Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Der Internationale Getreiderat (IGC) hat am Donnerstag erstmals Prognosen für die weltweite Weizenernte 2018/19 bekannt gegeben. Diese soll um zwei Prozent auf 742 Millionen Tonnen sinken. In seinen im Dezember veröffentlichten Langfristprojektionen hatte der IGC für 2018/19 eine globale Produktion von 740 Millionen Tonnen unterstellt, wie die Analysten der Commerzbank im „TagesInfo Rohstoffe“ schreiben.

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    Die weltweiten Weizenbestände sollen in der Folge erstmals seit sechs Jahren schrumpfen. Bei einer Nachfrage auf dem Niveau von 2017/18 würde der Lagerabbau aber lediglich zwei Millionen Tonnen betragen. Da die globalen Weizenvorräte nach fünf Überschussjahren in Folge auf ein Rekordniveau von 254 Millionen Tonnen gestiegen seien, lasse sich dies problemlos verkraften. Knappheitssorgen sollten dadurch nicht aufkommen. Entsprechend hätten die Weizenpreise auf die IGC-Prognose kaum reagiert. Dies würde sich vermutlich erst ändern, wenn es aufgrund dünner Schneedecken im Mittleren Westen der USA und in Russland zu erheblichen Frostschäden und in der Folge zu größeren Ernteausfällen komme.

    „Die Produktionsschätzungen zu diesem frühen Zeitpunkt sind zudem naturgemäß noch sehr unsicher. Sie basieren auf Schätzungen zu Anbauflächen und unterstellen Trenderträge. Beide Parameter können sich bis zur Ernte im Sommer noch erheblich ändern. Vor einem Jahr prognostizierte der IGC für 2017/18 ebenfalls einen Rückgang der weltweiten Weizenernte um zwei Prozent auf 735 Millionen Tonnen. Laut aktueller Schätzung stieg die Ernte sogar leicht auf ein Rekordniveau von 757 Millionen Tonnen“, so die Commerzbank-Analysten.

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