: Der Handel mit Derivaten ist mit einem erheblichen Risiko verbunden und kann unter Umständen zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals oder sogar zu einer Nachschusspflicht führen.