• Weizen - ISIN: US12492G1040
    Börse: ARIVA Indikation / Kursstand: 625,97 US¢/bu.

Frankfurt (GodmodeTrader.de) – Der Weizenpreis fällt am Donnerstag weiter von seinem am Dienstag bei 640,13US-Cents je Scheffel erreichten knappen Sechsjahreshoch zurück. Im Tief erreichten die Notierungen bislang 625,40 US-Cents pro Scheffel. Grund für den vorangegangenen Preisanstieg ist die zunehmende Unsicherheit über die Ernteaussichten für die kommende Saison 2021/22.

Zwar hat es in den letzten Tagen in wichtigen Weizenanbaugebieten des weltgrößten Exporteurs Russland geregnet, doch nach Einschätzung der Beratungsfirma IKAR nicht ausreichend und verbreitet genug, um die Aussaat für 2021 zu erleichtern und eine gute Entwicklung zu gewährleisten. Im Süden des Landes, wo der Weizenanbau besonders stark ist, ist es so trocken wie seit Jahren nicht, wie Commerzbank-Analystin Michaela Helbing-Kuhl im „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Laut Agrarministerium sei zwar bereits eine größere Fläche mit Wintergetreiden eingesät als im letzten Jahr, doch es bestehe unter Beobachtern keine Einigkeit darüber, ob die Winterweizenfläche in diesem Jahr größer oder kleiner sein werde. Das Beratungsunternehmen SovEcon habe vor kurzem ein Minus von zehn bis 15 Prozent gegenüber Vorjahr prognostiziert. Dies würde das Potenzial für die Ernte 2021/22 von vornherein verringern, heißt es weiter.

„Gleichzeitig ist es auch in vielen Weizenanbaugebieten der USA weiterhin zu trocken. In Kansas, das rund ein Viertel des US-Weizens stellt, könnte es die trockenste Aussaatperiode seit Aufzeichnungsbeginn vor 126 Jahren werden. Und die inzwischen von mehreren Wetterdiensten bestätigten La-Niña-Klimabedingungen lassen vor allem im südlichen Bereich der US Plains auch für Niederschläge im Winter wenig Gutes erwarten“, so Helbing-Kuhl.

Bei dieser Unsicherheit im Hinblick auf 2021/22 lasse sich der Markt immer weniger von der Erwartung einer rekordhohen globalen Produktion in der laufenden Saison beeindrucken. Für diese habe die Börse Rosario letzte Woche ihre Prognose für die ab Dezember anstehende Ernte in Argentinien wegen Trockenheit und Frost nochmals um eine Million auf 17 Millionen Tonnen reduziert, heißt es abschließend.

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