• Weizen - ISIN: US12492G1040
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Frankfurt (GodmodeTrader.de) - In seinen neuen Prognosen nahm der Internationale Getreiderat IGC gestern für den Weizenmarkt Änderungen in die gleiche Richtung vor wie Mitte des Monats das US-Landwirtschaftsministerium. Allerdings sind die Anpassungen deutlich moderater, wie Commerzbank-Analystin Michaela Helbing-Kuhl in der aktuellen Ausgabe von „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Dies sei vor dem Hintergrund zu sehen, dass der IGC seine Erwartungen etwa an die russische Ernte über die letzten Monate bereits schrittweise korrigiert habe, während das USDA erst zuletzt eine starke Abwärtskorrektur um 12,5 Millionen auf 72,5 Millionen Tonnen vorgenommen habe. Der IGC bleibe nach einer erneuten Kürzung auf 75 Millionen Tonnen für die durch Hitze und Trockenheit geschädigte russische Ernte nur unwesentlich optimistischer, heißt es weiter.

„Ähnlich ist es bei Kanada, wo das USDA die Ernteprognose um 7,5 Millionen Tonnen reduzierte, der IGC nun aber mit einer nur halb so großen weiteren Revision etwa auf dem gleichen Niveau liegt (USDA: 24 Millionen, IGC 24,5 Millionen Tonnen). Für die USA, wo wie in Kanada der Sommerweizen durch Hitze und Trockenheit beeinträchtigt ist, war die letzte Anpassung bei USDA und IGC etwa gleich groß und beide sehen die US-Weizenernte 2021/22 nur noch bei 46,2 Millionen Tonnen“, so Helbing-Kuhl.

Bei den (im Umfang allerdings geringeren) Aufwärtsrevisionen für die Ukraine und Australien glichen sich die Prognosen ebenfalls. Auch der IGC sehe nun die globale Marktbilanz in ein Defizit rutschen, allerdings nur marginal, während das USDA immerhin einen Lagerabbau um zehn Millionen Tonnen prognostiziere, heißt es abschließend.

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