Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Auf der Südhalbkugel mehren sich die negativen Meldungen für die dortigen Weizenernten. In Australien drohen wegen der dortigen Trockenheit Ernteausfälle. Auch in Argentinien steht es für die Ernteaussichten nicht zum Besten. Laut der Getreidebörse von Buenos Aires drohen wegen Trockenheit in einigen Anbaugebieten Ertragseinbußen von bis zu 40 Prozent, wie Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch im „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

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Die Schätzung für die argentinische Weizenernte liege inzwischen bei weniger als 20 Millionen Tonnen. Zuvor sei die Getreidebörse von 21 Millionen Tonnen ausgegangen. Sollte die Trockenheit anhalten, seien weitere Abwärtsrevisionen bei der Ernte zu erwarten. Auch für Mais sei die Getreidebörse zunehmend skeptisch. Hier habe sie ihre Ernteschätzung auf 47,5 Millionen Tonnen von zuvor 50 Millionen Tonnen gekürzt. Neben der Trockenheit spiele hier auch die politische Unsicherheit eine Rolle. Ende Oktober fänden in Argentinien Präsidentschaftswahlen statt. Der als Favorit geltende Oppositionskandidat Fernandez dürfte die Getreideexportsteuern wieder erhöhen, was den Anbau von Mais für die Landwirte weniger lukrativ mache, heißt es weiter.

„Das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat seine Erwartung für die EU-Weichweizenexporte im Oktober das dritte Mal in Folge nach oben revidiert. Es geht nun von 27,3 Millionen Tonnen aus. Im September lag die Prognose noch bei 25,7 Millionen Tonnen. Als Grund nannte Strategie Grains das geringere Exportangebot in Argentinien und Australien sowie an ihre Grenzen stoßende Exportkapazitäten Russlands“, so Fritsch.