Frankfurt (GodmodeTrader.de) - In seinen jüngsten Prognosen setzt das USDA die US-Weizenproduktion 2019/20 etwas höher als zuvor an. Der Durchschnittsertrag soll deutlich über den Vorjahren und die Ernte mit 53,9 Millionen Tonnen fünf Prozent über dem Vorjahresniveau liegen, wie Commerzbank-Analystin Michaela Kuhl im aktuellen „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

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Gekürzt worden seien dagegen nochmals die Erntemengen in der EU und in Russland. Beide lägen aber noch immer gegenüber dem von Dürre gekennzeichneten Vorjahr im Plus. Daher solle die Weltproduktion einen neuen Rekord markieren, was die Endbestände um zehn Millionen Tonnen auf ebenfalls rekordhohe 285 Millionen Tonnen steigen lassen solle. Das USDA schätze damit den globalen Überschuss aber nur noch rund halb so hoch wie in seiner ersten Prognose im Mai, heißt es weiter.

„Der Weizenpreis in Chicago liegt denn auch über dem damaligen Niveau, konnte jedoch die zwischenzeitlich erreichten 550 US-Cent je Scheffel nicht halten, sondern notiert derzeit angesichts der auf den Markt kommenden Ernte auf der Nordhalbkugel und der jüngsten Preisschwäche bei Mais (minus zehn Prozent in den letzten zwei Handelstagen) bei rund 480 US-Cent je Scheffel“, so Kuhl.